ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013

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Zukunftswerkstätten ermöglichen wegweisende Partizipation. Wir laden ein zu Austausch und Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.

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Zukunftswerkstätten-Moderator:innen aus Krefeld, Duisburg, München, Freiburg, Konstanz, St. Pölten und Salzburg trafen sich am 23. Oktober 2021 in der Robert-Jungk-Bibliothek, um sich über ihre Arbeit und das Zukunftswerkstätten-Netzwerk auszutauschen. Es war ein feines Treffen mit konkreten Ergebnissen.

Einem genussvollen, gemeinsamen Frühstück folgte der Austausch über die eigene Moderationstätigkeit („Meine erste, jüngste und schönste Zukunftswerkstatt“) sowie die Stärken und Grenzen der Methode. Anschließend wurden anstehende Fragen zur Zukunft der Zukunftswerkstatt zusammengetragen und bearbeitet. Am Nachmittag konnten Vorschläge für das Netzwerk „Zukunftswerkstätten“ erarbeitet und Arbeitsaufgaben für die nächste Zeit vergeben werden. Den Abschluss bildete eine Online-Konferenz mit weiteren Mitgliedern der Zukunftswerkstätten-Community. Das Treffen verlief in kollegialer und entspannter Atmosphäre und bot zugleich die Möglichkeit, die Robert-Jungk-Bibliothek als Ort des Begründers der Zukunftswerkstätten kennenzulernen.

Geplant sind für 2022 vier Online-Abende zur Behandlung aufgeworfener Themen: „Erweiterung der Methode und Abgrenzung der Marke Zukunftswerkstatt nach Robert Jungk“, „Erfahrungen mit digitalen Zukunftswerkstätten“, „Gelingende Utopiephase“ sowie „Kollegialer Austausch – Case Clinic“. Im Mai 2022 wird die nächste JBZ-Ausbildung für angehende Zukunftswerkstätten-Moderator:innen stattfinden, im Oktober 2022 das nächste Treffen. Zudem wird ein One-Pager über Zukunftswerkstätten erstellt, auf der JBZ-Homepage wird eine digitale Landkarte über Moderator:innen angelegt. Wir danken allen für das gemeinsame Werken und freuen uns auf das Kommende.

Das Vorbereitungsteam aus Rita Nassen, Wiebke Clausen, Lars Meyer, Ilona Schmuck und Hans Holzinger

Toll, jetzt auch hier dabei zu sein! Liebe Grüße vom ZW-Netzwerktreffen in Salzburg, Henrik

Hallo und herzlich willkommen, Henrik, die internationale Ausrichtung Deiner Website https://www.zukunftsmoderation.com und die englischen Texte gefallen mir sehr. Besonders interessant finde ich das für den Sommer 2022 geplante "Water Festival Freiburg 2022: Transforming Ocean Plastics!" - gerne will ich daran teilnehmen oder mitwirken. Auch mein Team ist gerade viel in internationalen Zusammenhängen und im Thema der globalen Nachhaltigkeitsziele aktiv, zuletzt vor wenigen Tagen auf der von Ohio (USA) gehosteten, virtuellen Konferenz "Evolve: Collaborating for Change" https://evolve4change.com/2021/ , außerdem in einem Erasmus+ Projekt mit Schulen in Portugal, Finnland und Polen und mit dem ¡Change School! Summit mit Klimaaktivisten und Schulen in Kenia, Kolumbien und Siera Leone https://www.youtube.com/watch?v=27-VOzUj1V4 . Ich freue mich, dass Du Teil unseres Netzwerkes wirst.

Sa. 23. Oktober 2021 | Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Salzburg, 9.00 – 19.00 Uhr. Begrenzte Teilnehmendenzahl. Teilnahmebeitrag: € 30,00. Verbindliche Anmeldung bis spätestens 15.10.2021.

Mehr: https://jungk-bibliothek.org/2021/02/04/zukunftswerkstaetten-reloaded-treffen-von-und-fuer-moderatorinnen-und-moderatoren-von-zukunftswerkstaetten-23-10/

Mit besten Grüßen

Hans Holzinger

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Norbert R. Müllert war 1976 Lehrbeauftragter für die gesellschaftlichen Implikationen der Informatik im neu gegründeten Fachbereich 20 (Kybernetik) der Technischen Universität Berlin. Er vertraute mir als jungem Student damals die Leitung des Informatik-Seminars an, weil er es wegen eines dringenden Termins in Bremen einmal nicht selbst durchführen konnte. Später schenkte er mir das von ihm und Robert Jungk geschrieben Buch: "Zukunftswerkstätten - Wege zur Wiederbelebung der Demokratie". Damit legte er erste, wesentliche Meilensteine meiner eigenen beruflichen und persönlichen Entwicklung als Zukunftswerkstatt-Moderator.

Mehrere Jahre habe ich als Tutor in seinem Team mitgearbeitet, und Ende der 1980er-Jahre habe ich mit ihm ein Zukunftswerkstätten-Projekt zu Technikfolgen durchgeführt. Danke, Norbert, für Hunderte von Begegnungen mit Dir, beruflich und privat, auf den Zukunftswerkstätten-Jahrestreffen und beim Wandern durch die Almbachklamm... Es ist so schade, dass Deine Inspiration und Tatkraft nun nur noch in der Erinnerung an Dich weiterlebt.

Für die nächsten Wochen nehme ich mir vor, einmal in Bücherregalen und Internetquellen nach Norbert R. Müllert Ausschau zu halten. Und soeben wurde ich schon fündig mit "Technologie und Politik: Das Magazin zur Wachstumskrise" Band 11 (rororo aktuell 1978). Im ersten Kapitel von ihm geschrieben: "Sanfte Technik, sanfte Gesellschaft? Ein Beitrag zu Veränderungschancen in der Industriegesellschaft." Klingt auch 43 Jahre später ziemlich aktuell.

Danke, Stephan, für diesen persönlichen Nachruf auf Nobert Müllert. Das von ihm gemeinsam mit Robert Jungk verfasste Buch "Zukunftswerkstätten" hat auch nichts von seiner Aktualität eingebüßt! Gerne setze ich zu unserem Nachruf auf www.jungk-bibliothek.org einen Link!

>Unser Kollege und Gruppenmitglied seit 2013 Dr. Lars Meyer aus Krefeld bittet um Verbreitung:

"Liebe Zukunftswerkstatt-Kolleg*innen,

mich erreichte folgende Anfrage, die ich selber nicht mehr bedienen kann, aber für eine Aufgabe halte, die wirklich lohnenswert und sinnvoll ist, auch mit und um Zukunftswerkstatt herum, unseren Beitrag zu Demokratie im Stadtteil umzusetzen.

Kurz Info:

Kurz zu PartQ: Das Projekt hat zum Ziel, die Entwicklung und Umsetzung von Ansätzen der aufsuchenden politischen Bildung in Quartieren zu begleiten und zu evaluieren, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Radikalisierungstendenzen entgegenzuwirken. Wir arbeiten dafür in sechs Modellquartieren, in denen wir lokale Akteur*innen vor Ort (u.a. finanziell) dabei unterstützen, Teilprojekte durchzuführen. Ihr findet eine ausführlichere Projektbeschreibung auf der Webseite https://minor-wissenschaft.de/partq/ sowie im Anhang https://www.dropbox.com/s/t4yip9stwhx9wjm/PartQ_Projektberatung_Angebotsanfrage_21-06-15.pdf?dl=0 .

Wir suchen zwei Personen, die uns für die lokale Arbeit in Duisburg-Neuenkamp (Nordrhein-Westfalen) und Braunschweig-Weststadt (Niedersachsen) unterstützen können. Es geht konkreter darum, Kontakt mit den Projektpartner*innen (Wohnungsunternehmen, Quartiersmanagements) zu pflegen und die Träger der Partizipationsprojekte in der Konzipierung und der Umsetzung zu begleiten. Es bedeutet einen regelmäßigen Austausch mit den Akteur*innen vor Ort sowie mit dem Projektteam. Dazu kommt die Beteiligung an einer Partizipationswerkstatt im Quartier, um Ideen für Partizipationsprojekte zu entwickeln, eine Unterstützung des quartiersübergreifenden Austauschs im Rahmen unseres Praxisforums und der Evaluierung der Partizipationsprojekte.

Die Personen sollten also am besten in der Nähe von Duisburg (z. B. im Ruhrgebiet) bzw. Braunschweig (z. B. in Hannover) wohnen – es ist nicht notwendig, dass die Personen direkt dort wohnen, wenn sie bereit sind, ab und zu dahin zu fahren. Für den Auftrag suchen wir Personen, die v. a. starke Kommunikationskompetenzen haben. Vorerfahrungen in der politischen Bildung sind aber natürlich ganz klar von Vorteil.

Die Honorarverträge werden von Juli 2021 bis Dezember 2022 laufen. Für die gesamte Laufzeit haben wir ein Budget von 8.000€ pro Modellquartier (4.000€ pro Jahr) für ca. 200 Stunden (100 Stunden pro Jahr)."

>Kontaktaufnahme und Fragen, siehe Webseite bzw. gerne könnt ihr auch mich (Dr. Lars Meyer http://www.werkstatt-meyer.de ) kontaktieren.

Zukunftswerkstätten sind eine wegweisende soziale Erfindung. In einer Zukunftswerkstatt können Menschen jeden Alters, jeder Bildung und Herkunft an der Zukunft mitgestalten. Zukunftswerkstätten vermitteln gegenseitige Wertschätzung und interkulturelle Teilhabe, wenden sich gegen Dominanz von Expertentum, gegen Diskriminierung und Fremdbestimmung. Sie laden ein, im Dialog auf Augenhöhe gemeinsame Interessen und Möglichkeiten zu erkennen. Sie ermutigen dazu, Zukunftsentwicklungen selbstbestimmt und gemeinsam zu fördern.

Zukunftswerkstätten finden beispielsweise in Form von Seminaren, Workshops, in Planungsverfahren, Bürgerbeteiligungen, Innovationsfindungen, als Teil von Fachkonferenzen, Organisationsentwicklungen und Schulentwicklungsprozessen statt. Sie sind kreativ und ergebnisoffen, orientieren sich an den vorhandenen Ressourcen und ermutigen zur Mitwirkung wie kaum eine andere Beteiligungsmethode. Ein Team aus kompetenten Moderatorinnen und Moderatoren setzt die Spielregeln des Dialogs, sorgt für eine respektvolle Arbeitsatmosphäre und eine wertschätzende Arbeitshaltung.

Die Moderation dieser Gruppe kennt die Zukunftswerkstatt als vielseitiges und sich weiter entwickendes Konzept, das sich auf Robert Jungk (1913 - 1994) gründet. Ihm, dem Wissenschaftsjournalisten und Zukunftsforscher, war es wichtig, besonders die Menschen, die sonst nicht gefragt werden, zu beteiligen. Sie sollen befähigt werden, als Expertinnen und Experten in eigener Sache die Demokratie wiederzubeleben.

Diese XING-Gruppe soll die Einladungen und Dokumentation der Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten seit 1987 unterstützen und das Zukunftswerkstatt-Konzept verbreiten. Die über zehn Jahre gewachsenen Arbeit an der ZWnetz-Website zur Vernetzung von Zukunftswerkstätten (2003-2012) http://www.zwnetz.de wird so (seit 2013) unter Beteiligung vieler Menschen mit Interesse an Partizipation und Moderation fortgesetzt.