Das 28. Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten http://www.zwnetz.de/index14.html hat begonnen.
Erste Wiederbegegnungen fanden bereits im Bus von der Bregenzer S-Bahn zur Feuerwehr von Lochau statt. Die letzten 500 Meter zu Fuß bergauf bei strahlendem Sonnenschein, und schon bald kamen die beiden Zwiebeltürme des Renaissance-Schlosses Hofen in den Blick. Wir waren heute die ersten Gäste, wurden freundlich an der Rezeption begrüßt und bezogen unsere Zimmer in der dritten Etage - mit spektakulärem Ausblick auf den Bodensee - auf die Inselstadt Lindau und auf Bayern, Baden-Württemberg und die Schweizer Kantone St. Gallen und Zürich.
Wiebke Claussen aus Dortmund http://www.zwnetz.de/pages/portrait-we.html#Anchor-Stadt-DO und Petra Eickhoff aus Köln http://www.zwnetz.de/pages/portrait-we.html#Anchor-Stadt-K machten sich als erstes daran, Partizipationsprozesse, die sie in den vergangenen Monaten moderiert haben, zu reflektieren und aus Stichworten, offenen Fragestellungen und vielen Fotos ein großes Poster zur späteren Präsentation vorzubereiten - zum Thema „Zukunftswerkstätten gegen Armut“.
Freier Ausblick aus dem Fenster im dritten Stock auf die Ankunft weiterer Gäste: Fritz aus München, Michael aus Stuttgart, Hannes aus Tübingen, Paul aus Vallendar (bei Koblenz) und Peter, Antonia und Andrea aus Wien. Ein reichhaltiges Küchenbuffet, Sekt und Kaffee weckten die Lebensgeister, und bald schon waren 20 Menschen aus allen Himmelsrichtungen eingetroffen.
Sechs davon sind zum allerersten Mal auf einem Jahrestreffen von Zukunftswerkstätten, sie haben sich aus Freiburg, Karlsruhe, Konstanz, Mainz, Rostock und Wien auf den Weg gemacht. Andere sind nach einer Pause wieder auf einem Jahrestreffen dabei. Die weiteste Anreise hatten Ulrike und Katharina aus Mecklenburg-Vorpommern. Umarmungen, Freude und Neugier füllten die Räume.
Dieses Treffen begann mit hoher Qualität auf den Beziehungsebenen und so gelang der Einstieg in den inhaltlichen Austausch zum Thema „Gemeinschaft entwickeln, solidarisch und partizipativ“ quasi wie von selbst. Weitere Moderatorinnen und Moderatoren von Zukunftswerkstätten sowie andere Interessierte am Thema trafen im Laufe des Abends noch ein oder werden noch erwartet, so dass wir insgesamt etwa 30 Menschen sein werden, die sich ein langes Wochenende lang sich in diesem Thema bewegen wollen.
Manuela Troy, die Leiterin des Seminarhotels http://www.fhv.at/weiterbildung/seminarhotel freut sich, dass sie erstmals die Zukunftswerkstätten im Schloss Hofen begrüßen kann und brachte uns zum Lachen, indem sie ergänzte, dies werde auch für lange Zeit das letzte Mal sein. Nein, es hat sich niemand zu Anfang daneben benommen, sondern es ist ein größerer Umbau des Hauses im kommenden Jahr geplant.
Seit dem Bau des Schlosses vor 400 Jahren – durch das „eher arme Adelsgeschlecht“ der Raitnauer - siehe Buch von Hermann Deuring: „Der letzte Raitnauer. Ein Tragisches Stück Heimatgeschichte.“ http://www.zvab.com/buch-suchen/titel/der-letzte-raitnauer/autor/hermann-deuring - machte das Haus eine wechselvolle Geschichte durch, war mal Kinderheim, Lazarett, Umschulungsstätte für Kriegsveteranen, Hotel- und Gastgewerbeschule und seit den 1980er Jahren Landesbildungszentrum des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg. http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/bildung_schule/bildung/wissenschaft/weitereinformationen/erwachsenenbildung.htm
Kurz nach drei Uhr nachmittags am 1. Mai 2014 wechselte die inzwischen auf 22 angewachsene Gruppe in den prunkvollen Wolf-Dietrich-Saal – einen mit einem schweren Teppich ausgelegten und mit einer vielgliedrig gestalteten, mit allegorischen Figuren und rankenden Pflanzen kunstvoll ausgemalten Kuppel. Andrea Breitfuss aus Wien begann das Programm mit einem Überblick zu den Visionen des Vorbereitung-Teams zur Ausgestaltung des Jahrestreffens - über den weiteren Verlauf werden kommende Beiträge berichten.