Auditoren sind (oft) nicht wertschöpfend

Meiner ganz persönlichen Ansicht nach herrscht bisweilen eine Diskrepanz zwischen dem Auftrag den Auditoren haben sollten und dem, wie sie ihren entsprechenden Einfluss gegenüber auditierten Unternehmen und Abteilungen einsetzen.

https://q-enthusiast.de/welche-aufgabe-hat-ein-auditor/

Ich habe meine eigene Theorie woran das unter anderem liegen könnte. Wenn Sie den Beitrag gelesen bzw. gehört haben, bin ich für Diskussionen hier in der Gruppe jederzeit offen.

Enthusiastische Grüße

Florian Frankl

Hallo Herr Frankl Ich kann Ihnen in einigen Punkten recht geben, ich finde ihre These aber etwas zu kurz gedacht. Für eine gewisse Anzahl von Unternehmen ist das QM nur Mittel zum Zweck das Zertifikat zu erhalten. Die Zertifizierung an sich wird gemacht, weil es Kundenforderung ist oder die Stellung am Markt verbessert. => das Unternehmen selber erkennt den Benefit des QM nicht. In solchen Fällen sind Audits auch eine große Belastung, generieren Arbeit für Vorbereitung und Stress im Unternehmen, weil die Prozesse nicht gelebt werden, sondern dem Auditor zum Wohlwollen während des Audits präsentiert werden. Diese "Show" erkennt ein Auditor und es weckt den Jagdtrieb. Ein solches Unternehmen empfindet ein Audit immer als "Jagd" bzw. unangenehm und es ist egal mit welcher Intention der Auditor die Konformität des QM überprüft (...die Abweichungen sucht). Hier komme ich zu einem weiteren Punkt, es ist entscheidend mit welcher Intention ein Auditor in ein Audit startet. Soll ein Status Quo erhoben werden, soll eine Abstellmaßnahme aus einer Abweichung überprüft werden oder soll eine Fehler-Ursachen- bzw. (Optimierungs-)Potenialanalyse durchgeführt werden. Das beeinflusst die Voreinstellung von Auditor und Auditiertem sowie den Ablauf und die Wahrnehmung des Audits. es bedarf also beider Seiten um den Wert des Audits zu erhöhen, das Aufdecken einer Abweichung darf nicht als Angriff gewertet werden, richtig ist aber, dass die notierte Abweichung gerechtfertigt sein muss und dass, wenn, es eine Abweichung zu einer von beiden Seiten akzeptierten und verstandenen Referenz ist. Mit freundlichen Grüßen Thomas Wendt
Hallo Herr Frankl, so wie Hr. Wendt geschrieben hat, meine ich es auch: zu kurz gedacht. Ein Auditor muss immer eine klare Zielsetzung haben, diese kommt vom Auftraggeber--intern oder extern. Und wenn man über 3rd party Audits spricht, dann ist die auditierte Organisation eigentlich der Kunde... Bzgl. Auditoren von OEM´s: manchmal haben diese gar keine Auditorenqualifikation---eigene Erfahrungen damit gemacht. Es gibt ja auch Unterschiede zwischen System- und Prozessaudits...Die oberste Leitung trägt Rechenschaftspflicht für die Funktionalität/Optimierung/Weiterentwicklung des QM-Systems, nicht nur der Quality Manaqger...Für Qualität sind alle in einer Organisation verantwortlich und zuständig, nicht nur der Quality Manager... mfg G.Moti
Hallo Herr Wendt, hallo Herr Moti, vielen Dank für Ihre Kommentare! Zu beiden Ansätzen sind mir sehr viele Gedanken in den Sinn gekommen. Zunächst verstehe ich vollkommen, was Sie meinen. Und das, was ich mit dem Artikel sagen möchte, ist nicht zu kurz gedacht. Ihre Argumente sind für mich schlichtweg nicht von Bedeutung. Für mich liest sich das fast so, als würden Sie mangelhaft ausgebildete Auditoren, unmotivierte Qualitätsmanager und Organisationen, die den Wert von QM nicht erkennen legitimieren wollen. Das ist nicht mein Ansatz. 3rd Party, Prozessaudit, Potentialanalyse. Das sind für mich alles Schlagworte, die dasselbe Ziel beschreiben: Qualität zu verbessern. Letztendlich sind es Werkzeuge um dieses Ziel, das alle Beteiligten haben sollten, mit möglichst wenig Ressourcenaufwand zu erreichen. Und wenn diese Menschen das nicht tun bzw. aufgrund ihrer Art nicht wirksam sind, dann gehören sie auch zu den Beteiligten, die ich mit Leidenschaft versuchen möchte davon zu überzeugen, was wir bewirken könnten. Sie beschreiben hervorragend den Status Quo in vielen Branchen. Wenn wir das akzeptieren, ändert sich nie etwas. Gerne können Sie meine Sichtweise "banalisierend" oder "zu kurz gedacht" nennen. Ich bin für ein "neues Qualitätsmanagement" und lasse dafür gern den ganzen unnötigen Ballast weg, der nur von der eigentlichen Aufgabe und vom Kern ablenkt: Sowohl Qualitätsmanager als auch Auditoren sind oft nicht so wirksam wie sie sein könnten. Und nicht so erfüllt wie sie sein könnten. Mit negativen Konsequenzen für sich selbst, für die Kollegen, Unternehmen, Lieferanten und Kunden. Erneut nur meine Meinung. Herzliche Grüße Florian Frankl
Hallo Herr Frankl, es wurde schlicht weg mal Zeit einen ketzerischen Artikel zu lancieren. Sie haben völlig Recht das Geld kann besser für soziale Zwecke gespendet werden der Nährwert eines Audits ist gleich null die Persönlichkeiten alle gescheiterte Existenzen mit narzisstischer Störungen und Vorlieben für opulente Einladungen. Die weiteren Argumente weswegen kein QManagement benötigt wird liegt auf der Hand in einen Erfolgreichen Unternehmen läuft alles wie Butter Kunden zufrieden Produkt klasse wouu dann jemand hinzu bitten der wie oben beschrieben sich aufführt und für wochenlange Demotivation mit Garantie sorgt. Ich denke ich habe alles gesagt. Wenn Sie darin mal bestätigt werden wollen vereinbaren Sie mal einen Termin mit mir Langes Leben gute Geschäfte und viele Kunden. Grüsse
Was soll ich sagen. Ich kann ja nur für mich sprechen. Ich war gut. Kunden und Auftraggeber waren immer mit mir zufrieden. Aber ich war auch fachlich geeignet. Als qm am Anfang und als Lead Auditor in den letzten Jahren gab es nie diese angesprochen Probleme.