Gerade erst hatte ich einen mißlungenen Dialog über die 'Belebung des Arbeitsmarktes' durch die Flüchtlinge. Worum ging es in dem Dialog? Es ging darum, daß der Staat aufgrund der Flüchlingswelle 'Arbeitsplätze' schafft zur Bewältigung des Aufkommens.
Dem habe ich gegenüber gestellt, daß von mir ein Konzept erarbeitet wurde für die Wohnungslosenverwaltung in der Stadt, in welcher in mich befinde. Dieses Konzept entstand aufgrund des Situationsverhältnisses, daß die Verwalter dessen (Kommune und Hilfevereine) argumentierten, daß ihnen keine Mittel zur Verfügung ständen, um eine 'ausreichende' Versorgung entsprechend des Bedürfnisstandes zu erbringen. Mein Konzept wurde somit darauf ausgerichtet, mit geringfügigem Mehraufwand und Einbrinung neuer und Koordination gebener Inhaltskonzepte die Bedürfnisse entsprechend abdecken zu können.
Mittlerweile mußte ich erfahren, daß man mein Konzept nutzt, um EU-Fördermittel zu erlangen. Bei diesen Mitteln kann es sich nur um solche handeln, welche für die Flüchtlingshilfe gedacht sind.
Ich ersehe somit zwei Verhältnisse, nämlich daß einerseits Mittel der Flüchtlingshilfe dazu genutzt werden, um 'anderweitige' Löcher zu stopfen und andererseits das Mißverhältnis entstehen, daß man Kapazitäten schafft, welche nur über den Zeitraum der Förderung finanziell getragen werden (können) und somit danach die damit verbundenen entstandenen Kapazitäten zum Problemfall der Bewältigung werden.
DESHALB beschränke ich mich darauf, Ursachen zu bewältigen bzw. beseitigen und nicht Probleme, weil Letzteres nur zu weiteren Problemen führt. Geld ist halt nur bedingt das Mittel der Wahl.