verfolge ich die Ereignisse um S 21 schon lange und mit zunehmender Aufmerksamkeit, spätestens seit Minister Heribert R. die Sprinkler-Anlage neu erfunden hat (Sprühregen).
Zugegeben, da spielt auch etwas Verteilungssorge mit, wenn ich an den Ausbau der Rheintalbahn denke (NEAT). Ein Projekt übrigens, bei dem man sich um die Einhaltung völkerrechtsrelevanter Verträge sehr wenig Sorgen zu machen scheint, dem aber von seinem Infrastruktur-Wert außerordentlich hohe Bedeutung zukommt.
Von Haus aus eher liberal-konservativ, hat die Vorgehensweise unserer Landesregierung auch starke Zweifel in mir geweckt, ob repräsentative Demokratie denn nun bedeuten muß, daß man von Leuten repräsentiert wird, denen man weder einen Staubsauger noch eine Versicherungspolice abkaufen würde und deren Volksnähe sich darauf beschränkt, alle 4 bzw. 5 Jahre um ein Wahlkreuz zu bitten und in der Zwischenzeit zu kungeln, zu mauscheln und gelegentlich Weinprinzessinnen zu küssen. Daraus folgert allerdings ein mittlerweile gesundes Mißtrauen gegen Funktionärsdemokraten aller Couleur.
Die spannende Frage, ob Regierungen auf Bundes- oder Landesebene steuerfinanzierte Projekte ohne Rücksicht auf Kostenwahrheit, Effizienz und Nachhaltigkeit durchboxen können (bzw. dürfen) wirft ebenso die Frage nach der sog. Legitimation ("das am besten geplante und durchgerechnete Projekt aller Zeiten") auf wie die Frage, in welcher Form eine "basisdemokratische" Willensbildung -vor allem praktisch- realisierbar ist.
Soweit meine Motivation, mich Ihrer Gruppe anzuschliessen. Wer ich bin und was ich tue, können Sie bei Interesse xing-typisch auf meinem Profil nachlesen.
Bitte sehen Sie mir nach, wenn diese Vorstellung etwas länger geraten ist. Wenn es um Milliarden geht, kann man nicht immer mit Worten geizen.
Gruß aus Kehl am Rhein,
Horst Dettweiler