Wie ich gerade über Recherchen zum Thema Instink erfahre, hat die Psychologie aufgrund des Sachverhaltes, daß sie innerhalb des 20. Jahrhunderts keine einvernehmliche Theorie dazu entwickeln konnte, sich dazu entschlossen, den Begriff nicht mehr anzuwenden.
Ist immer wieder interessant, zu erleben, daß ich bei meinen Ausarbeitungen zur sprachlichen Wiedergabe meiner praktischen Erfahrungen auf Widerstände stoße, die es mir an sich unmöglich machen, die Gegebenheiten in Worte zu fassen, sodaß sie allgemeingültig nachvollziehbar werden. Da muß ich doch dankbar sein, daß die Psychologie nicht den allgemeinen Sprachschatz beherrscht und ich mich somit weiterhin auf die begrifflich-sachliche Fassung beziehen kann.
Was ich aber auf keinen Fall tun werde ist, der Psychologie auf die Sprünge zu helfen, um den Begriff noch weiter für deren Mißverhältnisse zu mißbrauchen. Da bin ich sogar dankbar dafür, daß sie diesen nicht mehr anwenden. Ich hoffe, sie reduzieren ihre Sprachverzerrungen noch weiter, sodaß es da wieder mehr Freiraum für 'Klarheiten' gibt.
Jörg Lenau
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