ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013

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Zukunftswerkstätten ermöglichen wegweisende Partizipation. Wir laden ein zu Austausch und Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.

Kristina Nauditt bietet vom 26.4. bis 28.4. in der Stratum Lounge in Berlin eine ZW-Fortbildung an. Infos: www.argo-team.de Die Ausbildung "Zukunftswerkstätten gekonnt anleiten" in der Robert-Jungk-Bibliothek in Salzburg findet am 17/18. Sept. und 1."2. Okt 2021 statt. https://jungk-bibliothek.org/2020/12/15/betroffene-zu-beteiligten-machen-zukunftswerkstaetten-gekonnt-anleiten-ausbildung-2021-der-robert-jungk-bibliothek/

Über hundert Zukunftswerkstätten hat das Team der JBZ bereits umgesetzt. 40 Organisationen, mit den wir im letzten Jahrzehnt Werkstätten durchführen konnten, baten wir Ende 2020 um Rückmeldungen. 26 Personen beantworteten die insgesamt 8 Fragen. Das zentrale Ergebnis: Die Zukunftswerkstätten wurden zu einem überwiegend Teil sehr positiv bewertet. Die Mehrzahl der Antworteten gaben an, dass es sich gelohnt hat, die Zukunftswerkstatt die richtige Methode für ihr Anliegen war und dass sie die Methode weiterempfehlen würden. Am meisten in Erinnerung geblieben ist die Utopie- bzw. Ideenfindungsphase. Als Schwachpunkt wurde angeführt, dass die in der Umsetzungsphase entwickelten Ideen nur zum Teil umgesetzt werden konnten. Dies legt nahe, dass eine Nachbetreuung nach der Zukunftswerkstatt Sinn machen würde. Zu überlegen ist auch, wie die Energie aus der Phantasiephase noch stärker in die Umsetzung in der Praxis mitgenommen werden kann.

Das Umfragetool wurde gemeinsam mit unserem Robert-Jungk-Stipendiaten Jonas Drechsel entwickelt. Ihm und allen Mitwirkenden an der Umfrage gilt unser herzlicher Dank. Im Folgenden werden die Ergebnisse im Detail wiedergegeben.

Hier die Ergebnisse: https://jungk-bibliothek.org/2021/01/07/jbz-zukunftswerkstaetten-als-sehr-erfolgreich-beurteilt-ergebnisse-einer-online-umfrage/

Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) arbeitet seit gut 30 Jahren mit der Methode Zukunftswerkstatt und hat diese – basierend auf zahlreichen Erfahrungen und der Integration neuer Elemente – laufend erweitert.

Nun laden wir herzlich zur mittlerweile zweiten Ausbildung zur Moderation von Zukunftswerkstätten ein – derzeit die einzige im deutschen Sprachraum.

Dauer: 17. Sept. 2021 16.00-20.00 Uhr | 18. Sept. 2021 9.00-18.00 Uhr

1. Okt. 2021 16.00-20.00 Uhr | 2. Okt. 2021 9.00-18.00 Uhr

Mehr: https://jungk-bibliothek.org/2020/11/10/zukunftswerkstaetten-gekonnt-anleiten-moderationsausbildung-2021/

Anmeldung: https://jungk-bibliothek.org/preise-anmeldung/

Die Me­tho­de Zu­kunfts­werk­statt hilft Chö­ren, ge­mein­sam kre­a­ti­ve Lö­sun­gen zu fin­den. Ein Arti­kel des parto-Geschäftsführers Ste­phan G. Gef­fers für die Zeit­schrift Chor­zeit – Das Vo­kal­ma­ga­zin. http://www.part-o.de/themen-und-aufgaben/chorzeit/

>>Sich am Ge­lin­gen eines Cho­res zu be­tei­li­gen ist na­tur­ge­mäß mit vie­len Emo­tio­nen ver­bun­den. Da sind ho­he An­for­de­run­gen an die Kom­mu­ni­ka­tions­kul­tur und die Ent­schei­dungs­pro­zes­se ge­fragt. Wer wählt un­se­re Lie­der aus? Wie ver­bes­sern wir die Qua­li­tät un­se­rer Auf­trit­te? Wann pas­sen Pro­ben- und Auf­tritts-Ter­mi­ne in mei­nen All­tag? Wer­de ich hier wahr­ge­nom­men als Mensch oder nur als Stimm­la­ge? Wel­che Wer­te einen oder tren­nen uns? Wel­che Selbst­ver­ant­wor­tung wird mir zu­ge­traut und wo will ich Ver­ant­wor­tung ab­ge­ben? Wo kom­men wir aus dem Druck he­raus?

>>Seit 2010 ver­brei­tet sich die Zukunftswerkstatt als me­tho­di­sches Be­tei­li­gungs­in­stru­ment auch in Chö­ren. Es be­sticht da­mit, in zwei Ta­gen in­ten­si­ver Zu­sam­men­ar­beit Pro­ble­me "ver­flüs­si­gen" zu kön­nen, die mit­un­ter seit Mo­na­ten die Zu­kunfts­ent­wick­lung aus­brem­sen. Eine Chor-Zu­kunfts­werk­statt er­mög­licht es al­len ge­mein­sam kon­zen­triert an einer brei­ten The­men­pa­let­te zu ar­bei­ten. Geleitet von einem Mo­de­ra­tions-Team, das mit of­fe­ner und all­par­tei­li­cher Hal­tung durch die Zu­kunfts­werk­statt lenkt, wer­den mit fünf­und­zwan­zig oder fünf­zig oder so­gar mit hun­dert Men­schen zu­gleich Ver­stän­di­gung und Mo­ti­va­tion zu einer Viel­zahl von Fra­gen er­zielt...

Im Magazin ZEIT ONLINE berichtet Eike Kühl über eine Zukunftswette aus dem Jahr 1995. Damals fand das Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten in Dortmund statt, organisiert vom Forum Eltern & Schule https://www.weiterbildung-fuer-schulen.de .

>> Wetten, wir leben noch? 1995 treffen sich ein Optimist und ein Pessimist. Beide setzen 1.000 Dollar: Wird bis 2020 die Gesellschaft durch Computer und Technik zerstört werden? Nun war Zahltag.

Der Spannungsbogen der Wette konzentrierte sich auf drei Bereiche:

1. Ökonomischer Kollaps - ökonomische Stabilität

2. Weltweite Umweltkatastrophe - technologisch gesichertes Überleben

3. Wachsende soziale Ungleichheit - globaler Wohlstand

Wie hätten Sie entschieden, wer die Wette gewonnen hat?

Hier ist der Artikel zu finden: https://www.zeit.de/digital/internet/2021-01/technologie-entwicklung-computer-soziale-veraenderungen-auswirkungen/komplettansicht

Zukunftswerkstätten sind eine wegweisende soziale Erfindung. In einer Zukunftswerkstatt können Menschen jeden Alters, jeder Bildung und Herkunft an der Zukunft mitgestalten. Zukunftswerkstätten vermitteln gegenseitige Wertschätzung und interkulturelle Teilhabe, wenden sich gegen Dominanz von Expertentum, gegen Diskriminierung und Fremdbestimmung. Sie laden ein, im Dialog auf Augenhöhe gemeinsame Interessen und Möglichkeiten zu erkennen. Sie ermutigen dazu, Zukunftsentwicklungen selbstbestimmt und gemeinsam zu fördern.

Zukunftswerkstätten finden beispielsweise in Form von Seminaren, Workshops, in Planungsverfahren, Bürgerbeteiligungen, Innovationsfindungen, als Teil von Fachkonferenzen, Organisationsentwicklungen und Schulentwicklungsprozessen statt. Sie sind kreativ und ergebnisoffen, orientieren sich an den vorhandenen Ressourcen und ermutigen zur Mitwirkung wie kaum eine andere Beteiligungsmethode. Ein Team aus kompetenten Moderatorinnen und Moderatoren setzt die Spielregeln des Dialogs, sorgt für eine respektvolle Arbeitsatmosphäre und eine wertschätzende Arbeitshaltung.

Die Moderation dieser Gruppe kennt die Zukunftswerkstatt als vielseitiges und sich weiter entwickendes Konzept, das sich auf Robert Jungk (1913 - 1994) gründet. Ihm, dem Wissenschaftsjournalisten und Zukunftsforscher, war es wichtig, besonders die Menschen, die sonst nicht gefragt werden, zu beteiligen. Sie sollen befähigt werden, als Expertinnen und Experten in eigener Sache die Demokratie wiederzubeleben.

Diese XING-Gruppe soll die Einladungen und Dokumentation der Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten seit 1987 unterstützen und das Zukunftswerkstatt-Konzept verbreiten. Die über zehn Jahre gewachsenen Arbeit an der ZWnetz-Website zur Vernetzung von Zukunftswerkstätten (2003-2012) http://www.zwnetz.de wird so (seit 2013) unter Beteiligung vieler Menschen mit Interesse an Partizipation und Moderation fortgesetzt.