BÖV-Vorsteherin Karin Schmidt-Friderichs zur Debatte über die Absage von Autor*innen

Bei der Mitgliederversammlung des PEN-Zentrums Deutschland in der Frankfurter Paulskirche hat Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, heute Stellung genommen.

Hat es jemals auf der Buchmesse Gewaltakte gegen Besucher oder Aussteller gegeben? Wurden konkrete Drohungen gegen Autor:innen ausgesprochen? Gab es also objektiv eine Gefährdungslage? Oder war es eine subjektive Projektion, ein eingebildetes Gefühl der Unsicherheit? Die Buchmesse hatte in ihrer Vergangenheit sehr kritische, umstrittene, angefeindete und bedrohte prominente Autor:innen zu Gast, und es ist den Veranstaltern stets gelungen, deren Sicherheit und Unversehrtheit zu wahren. Dem BÖV ist Wissenschafts- und Meinungsfreiheit wichtig, auch der Austausch zwischen unterschiedlichen Ansichten und Anschauungen. Demokratie und Pluralismus können manchmal anstrengend sein, aber was es wert ist, sie zu verteidigen, kann man in vielen Ländern dieser Welt anschaulich studieren.