Die Offenheit anderen gegenüber

Ich befinde mich gegenwärtig in einem der mysteriösen Dialoge, wo es darum geht, daß man von einem Gegenüber Offenheit gegenüber anderer Weltsichten erwartet und sich darüber entrüstet, daß man sich dem gegenüber verschließt.

Und es ist auch nicht verwunderlich, daß wie meist dabei kein Verständnis dafür zu erlangen ist, daß man doch etwas nicht von seinem Gegenüber erwarten kann, was man selbst nicht tut. Dabei kommt mir einzig Verwunderung und Unverständnis entgegen.

Ist es denn nicht so, daß es ebenfalls eine andere Weltsicht ist, wenn man sich NICHT allen Weltsichten öffnet, sondern sich eingrenzt? Zeigt ein Ablehnen dessen NICHT, daß man nicht offen ist für andere Weltsichten?

Klingt paradox - vermittelt sich als Widerspruch - und so wird es ja auch aufgefaßt. Ist es aber nicht. Der Sachverhalt ergibt sich nämlich daraus, daß die Inhaltlichkeiten maßgeblich sind. Insofern nämlich die Inhaltlichkeiten unüberwindliche Widersprüche aufweisen, so kann man dies nicht miteinander verbinden.

Das Miteinander basiert auf Gemeinsamkeiten, Ergänzungen und Widersprüchen und Letzteres trennt die beiden Ersteren. Somit ist auch kein 'willkürliches' miteinander kombinieren möglich. Außer man ersucht Letzteres ;)

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Ja, Andrea, sich der Dinge zu öffnen erweitert den Horizont. Aber es gibt auch die Differenzen und somit das Negative, gegenüber dem man sich auch regulär gerne verschließt des Schutzes wegen. Aus dieser Sicht heraus ist es mir auch 'eine Offenheit' meinerseits, wenn ich andere darin respektiere, wenn sie sich nicht öffnen. Diese Sicht- und Handlungsweise ist wie ich ersehe, nicht sonderlich weit verbreitet in der heutigen Zeit.
meine persönliche Erfahrung hat mir immer wieder erneut bewiesen, auch aus meiner Offenheit und Bereitwilligkeit heraus, kann ein Gespräch, ein Austausch, ein weiteres auf ... plötzlich vorbei sein. Mit bester Motivation und selbst bei gemeinsamen Interessensgebieten. Weshalb ist das bei mir so gewesen? Die Wortwahl, Satzbildungen etc. zeigten mir den Schlüssel. Habe ich Jemanden im Austausch, dynamisch, Ergebnis orientiert, das nächste Gespräch erwartent o.ä., dann stehen für mich kurze prägnante Aktivsätze und Beschreibungen an. Ist Jemand Zahlen, Fakten, fokussiert, entsprechend habe ich diese Sachlage in meinem Gespräch zu berücksichtigen. Ist Jemand sehr herzlich, offen, sehr sozial denkend, fühlend, vorwärtsgehend, dann habe ich einen Herzensmenschen ohne Faktenorientierung als Kommunikationspartner. Dann gibt es noch wenige Mischformen. Zumindest bin ich mit dieser Wahrnehmung und Veränderung in meiner Kommunikationsstruktur einen Schritt weitergekommen. Hinzugekommen auf meinem Weg sind nun erweiternd Interkulturelle Unterschieden. Hier kann es mir passieren, dass kein Aktivsatz bei einem dynamisch vorwärtsgehenden Unternehmer ankommt, wenn seine Mentalität nun meine Botschaft ganz anders wahrnehmen und interpretieren kann. So reicht Offenheit und Respekt alleinig nicht aus. Hilft aber auf jeden Fall weiter am Ball zu bleiben. Zu 80 % haben für mich ablehnende Reaktionen etwas mit Missverständnissen und Erwartungshaltungen im Austausch zu tun. Ich liebe den Austausch, das Kennenlernen und mein Hobby "Die Kommunikation und die Menschen". Ich fühle und sehe mich konstant herausgefordert ( ړײ)
Ja Frau Kramp, es spielen eine ganze Reihe von Faktoren im Miteinander eine Rolle, welche sich über den resonierenden Ablauf zeigen. Und in welchem Konsenz dies abläuft, erfährt man über das hineinversetzen wollen und können in seine Gegenüber, indem man die Resonanz als Orientierungswegweiser nutzt. Da lernt man nie aus, denn im Gegensatz zu den allgemeinen Vorstellungen und Beschreibungen leben wir (auf das hierzulande bezogene) in 'einer gemeinsamen' Kultur, jedoch sind die Menschen, die Situationen und somit das Koordinat daraus äußerst vielfältig. Das Abbrechen des Dialoges ist, wie Sie ersehen haben, eine Grenzüberschreitung und genau darum geht es mir in meinem Beitrag auch spezifisch. Zum Einen ist es zumeist die reine Ich-Bezogenheit, worin es im Miteinander hapert, zum Anderen aber auch 'kulturelles Vorgeplappere' (salopp bezeichnet), bzw. die üblichen Vorurteile (besser gesagt: Unwissenheit/Unbekümmertheit). Maßgeblich aber auch das Ausloten, ob es überhaupt passend ist, ein Miteinander oder Distanz bewahren zu praktizieren. Aufgrund Ihrer Präsenz und Ausführung ersehe ich, daß es sich bei Ihnen spezifisch um Verkaufsgespräche handelt und dort kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, denn es gilt darin zwei Gegebenheiten zu erachten: das personelle Miteinander und das sachlich Inhaltliche (geschäftlicher Leistungsaustausch). Diese beiden stehen als Koordinat nebeneinander den beiden im Koordinat Nebeneinanderstehenden im Gegenüber zum Verhältnis. Das steigert die Komplexität selbstverständlich um ein Vielfaches.