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ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013

Zukunftswerkstätten ermöglichen wegweisende Partizipation. Wir laden ein zu Austausch und Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.

Stephan G. Geffers 12. Februar 2018: Red Hand Day - Eine viertel Millionen Kindersoldaten in 20 Ländern
Geschätzt 250.000 Kinder weltweit müssen mit der Waffe in der Hand als Kindersoldaten kämpfen, berichtete die Tagesschau der ARD am 9. Februar 2018. Ein Thema, das vielleicht auch auf dem kommenden Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten auf der Friedensburg Schlaining (Burgenland, Österreich) eine Rollen spielen kann. Für Ende April 2018 eingeladen zur Teilnahme, zur kreativen Ideenfindung und zur Vernetzung mit Gleichgesinnten sind nicht nur Moderatorinnen und Moderatoren von Zukunftswerkstätten: Das 32. Jahrestreffen steht allen Menschen offen, die Neugier für partizipative Methoden und das Thema "Brücken bauen - Frieden schaffen" mitbringen. 30 Leute stehen schon auf der Anmeldeliste, sie kommen zum Beispiel aus Wien und Madrid, aus München und Köln, aus Rostock und Dachau, aus Tübingen und Hollabrunn. Melden Sie sich auch an, um sich auszutauschen, was gemeinsam getan werden kann.
Tagesschau-Bericht "Red Hand Day": http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-375581~player_branded-true.html
Deutsches Bündnis Kindersoldaten: http://www.kindersoldaten.info
Songtext zum Thema (von der Rockband BAP aus Köln): http://www.bap.de/start/musik/songtexte/titel/noh-gulu
Rebound-Projekt - Chance für ehemalige Kindersoldaten http://www.worldvision.de/informieren/unsere-projekte-weltweit/rebound
Anmeldung zum Jahrstreffen: http://zw2018.coffey.at/
Stephan G. Geffers Von "Barrierefreier Stadt" zum "Politiker-Wachrüttel-Verein": Lesenswerte Dokumentation einer Zukunftswerkstatt
Das Zustandekommen der Zukunftswerkstatt (Ende September 2017 in Goslar, Niedersachsen) ist ein gutes Beispiel für ein funktionierendes Netzwerk von Zukunftswerkstätten. Über langjährige Zusammenarbeit mit einer Kollegin aus Hamburg und einem Kollegen aus Krefeld landete die Aufgabe, diese im Rahmen der Interkulturellen Woche zu moderieren, schließlich bei Petra Eickhoff und mir aus Köln. Aus der vorbildlich gestalteten 20-seitigen Dokumentation der Akademie St. Jakobushaus in Goslar will ich einige Passagen zitieren und damit anregen, Zukunftswerkstätten auch im eigenen Umfeld politischer Bildung und sozialer Entwicklungen zu nutzen.
Vorwort (Auszug)

>>Wir leben in bewegten Zeiten. Die Einwanderung von Geflüchteten gepaart mit dem Anstieg rechtspopulistischer Stimmen in der Öffentlichkeit führt zu Veränderungen in der Gesellschaft. Diese sind auch in Goslar zu spüren. Wie wollen wir in Goslar leben? Was läuft gut, was nicht so gut? Was wünschen wir uns jetzt und für die Zukunft? Was sind unsere Vorstellungen von einem friedlichen und vielfältigen Miteinander in der Stadt?
>>Um diese Fragen drehte sich die Zukunftswerkstatt, die während der Interkulturellen Wochen am Samstag, 30. September 2017 auf Einladung von Dr. Theresa Beilschmidt, Referentin der Akademie St. Jakobushaus, dem Stadtjugendpfleger Martin Sänger und der Integrationsbeauftragten der Stadt Goslar, Galina Gerhart, stattfand.
>>Das Zusammenleben in Goslar betrifft jede_n Einwohner_in. Es sollten Strategien und Projekte entwickelt werden und den Bürger_innen von Goslar ein Forum zum Gedanken- und Ideenaustausch geboten werden. Mit dieser Veranstaltung ist der Anfang für die Verbesserung des Zusammenlebens in Goslar gemacht. Nun muss weiter gemeinsam an den Projekten und Ideen gearbeitet werden. Denn, so Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, „da, wo sich Menschen begegnen, ist die Stadt am Leben“.
>>Realisiert wurde die Veranstaltung durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ http://www.demokratie-leben.de
Was ist eine Zukunftswerkstatt? (Auszug)

>>Das Modell Zukunftswerkstatt [...] ist ein gruppenorientiertes Problemlösungsverfahren, bei dem alle Teilnehmenden gleichermaßen an einer nachhaltigen, friedlichen und gerechten Zukunft arbeiten. In der Zukunftswerkstatt soll auf innovative Weise ein zukunftsorientiertes Lernen praktiziert werden. Durch das utopische Überschreiten der Gegenwart werden Wege in eine alternative Zukunft aufgezeigt. Dadurch finden Prozesse der Bürger_innenbeteiligung und Demokratisierung statt. Politik wird als gestaltbar erlebt, Partizipation wird durch Antizipation ermöglicht. Dies führt zur (Wieder-) Erlangung von Handlungskompetenz, das selbstbestimmte Lernen eröffnet Perspektiven der Zukunft, die zuvor als unmöglich oder zu weit weg empfunden wurden. Somit sind Zukunftswerkstätten ein wichtiger Teil der politischen Bildung, da sie zur politischen Aktion befähigen und motivieren. In den verschiedenen Phasen der Zukunftswerkstatt werden sachliche, soziale sowie pädagogische Kompetenz, Reflexivität, Wahrnehmungsfähigkeit und Kreativität vermittelt und eingeübt.
Drei Projektgruppen entstanden: (Überblick)

>>Die Projektgruppe „Goslar Barrierefrei“ setzt sich für eine barrierefreie Stadt ein, damit Goslar sowohl für Menschen mit Behinderung, als auch für Familien mit Kinderwagen attraktiv wird.
>>Die Projektgruppe „Jam Session International“ möchte den Austausch von Menschen verschiedenster Nationen fördern. Dazu soll einmal pro Monat eine Jam Session, ein Zusammentreffen von Menschen, die gemeinsam Musik machen, im Café International veranstaltet werden.
>>Die Projektgruppe „Informationssystem für Goslar“ setzt sich vor dem Hintergrund „1000 gute Angebote und keiner weiß Bescheid“ für eine zentrale Informationsstelle für kleine und große Veranstaltungen im Raum Goslar ein. Die Informationen sollen in Form von Infobildschirmen oder Apps verbreitet werden.
>>Die Projektgruppe „Stadtentwicklung von unten - Begegnungen ermöglichen“ setzt sich für eine besser vernetzte „Soziale Stadt“ ein.
Austausch und Feedback: (Auszug)

>>Die Teilnehmer_innen resümierten einen durchweg zufriedenen, zuversichtlichen und harmonischen Ausgang der Veranstaltung. Die Tagung wurde den am Morgen geäußerten Wünschen gerecht, da sie nicht aus klassischen Vorträgen bestand, sondern durch viel interaktive Teamarbeit, Kreativität und freien Entfaltungsmöglichkeiten eine neue Art zu arbeiten und des Austausches bot.
>>Damit die Projektideen [...] in die Goslarsche Welt getragen werden, gab es am Abend ein Pressegespräch, zu dem auch Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk eingeladen war. [... Er] zeigte sich positiv überrascht von der großen Anzahl an engagierten Teilnehmer_innen und stellte vor allem die konkrete Planung der Ideen heraus.
Und wie geht es weiter? (Auszug)

>>Erfahrungsgemäß hat die Durchführung einer Zukunftswerkstatt mehrere Effekte zur Folge: Durch die gleichberechtigte und konstruktive Zusammenarbeit entsteht ein Demokratisierungseffekt, durch das spielerische Erarbeiten der Thematik ein Lerneffekt; im Zusammenspiel verschiedener Erfahrungshintergründe entstehen Synergien. Nicht zuletzt führt das kreative, partizipative Zusammenarbeiten zu einem neuen Motivationsschub.
>>Leider konnten an diesem Tag nicht alle aufgekommenen Ideen aufgenommen und umgesetzt werden. Eine Idee war das generationsübergreifende Wohnen, bei dem Jung und Alt sich gegenseitig unterstützen und in Kontakt kommen oder die Aktion „Freundliches Grüßen“, die auf mehr Freundlichkeit im Umgang untereinander abzielt. Andere Ideen waren „Brillenräume“, in denen man andere Kulturen und Milieus kennen lernen kann und durch eine „fremde Brille“ schaut. Oder das Projekt „Bunte Kochtöpfe“, bei dem Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern oder Regionen durch gemeinsames Kochen und Essen vereint werden und in Kontakt kommen. Einige Teilnehmer_innen äußerten den Wunsch nach kreativen und sportlichen Aktivitäten für Kinder, regionalen Wirtschaftskreisläufen mit eigener Regionalwährung oder einem „Politiker-Wachrüttel-Verein“.
Sprechen Sie die Referentinnen des St. Jakobushaus in Goslar oder das Moderations-Team von parto gUG an, wenn Sie einen Blick in die ganze Dokumentation werfen wollen. Ihre Kontaktadressen: "Ort der Bildung und der lebendigen Diskussion" http://www.jakobushaus.de/content/referentinnen-und-referenten , "Partizipation und Organisationentwicklung" http://www.part-o.de/profil-und-team
Zur Vertiefung empfehle ich diese drei Links:
* Zukunftswerkstatt in der Bürgerbeteiligung http://buergerbeteiligung.lpb-bw.de/zukunftswerkstatt.html
* Zukunftswerkstatt in der politischen Frauenbildung http://www.lpb-bw.de/publikationen/did_reihe/band18/frauen.htm
* Zukunftswerkstatt als Grundlagen-Methode der Politischen Bildung http://alt.politischebildung.ch/grundlagen/methoden/zukunftswerkstatt
Stephan G. Geffers Zukunftslabor "Zurück in die Zukunft" - Bürgerbeteiligung in Bergheim
Im Moment hat in Bergheim, einer Kreisstadt mit Bergbaugeschichte westlich von Köln, das Zukunftslabor "Zurück in die Zukunft" seine Türen geöffnet, um Bürgerinnen und Bürger kreativ am Stadtentwicklungskonzept "STEK BM 2035" zu beteiligen. Vom 18. bis 20. Dezember 2017 täglich zwischen 10:00 und 16:00 Uhr lädt die Stadt ein sich einzubringen und gemeinsam Weichen für die Zukunft zu stellen. Im Zusammenspiel mit drei Foren (28.11.17 "Wo steht Bergheim heute?", 20.02.18 "Wo will die Kreisstadt hin?", 10.04.18 "Wie packen wir es an?") lehnt sich der Aufbau des Bürgerbeteiligungsprozesses der Phasenabfolge einer Zukunftswerkstatt an.
Aus der Einladung zitiert:

>>"Das Zukunftslabor – eine Chance für alle Bürgerinnen und Bürger Bergheims! Dort haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit unverbindlich mit Fachleuten Einzelgespräche zum Stadtentwicklungskonzept zu führen, gemeinsam an Ideen zur zukünftigen Stadtentwicklung Bergheims zu forschen und diese aktiv mitzugestalten! Auch für Kinder und Jugendliche ist dieses Angebot eine besondere Möglichkeit ihre Vorstellungen vom zukünftigen Bergheim darzustellen!"
Dem Konzept "Bürger.Mit.Wirkung" und den Aktionen wünsche ich ein gutes Gelingen und intensive Mitwirkung vieler Menschen.
Zur Einladung nach Bergheim: http://www.stek-bergheim.de/
Zum Konzept in Bergheim: http://www.bergheim.de/buerger.mit.wirkung.aspx
Zum Hintergrund von "Zurück in die Zukunft": http://de.wikipedia.org/wiki/Zurück_in_die_Zukunft
Zum Verständnis von Zukunftswerkstatt: http://www.zukunftswerkstaetten-verein.de/dabei-sein/zukunftswerkstatt-verstehen/
Xing logo 18 ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013 Zukunftswerkstätten: Vom Rheinland ins Burgenland
Heute ging das 31. Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten "ZW2017" in Walberberg (Rhein-Sieg-Kreis zwischen Köln und Bonn) zuende. Das kommende Treffen "ZW2018" ist an der ungarisch-kroatisch-deutschen Sprachgrenze geplant: Im Burgenland südlich von Wien. http://de.wikipedia.org/wiki/Burgenland
Sobald der genaue Termin feststeht, wird es hier zu lesen sein (siehe weitere Kommentare unterhalb dieses Beitrags).
Christoph Weinmann Fritz Letsch Susanne Halbig Paul Adrian
+9 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:
Ein lesenswertes Buch zum Thema des Zukunftswerkstätten-Jahrestreffens ZW2018 und ein Autor, der zur Teilnahme gewonnen werden sollte: Thomas Roithner schreibt über "Märkte, Markt und Muskeln - Die Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik Österreichs und der Europäischen Union", verpackt in ein gelungenes Buch-Cover von Karikaturist Gerhard Haderer.
Zum Jahrestreffen-Thema: http://zw2018.coffey.at/our-history/
Xing logo 18 ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013 organisiert das folgende Event: Brücken bauen - Frieden schaffen | 32. Jahrestreffen ZW2018
Mein NightJet-Ticket zum Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten habe ich heute bei den Österreichischen Bundesbahnen gebucht. Köln - Wien für 29,00 € plus 20,00 € fürs Bett im Zug (je Richtung).
Erspart der Umwelt die Treibhausgase! Im Vergleich zum Flugzeug verbraucht der Zug nur ein Viertel soviel Kohlendioxid, ein Siebtel soviel Stickstoffoxide und ein Dreißigstel soviel Feinstaub. Zum Vergleich der Emissionen ausführlich siehe: http://www.vcd.org/themen/klimafreundliche-mobilitaet/verkehrsmittel-im-vergleich/
Und zudem erspart es die Unsicherheit, ob nicht bis dahin die nächste Fluggesellschaft insolvent wird: Erinnert sein an Niki, Monarch, AirBerlin, VLM... und viele mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_Fluggesellschaften .
Wer auch ein Bett im NightJet buchen will, klicke auf: http://www.nightjet.com/reiseziele/deutschland.html
Und wer noch nicht die Teilnahme am Jahrestreffen ZW2018 gebucht hat, findet hier den direkten Link zur Anmeldung: http://zw2018.coffey.at/anmelden/

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013"

  • Gegründet: 29.11.2012
  • Mitglieder: 188
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 262
  • Kommentare: 281