Amazon ist der weltweit größte und einer der beliebtesten Onlinehändler. Dass das Unternehmen deshalb nicht weniger präsent im Einzelhandel ist, hat es bereits vor einigen Monaten bewiesen.
Damals kündigte das Unternehmen eigene Pop-Up-Stores an, sprich die Eröffnung kurzfristiger Einzelhandelsgeschäfte auf leerstehenden Ladenflächen - offline, versteht sich, und somit zunächst untypisch für einen Vorreiter des E-Commerce wie Amazon. In diesen Pop-Up-Stores sollten ausschließlich Amazon-Geräte und -Dienste präsentiert werden.
Inzwischen gibt es neben den zahlreichen stationären Amazon Filialen bereits über 90 Amazon Pop-Up-Stores in großen Metropolen wie New York, Madrid und Berlin. Letztere sollen jedoch alle bis Ende April wieder schließen, berichtet das Wall Street Journal.* Nicht der Misserfolg des Projekts sei der Grund hierfür, sondern vielmehr Amazons strategische Vorgehensweise. Das Unternehmen wolle seinen Fokus nun verstärkt auf seine stationären Ladenketten wie Amazon Books und Amazon 4-Star setzen. Die investierten Ressourcen in das Projekt der Pop-Up-Stores sind dabei keine verlorene Liebesmüh, sondern finden sich vielmehr in dem inzwischen etablierten, eigenständigen Unternehmensbereich Amazon Physical Stores als wertvolle Erfahrungswerte wieder.
Damit steht zumindest eines fest: Amazons vermeintlicher Rückzug aus dem Einzelhandel lässt sich durch die Schließung der Popup-Stores allein zumindest nicht bestätigen.