Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Getreu dem Motto habe ich eine Liste zusammengestellt, wie man sich als Freelancer/Unternehmer am besten selbst im Weg steht.
1. Niemals bei Angeboten nachhaken. Die Kunden melden sich schon.
2. Sich nicht bei früheren Kunden melden. Die wissen sie ja, bei wem sie anrufen müssen.
3. Bei Absagen nicht mit dem Gegenüber in Kontakt bleiben. Er/sie hat ja klar gemacht, dass kein Interesse besteht.
4. Nicht auf Networking-Veranstaltungen gehen.
5. Über Kaltakquise an neue Kunden kommen, am besten größere Unternehmen. Weil man nicht gleich den Ansprechpartner auf XING findet und die Empfangsdamen einen nicht weiterhelfen, dauert es eben etwas länger, aber egal.
6. Wert darauf legen, dass alles perfekt ist. Lieber noch etwas warten, bevor es online gestellt wird (E-Book, Webseite usw.) oder bevor man mit der Akquise beginnt.
7. Sich viel Zeit nehmen, um den perfekten Namen für das Unternehmen oder Produkt zu finden.
8. Gefühl haben, noch nicht soweit zu sein. Erst einmal viele Kurse besuchen und Bücher lesen. Um Projekte kümmert man sich später.
9. Überzeugt sein, noch nicht gegügend Referenzen zu haben. Daher bietet man seine Leistungen kostenlos oder sehr günstig an. Danach kann man immer noch die Preise anheben.
10. Sich auf seinen Lorbeeren ausruhen. Gewinnt man einen neuen Kunden, gönnt man sich erst mal eine Auszeit, anstatt den Schwung zu nutzen.
11. Effektivität und Fokus ist alles. Daher probiert man zahlreiche Produktivitäts-Tools aus, um in Zukunft noch effektiver arbeiten zu können. Gleichzeitig legt man To-Do-Listen an, die man konsequent abarbeiten wird.
12. Den Stundensatz nicht erhöhen. Lieber unter Wert verkaufen. Die Kunden sind sowieso nicht bereit mehr zu zahlen.
13. Viel Zeit mit Leuten verbringen, die ebenfalls Probleme haben, die richtigen Kunden zu finden. Schließlich ist geteiltes Leid, halbes Leid, oder?
14. Verkaufen für anrüchig halten. Es ist gut, dass es wenigstens ein paar Leute gibt, die ihren Kunden nichts andrehen oder aufschwätzen wollen.
15. Auf sein Gefühl und die Tagesform achten. Falls man nicht in der Stimmung ist Akquise zu machen, lieber bis morgen warten.
16. Seine Zielgruppe nicht definieren. Alle können doch die Leistung/das Produkt brauchen.
17. Sich keine Gedanken machen, was die Kunden wollen bzw. explizit nachfragen. Die meisten haben eh keinen Plan.
18. Keine Ziele definieren.
19. Kein Geld in Vertriebsseminare oder -bücher investieren. Sind eh alles Schwätzer. Und außerdem sind meine Leistungen so speziell ...
20. Nicht schauen, was die Konkurrenz macht. Ist sowieso komisch, dass sich solche Leute überhaupt halten können.
21. Viele Dinge gleichzeitig ausprobieren. Irgendwas wird schon klappen.
Diese Liste ist sicherlich nicht vollständig, daher freue ich mich sehr über weiteren Input.