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Meine Gedanken zur Corona Pandemie - Es geht um Solidarität, Vor- und Nachteile der Globalisierung, den schon lange bestehenden PflegeNOTSTAND, eine weitere Last für Frauen und um die gestiegene Temperatur in unserem "Kochtopf".

Ein Auszug daraus:

Gender Equality – Schein vs. Wirklichkeit

Letzten Sonntag war International Womens Day. Wir leben mittlerweile im dritten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts und es stimmt, es ist schon wahnsinnig viel passiert auf dem Weg zur vollständigen Gleichberechtigung der Frau. Aber noch lange nicht genug. In der Diskussion um Schulschließungen im Rahmen des Corona Virus gibt es Bedenken, dass dann ja die Kinder zuhause betreut werden müssen. Von wem? Genau. Den Müttern. Und dann fehlen diese Mütter wo? Genau. Vor allem in der Pflege / den Krankenhäusern. Eben den besonders sensiblen Bereichen. Ich finde es toll, dass wir jetzt endlich mal über CARE Arbeit – Fürsorgearbeit – sprechen. Und welch überproportional großen Anteil daran die Frauen schultern. Jeden Tag.

Erstmal Zahlen: Aktuell arbeiten 1,6 Millionen Pflegekräfte in der Kranken- und Altenpflege. Sie kümmern sich um 3,4 Millionen Pflegebedürftige (Statistik 2017)

„Die große Mehrheit der Pflegekräfte ist weiblich: vier von fünf Erwerbstätigen in der Alten- und Krankenpflege sind Frauen. In der Altenpflege liegt ihr Anteil mit 84 Prozent noch etwas höher als in der Krankenpflege (80 Prozent). Gleichzeitig sind Teilzeitbeschäftigungen und geringfügige Beschäftigungen weit verbreitet. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Erwerbstätigen in diesem Bereich arbeiten in Teilzeit oder sind geringfügig beschäftigt. Dabei arbeiten rund 62 Prozent der Frauen und 36 Prozent der Männer in Teilzeit“. (Quelle: Offizielle Statistik Arbeitsagentur „Arbeitsmarktsituation im Pflegebereich“.)

Wir haben in den letzten Jahrzehnten versäumt, die essentiell wichtige CARE Arbeit wertzuschätzen. Ach seien wir doch mal ehrlich – wir haben sie noch nicht mal gesehen. Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass – hauptsächlich – Frauen unbezahlt Kinder und pflegebedürftige Angehörige betreuen. Wir müssen Menschen, die diese Fürsorgearbeit leisten, endlich die gleiche Wertschätzung entgegenbringen, wie Menschen, die herkömmliche Erwerbsarbeit leisten. Und diese auch entsprechend zu entlohnen.

Ohne Fürsorgearbeit, die im Gros von Frauen geleistet wird, steht unsere Gesellschaft still. Es wird Zeit, danke zu sagen, Respekt zu zollen. Auch hier wieder – solidarisch zu sein. Wir brauchen einander. Nur gemeinsam funktioniert es. Auf Augenhöhe! Und diese Augenhöhe fehlt. Noch.

Corona richtet alle Augen inklusive Scheinwerfer und Glitzerkanone auf dieses Problem. Es wird heiß im Topf...."

Viele Grüße

Conny

P.S.: Bei der zunehmenden Temperatur in unserem "Topf" sollten wir uns übrigens nicht wie "Frösche" verhalten...

https://ccc-wortwerke.de/corona-pandemie-was-bedeutet-solidaritaet/