Das sind die Preisträger*innen von #HackTheSummer 2020

Vom automatisierten Batterie-Upcycling bis zum Nachhaltigkeits-Spielautomaten.

Vier Teams, drei Orte, zwei Tage: in einem interaktiven Workshop kamen die Preisträger*innen im Rahmen der Code-Week virtuell und im MotionLab Berlin zusammen, um ihre kreativen Ideen für eine bessere Welt gemeinsam mit erfahrenen Coaches weiterzuentwickeln.

Seit Juni 2020 läuft der Kreativ-Wettbewerb HackTheSummer mit dem die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) digitale Ideen für eine bessere Welt fördern. Mehr als 30 Teams von bis zu fünf Schülerinnen und Schülern registrierten sich bei dem erstmalig durchgeführten Wettbewerb und wurden durch eine interdisziplinäre Jury bewertet. In einem hybriden Workshop kamen nun vier ausgezeichnete Teams im MotionLab Berlin und virtuell zusammen. Jedem Team wurden dabei bis zu zwei themenbezogene Expertinnen und Experten zur Seite gestellt, die ihnen durch individuelles Coaching halfen, ihre Nachhaltigkeits-Ideen weiterzuentwickeln. Zwei Tage wurde dabei gemeinsam intensiv getüftelt, programmiert und designed.

Der Workshop fand im Rahmen der Code Week statt und diente als einer von vier Übertragungsorten für das deutschlandweite Code Week-Auftaktevent.

Die Ideen

Einen besonderen Eindruck hat das Projekt BatteRe von Jan Wegener bei der HackTheSummer-Jury hinterlassen. Der mit dem ersten Platz ausgezeichnete Preisträger hat sich zum Ziel gemacht, bereits genutzte Akkus effizienter als bisher auf Abnutzungen und Beschädigungen zu testen und so ihre Wiederverwendung attraktiver zu machen. Bisher wird der Re- und Upcycling Prozess von Akkus noch manuell durchgeführt und ist verhältnismäßig teuer, weswegen die umweltschädlichen Akkus immer wieder neu produziert werden. Gemeinsam mit Coach Felipe Salinas von der TU Berlin baute er mithilfe eines Micro-Controllers und im 3D-Drucker konstruierten Komponenten eine erste Teststation, deren Bauplan auf einer eigenen Website veröffentlicht werden soll und als Vorbild für weitere Upcycling-Projekte dienen kann.

Das zweitplatzierte Team SDG-Arcade des Lessing-Gymnasium in Uelzen wurde während des gesamten Workshops virtuell zugeschaltet. Marc Pfeiffer, Simeon Kostadinov, Niklas Krinke, Erik Eurich und Neneh Teske wollen mit ihrem Arcade-Spielautomaten alle 17 Ziele der Vereinten Nationen in Form von Mini-Games näherbringen. Das Wochenende nutze das Team unter anderem um eine Webseite sowie Video-Tutorials für den Bau zu entwickeln. „Wir sind mit einer Idee hergekommen und konnten nun in die Schaffensphase starten“, fasst Teammitglied Marc Pfeiffer das Wochenende zusammen. Für die Gestaltung hatten sie Unterstützung von der Designerin Anna Borowik, mit der sie ein Grundgerüst für eine Website und das Erklärvideo entwickelten.

Der dritte Platz wurde an Alisa Odobasic und ihre Idee der Nachhaltigkeits-App vergeben. Der Schülerin ist es ein Anliegen, die bereits vorhandenen nachhaltigen Angebote und Geschäfte vereinfacht darzustellen und besser zugänglich zu machen. Ihre App soll den nachhaltigen Konsum (Nachhaltigkeitsziel 12) unterstützen. Vor dem Wochenende stand bereits das Grundgerüst für ihre App. Dieses konnte sie nun mithilfe ihres Coaches Simon Meyborg ausbauen, der ihr virtuell zugeschaltet war und mit ihr eine Anwenderoberfläche entwickelteDas jüngste der vier ausgezeichneten Teams erhielt einen Sonderpreis. Merle Plesker, Emily Burken, Timo Gebauer und Emma Knübben aus der sechsten und siebten Klasse des Gymnasiums Rheindahlen in Mönchengladbach wollen mit ihrer Idee Star-Tracker, einem Fitness-Tracker für Hunde, Vierbeiner und ihre Herrchen gleichermaßen fit halten. Ihre Idee bezieht sich dabei auch auf das kürzlich erlassene Gesetz, dass Hunde mindestens zwei Stunden Auslauf am Tag zuspricht. Um diese Vorgabe messbar zu machen, haben sie mithilfe des CALLIOPE minis den Schrittzähler „Calli“ gebaut und programmiert. Er soll Hundehaltern die Einhaltung des Gesetzes erleichtern und orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen 3 (Gesundes Leben) und 15 (Leben an Land). Gemeinsam mit ihren Coaches Jørn Alraun und Franka Futterlieb, Mitentwicklern des CALLIOPE, haben sie das Wochenende im MotionLab genutzt um den Star Tracker robuster zu entwerfen und eine weiterführende App zu planen.