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Liebe Gruppenmitglieder,

seit Mitternacht gibt es in Bayern eine sehr strenge Ausgangsbeschränkung. Die Feuerwehr fährt durch die Straßen und weist in deutscher Sprache auf die bestehende Regelung hin, Details u. a. auf Twitter:

http://www.twitter.com/BFMuenchen

Ich frage mich allerdings, was in der jetzigen Situation Leute machen, die zwar in Deutschland leben aber nicht Deutsch sprechen, blind oder gehörlos sind oder nicht lesen und schreiben können und evtl. noch zusätzlich aufgrund einer Vorerkrankung oder ihres Alters zu den Risikogruppen gehören.

Es gibt zwischenzeitlich sehr viele tolle Hilfsangebote, aber manchmal sind die Informationen nur online und auschließlich auf Deutsch verfügbar. Ich denke, wir sollten stärker darauf achten, dass besondere Gruppen in der jetzigen Situation im Hinblick auf die Hilfsangebote nicht "durchs Raster fallen", weil sie über die klassischen Kommunikationswege nicht gut oder gar nicht erreicht werden können.

Als ich gestern beim Einkaufen war, habe ich noch sehr viele ätere Leute auf der Straße und beim Einkaufen gesehen, für die es sicher besser wäre, wenn sie sich zum jetzigen Zeitpunkt keiner Ansteckungsgefahr mehr aussetzen würden. Vielleicht brauchen wir dafür doch wieder die klassischen Papierflyer im Briefkasten der älteren Leute oder spezielle Durchsagen im Radio mit Hilfsangeboten inklusiver diverser Kontaktmöglichkeiten o. ä.

Gerade in Krisenzeiten halte ich es für sehr wichtig, dass wir beim Diversity Management gezielt darauf achten, dass wir wirklich ALLEN helfen und die Krisenkommunikation auch tatsächlich auf alle Zielgruppen ausgerichtet ist.

Wie ist Ihre/Eure Meinung dazu? Gibt es bereits Hilfsangebote für die o. g. Zielgruppen? Über Hinweise zu Best Practices freue ich mich und wahrscheinlich auch viele andere Gruppenmitglieder sehr. Vielleicht können wir auf diese Weise voneinander lernen und sparen wichtige Zeit, wenn nicht jede Stadt das Rad neu erfindet.

Viele Grüße

Sonja App