Herr M.H. aus Frankfurt am Main schrieb mir am 7. April 2008
Lieber Uwe, ich las Deinen Blog vorhin. Eine adelige Frau mit "gnädige Frau" anzusprechen, lernte ich, gehöre sich nicht, das mache man nur bei bürgerlichen. Oder?
Meine Antwort:
Nein, mein Guter, da muss man differenzieren:
Briefadel (einfacher Adel, nur mit „von“):
Clothilde von Witzleben - Anrede: "Gnädige Frau"
Frieda Freifrau v. Fritsch - Anrede: Entweder "Gnädige Frau" oder "Baronin" (beides in
Ordnung)
Giesela Gräfin v. Lambsdorff - Anrede: "Gräfin"
Wilhelmine Prinzessin v. Hohenzollern - Anrede: "Prinzessin".
Während man die entsprechenden Ehemänner mit "Hallo, Graf Lambsdorff", "Guten Tag Baron Fritsch", "Auf Wiedersehen Prinz Hohenzollern" (immer ohne "von", aber mit ihrem Titel und Namen) anspricht und anschreibt, "Sehr geehrter Graf Lambsdorff",
lässt man bei den Frauen den eigentlichen Namen weg:
"Alles Gute, Gräfin, und noch ein schönes Wochenende!" - „Schön, Sie wieder zu sehen, Prinzessin!“ oder im Brief: „Hoch verehrte, liebe Baronin“, „sehr verehrte Gräfin“.
Herzlichst,
Ihr
Uwe Fenner
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