Das Kommunikationsproblem

Wer kennt es nicht, daß man versucht mit einem Gegenüber zu kommunizieren und diese Kommunikation will einfach nicht gelingen. Allgemein ist das kein Problem und reguliert ja auch das Miteinander sein oder nicht, sodaß man sich in dem Fall auch distanziert. Insofern man sich jedoch in einer unabdingbaren Verbundenheit mit dem Gegenüber befindet, der man sich nicht entziehen kann, so kann dies einem das Leben ganz schön schwer machen. Der Extremfall ist, wenn es gar um existenzielle Infragestellungen geht, in welchen es der Klärung und Bereinigung dessen bedingt. Da kann man gar untergehen, wenn man nicht Herr der Lage 'seiner' Kommunikation ist. Und hierzu bedingt es, daß man die Kenntnis darüber verfügt, wie das Kommunizieren funktioniert.

Hierbei packt man nämlich seine eigene Vorstellung in Worte, teilt sie einem Gegenüber mit und von diesem werden diese über dessen Vorstellung entpackt. Man vermittelt somit nicht seine eigene Vorstellung, sondern nur Worte, welche auf das zu Vermittelnde hindeuten. Wie ich feststelle, besteht gerade darin die allgemeine Unkenntnis und führt weitläufig zu Mißverständnissen und damit verbunden auch zu den daraus entstehenden Mißverhältnissen.

Insofern man sich jedoch dieser Funktionsweise bewußt ist, kann man auch entsprechend darauf einwirken, indem man diesem Verhältnis seine besondere Aufmerksamkeit verschafft und darauf achtet, welchen Bezug zur eigenen Vorstellung ein Gegenüber überhaupt bildet, bzw. bilden kann. Sachstand ist dem gegenüber nämlich auch, daß man sich nur eine Vorstellung darüber bilden kann, was man kennt. Das Verhältnis von Kenntnis oder Unkenntnis spielt somit auch eine wesentliche Rolle darin.

Auch wenn man darüber die Unkenntnis eines Gegenüber zunächst nicht beseitigen kann, so befindet man sich darüber vor allem jedoch in der Situation, dies als solches zu erkennen und kann gemäß dem die Kommunikation dahingehend anpassen, diesen Sachstand auf den Tisch zu bringen, damit dies zur Klärung gelangt. Ohne dies dreht man sich nämlich unentwegt im Kreise und geht darin letztendlich verloren. Und wie ich erlebe, so genügt es oftmals auch, wenn man seinem gegenüber gerade diese Funktionsweise vor Augen führt, sodaß sich darüber auch fortan ein gemeinsames Verständnis darüber herstellen läßt.