Der zwangsläufige Verfall der Hochkulturen

Es ist recht leidlich, die Inbetrachtnahme der Bestrebungen, die Natürlichkeit des Seins der menschlichen Kontrolle zu unterwerfen, wo uns doch die Natur des Seins unmißverständlich vor Augen führt, wie sie funktioniert und man sie sich dem gemäß zunutze machen kann.

Einst in dem landwirtschaftlichen Trägerwesen zu seiner kulturellen Blüte herangewachsen und nach wie vor die Grundlage menschlichem Seins bildend, erhebt sich seit Jahrtausenden ein Handelswesen, welches in seinem Grundwesen ein Implantat ist, welches auf dem entstandenen Breitenspektrum des Erzeugerwesens aufsetzt. Und auch haben sich Staatswesen gebildet, welche gleichermaßen ein Implantat sind und auf dem Gemeinschaftswesen herausgebildet auf diesem aufsetzt.

Betrachtet man sich die Kulturgeschichte, so kann man darüber ersehen, daß jegliche Hochkulturen auch wieder untergegangen sind, jedoch deren Wesensart sich an anderen Standorten fortgepflanzt haben (z.B. ist das Römische Reich untergegangen, jedoch nicht die römische Kultur!). Dies führte dazu, daß wir heute mit einer global auftretenden Präsenz dessen umgeben sind, die sich immer weiter fortpflanzt.

Hierüber ergibt sich jedoch auch weitläufig die Gelegenheit, auch aus der Gegenwart herauszulesen, was es mit den Untergängen zu tun hat, vor allem aus dem Sachverhalt heraus, da viele Kulturen 'an sich' bereits untergegangen sind, jedoch weiterhin per Makulatur in ihrem Bestand erhalten werden, sodaß sie sich trotz dessen weiter 'in ihrer Systematik' ausbreiten. Hierin zeigt sich unübersehbar der gemeinsame Nenner, nämlich daß darin die Implantate zum Trägersystem werden, wie auch die damit verbundene zwangsläufig sich ergebende Monokultur dessen.

Hierzu auch einmal die kulturelle Verbildlichung dieses von den Menschen nicht wahrgenommen Seins darin: die christlich dargelegte Brotbrechung des Jesu, welcher mit diesem einen Brote die Menschheit ernährt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein Samenkorn, über welches dies gegeben ist.

Darüber versinnbildlicht sich auch der Lauf des Werdeganges, in welchem sich die Implantate von dem Wirtswesen und der Gesamtwesensart abtrennen, jedoch aus sich selbst heraus nicht existenzfähig sind. Sie mutieren zu Schmarotzerwesen, welche sich letztendlich an sich selbst zugrunde gehen.

Hierzu gilt es mir, das Prinzip der Waage einzubringen, welches ich als Grundprinzip des Seins ersehe. Und auch das Grundprinzip des Miteinander jeglichem Seins von Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Widersprüchen. Im Kombinat dieser beiden Bestandteile läßt sich ersehen, was funktionabel ist (auch inwiefern und inwieweit) und was nicht!

Ausgewogenheit des Seins begegnet uns bei der Wahrnehmung der Erscheinungen. Ist eine Änderung der Ausgewogenheit möglich, wird durch Wandel ein stabiler Zustand wiederhergestellt.
Es gibt ein Verhältnis des Menschen, worin dies beinhaltet ist, indem nämlich die Zufriedenheit einzig in Verbundenheit mit der Genügsamkeit zu erlangen ist, was auch das an sich Erstrebenswerte und Ideal darstellt. Die Grundlage dessen ist die Ausgewogenheit.