ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013

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Zukunftswerkstätten ermöglichen wegweisende Partizipation. Wir laden ein zu Austausch und Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.

Norbert R. Müllert war 1976 Lehrbeauftragter für die gesellschaftlichen Implikationen der Informatik im neu gegründeten Fachbereich 20 (Kybernetik) der Technischen Universität Berlin. Er vertraute mir als jungem Student damals die Leitung des Informatik-Seminars an, weil er es wegen eines dringenden Termins in Bremen einmal nicht selbst durchführen konnte. Später schenkte er mir das von ihm und Robert Jungk geschrieben Buch: "Zukunftswerkstätten - Wege zur Wiederbelebung der Demokratie". Damit legte er erste, wesentliche Meilensteine meiner eigenen beruflichen und persönlichen Entwicklung als Zukunftswerkstatt-Moderator.

Mehrere Jahre habe ich als Tutor in seinem Team mitgearbeitet, und Ende der 1980er-Jahre habe ich mit ihm ein Zukunftswerkstätten-Projekt zu Technikfolgen durchgeführt. Danke, Norbert, für Hunderte von Begegnungen mit Dir, beruflich und privat, auf den Zukunftswerkstätten-Jahrestreffen und beim Wandern durch die Almbachklamm... Es ist so schade, dass Deine Inspiration und Tatkraft nun nur noch in der Erinnerung an Dich weiterlebt.

Für die nächsten Wochen nehme ich mir vor, einmal in Bücherregalen und Internetquellen nach Norbert R. Müllert Ausschau zu halten. Und soeben wurde ich schon fündig mit "Technologie und Politik: Das Magazin zur Wachstumskrise" Band 11 (rororo aktuell 1978). Im ersten Kapitel von ihm geschrieben: "Sanfte Technik, sanfte Gesellschaft? Ein Beitrag zu Veränderungschancen in der Industriegesellschaft." Klingt auch 43 Jahre später ziemlich aktuell.

Danke, Stephan, für diesen persönlichen Nachruf auf Nobert Müllert. Das von ihm gemeinsam mit Robert Jungk verfasste Buch "Zukunftswerkstätten" hat auch nichts von seiner Aktualität eingebüßt! Gerne setze ich zu unserem Nachruf auf www.jungk-bibliothek.org einen Link!

>Unser Kollege und Gruppenmitglied seit 2013 Dr. Lars Meyer aus Krefeld bittet um Verbreitung:

"Liebe Zukunftswerkstatt-Kolleg*innen,

mich erreichte folgende Anfrage, die ich selber nicht mehr bedienen kann, aber für eine Aufgabe halte, die wirklich lohnenswert und sinnvoll ist, auch mit und um Zukunftswerkstatt herum, unseren Beitrag zu Demokratie im Stadtteil umzusetzen.

Kurz Info:

Kurz zu PartQ: Das Projekt hat zum Ziel, die Entwicklung und Umsetzung von Ansätzen der aufsuchenden politischen Bildung in Quartieren zu begleiten und zu evaluieren, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Radikalisierungstendenzen entgegenzuwirken. Wir arbeiten dafür in sechs Modellquartieren, in denen wir lokale Akteur*innen vor Ort (u.a. finanziell) dabei unterstützen, Teilprojekte durchzuführen. Ihr findet eine ausführlichere Projektbeschreibung auf der Webseite https://minor-wissenschaft.de/partq/ sowie im Anhang https://www.dropbox.com/s/t4yip9stwhx9wjm/PartQ_Projektberatung_Angebotsanfrage_21-06-15.pdf?dl=0 .

Wir suchen zwei Personen, die uns für die lokale Arbeit in Duisburg-Neuenkamp (Nordrhein-Westfalen) und Braunschweig-Weststadt (Niedersachsen) unterstützen können. Es geht konkreter darum, Kontakt mit den Projektpartner*innen (Wohnungsunternehmen, Quartiersmanagements) zu pflegen und die Träger der Partizipationsprojekte in der Konzipierung und der Umsetzung zu begleiten. Es bedeutet einen regelmäßigen Austausch mit den Akteur*innen vor Ort sowie mit dem Projektteam. Dazu kommt die Beteiligung an einer Partizipationswerkstatt im Quartier, um Ideen für Partizipationsprojekte zu entwickeln, eine Unterstützung des quartiersübergreifenden Austauschs im Rahmen unseres Praxisforums und der Evaluierung der Partizipationsprojekte.

Die Personen sollten also am besten in der Nähe von Duisburg (z. B. im Ruhrgebiet) bzw. Braunschweig (z. B. in Hannover) wohnen – es ist nicht notwendig, dass die Personen direkt dort wohnen, wenn sie bereit sind, ab und zu dahin zu fahren. Für den Auftrag suchen wir Personen, die v. a. starke Kommunikationskompetenzen haben. Vorerfahrungen in der politischen Bildung sind aber natürlich ganz klar von Vorteil.

Die Honorarverträge werden von Juli 2021 bis Dezember 2022 laufen. Für die gesamte Laufzeit haben wir ein Budget von 8.000€ pro Modellquartier (4.000€ pro Jahr) für ca. 200 Stunden (100 Stunden pro Jahr)."

>Kontaktaufnahme und Fragen, siehe Webseite bzw. gerne könnt ihr auch mich (Dr. Lars Meyer http://www.werkstatt-meyer.de ) kontaktieren.

Einladung zum Online-Frühschoppen am Sonntag 02. Mai 2021 ab 12:00 Uhr. Austausch und Vernetzung via Zoom-Meeting anstelle des üblicherweise am ersten Maiwochenende stattfindenden Jahresteffens von Zukunftswerkstätten. Offen auch für neu Interessierte. Eine Anmeldung durch Nachricht via XING ist bis eine Stunde vorher möglich.

Je nach Größe der Teilnehmenden-Gruppe lassen sich spontan phasenweise auch Kleingruppen (sogenannte Breakout-Rooms) einrichten. Allen Teilnehmenden wird ermöglicht, Bildschirm-Inhalte mit anderen zu teilen. Mikrofone und Kameras sind offen, eine reine Zuschauer:innen-Rolle ist nicht vorgesehen. Alle können mitgestalten. Flinga-Whiteboards stehen für virtuelle Notizen bereit. Ansonsten ergibt sich die Tagesordnung ganz spontan und ohne Vorgaben.

Das Motto heißt: "Auf Zukunftskurs durch die Pandemie - Welche Orte sozialer Problemlösungen steuern wir an?"

>>"Zukunftswerkstätten sind Orte sozialer Problemlösungen. Wir gehen davon aus, dass Menschen in der Lage sind, für die sie betreffenden Probleme Lösungen zu finden, die oft den Expert:innen-Lösungen überlegen sind, da sie die vielfältigen Facetten eines Problems beinhalten. [...] Meist liegen Problemlösungen eher auf der sozialen als auf der technischen Ebene, sie zielen ab auf verstärkte direkte Kommunikation, Selbstgestaltung und Demokratisierung."

>>Geschrieben von Horst Mauer, Klaus Schirra (Berlin 1993); Rechtschreibung wurde an aktuelle Gepflogenheiten 2021 angepasst.

Save the date! Einladung zum zweiten Online-Frühschoppen 2021 im Netzwerk von Zukunftswerkstätten wieder am Sonntag, 13. Juni 2021 ab 12:00 Uhr. Details werden rechtzeitig hier veröffentlicht. Leseempfehlung bis dahin: https://www.rubikon.news/artikel/ursache-zukunft
Terminverschiebung! Am 13. Juni werde ich - kurzfristig erst festgemacht - eine Zukunftswerkstatt moderieren, deshalb wird der Zukunftswerkstätten-Frühschoppen erst am 20. Juni 2021 stattfinden. Weitere Details folgen. Ein interessantes Buch empfiehlt Helmut Peters: "Künstliches Zeitalter: Vorhersagen für Ultramenschen, Roboter und andere intelligente Wesen" von Gissel Velarde. Stimmen zum Buch: “Originell, informativ und leicht zu lesen. Ein guter Leitfaden, um die Zukunft zu verstehen und sich ihr zu stellen.” (Carlota Perez) , “Eine sehr menschliche und natürliche Vision des neuen künstlichen Zeitalters.” (Isabel Barbancho). Im April 2021 im Prica-Verlag Düsseldorf erschienen, ISBN 978-3948861032, Leseprobe: https://www.amazon.de/K%C3%BCnstliches-Zeitalter-Vorhersagen-Ultramenschen-intelligente/dp/394886103X/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=k%C3%BCnstliches+zeitalter&qid=1622492292&s=books&sr=1-1&asin=394886103X&revisionId=&format=4&depth=1

Kristina Nauditt, argo-team bietet vom 18.8. bis 20.8.2021 in der Stratum Lounge in Berlin eine ZW-Fortbildung an. Infos: www.argo-team.de

Kristina Nauditt bietet vom 26.4. bis 28.4. in der Stratum Lounge in Berlin eine ZW-Fortbildung an. Infos: www.argo-team.de Die Ausbildung "Zukunftswerkstätten gekonnt anleiten" in der Robert-Jungk-Bibliothek in Salzburg findet am 17/18. Sept. und 1."2. Okt 2021 statt. https://jungk-bibliothek.org/2020/12/15/betroffene-zu-beteiligten-machen-zukunftswerkstaetten-gekonnt-anleiten-ausbildung-2021-der-robert-jungk-bibliothek/

Zukunftswerkstätten sind eine wegweisende soziale Erfindung. In einer Zukunftswerkstatt können Menschen jeden Alters, jeder Bildung und Herkunft an der Zukunft mitgestalten. Zukunftswerkstätten vermitteln gegenseitige Wertschätzung und interkulturelle Teilhabe, wenden sich gegen Dominanz von Expertentum, gegen Diskriminierung und Fremdbestimmung. Sie laden ein, im Dialog auf Augenhöhe gemeinsame Interessen und Möglichkeiten zu erkennen. Sie ermutigen dazu, Zukunftsentwicklungen selbstbestimmt und gemeinsam zu fördern.

Zukunftswerkstätten finden beispielsweise in Form von Seminaren, Workshops, in Planungsverfahren, Bürgerbeteiligungen, Innovationsfindungen, als Teil von Fachkonferenzen, Organisationsentwicklungen und Schulentwicklungsprozessen statt. Sie sind kreativ und ergebnisoffen, orientieren sich an den vorhandenen Ressourcen und ermutigen zur Mitwirkung wie kaum eine andere Beteiligungsmethode. Ein Team aus kompetenten Moderatorinnen und Moderatoren setzt die Spielregeln des Dialogs, sorgt für eine respektvolle Arbeitsatmosphäre und eine wertschätzende Arbeitshaltung.

Die Moderation dieser Gruppe kennt die Zukunftswerkstatt als vielseitiges und sich weiter entwickendes Konzept, das sich auf Robert Jungk (1913 - 1994) gründet. Ihm, dem Wissenschaftsjournalisten und Zukunftsforscher, war es wichtig, besonders die Menschen, die sonst nicht gefragt werden, zu beteiligen. Sie sollen befähigt werden, als Expertinnen und Experten in eigener Sache die Demokratie wiederzubeleben.

Diese XING-Gruppe soll die Einladungen und Dokumentation der Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten seit 1987 unterstützen und das Zukunftswerkstatt-Konzept verbreiten. Die über zehn Jahre gewachsenen Arbeit an der ZWnetz-Website zur Vernetzung von Zukunftswerkstätten (2003-2012) http://www.zwnetz.de wird so (seit 2013) unter Beteiligung vieler Menschen mit Interesse an Partizipation und Moderation fortgesetzt.