Die Resonanz achten

Es gibt vielerlei Ansichten, Beschreibungen und auch Erläuterungen über das Miteinander, jedoch habe ich bisher Eines noch nicht darin angetroffen: das Erachten der Resonanz im Miteinander.

Deutlich wurde es mir kürzlich, als ich mehrmals darauf angesprochen wurde, was mein angewandtes 'resonieren' eigentlich bedeuten würde und ich jeweils erstaunt war, wie man überhaupt dem derartig fremd gegenüber stehen kann. Extrem wurde es dann bei einem Sprachprofie, welcher sogar behauptete, ich hätte da ein neues Wort kreirt.

In meinem Leben war das Achten der Resonanz immer maßgeblich im Miteinander, denn darüber habe ich nicht nur die Einstellung meines jeweiligen Gegenüber im Blick, sondern es liefert mir wertvolle Inhalte, mein Gegenüber auch verstehen zu können. Als solches ist es meiner Erfahrung nach auch gar nicht möglich, weil das gegenseitige Verständis der Verbindungen bedarf. Wenn man sich etwas mitteilt, kann man einzig darüber ermitteln, ob die Kommunikation funktioniert etc.

Spezifisch kam es mir zur Anwendung, als ich einst begann, mich selbst zu analysieren in meinem Sein und mit meiner Umwelt sein. Darüber ermittelte ich mir mein Spiegelbild, wie auch einen Einblick in meine Gegenüber. Die Möglichkeiten der Anwendung habe ich noch um vielerlei Faktoren erweitert.

Irgendwie scheint man an sich einzig ein Ich und Du wahrzunehmen und zu händeln, jedoch erscheint mir das als ein Nebeneinander. Ich denke, daß sollte man sich doch einmal vor Augen, indem man sich bei den Händen nimmt und damit losgeht. Dann wird auch wieder deutlich, was es mit dem Miteinander auf sich hat und welche ausfüllenden Inhaltlichkeiten sich zwischen einem daraus ergeben.

Da bin ich sehr einverstanden! das resonanz-konzept geht sogar noch weiter: es schlägt vor, die Resonanz auch als Führungskraft oder Unternehmen zu suchen, um den Weg durch die vielzitierte Komplexität zu bahnen. Dort wo systemische Resonanz zwischen z.B. zwischen Kunde und Unternehmen entsteht, findet sich Entwicklung für beide - eine Konsequenz des systemischen Gedankens. Dabei spielt diversity als Potenzial eine wichtige Rolle - quasi als Resonator. (siehe www.resonanz-konzept.com)
Die Resonanz als grundlegendes Konzept zu vERStEHEN und anzuwenden, ist eine hervorragende Basis zur Hervorbringung der komplexen Strukturen, woraus sich die Gegebenheiten gestalten. Interessanterweise waren es bei mir einst Physik und Chemie, worüber mir die Verhältnisse ins Zentrum des Erachtens traten. Vor allem darin der Sachverhalt, daß Objekten weder Farbe, Temperatur, noch Gewicht zueigen ist. An und für sich isoliert Wissenschaft nämlich die Dinge aus dem Sein und betrachtet sie für sich und die Philosophie beinhaltet den Part der Zusammenhänge. Zu Ihren Ausführungen, Herr Orths, möchte ich einmal einbringen, daß Vertrauen vom Instinkt reguliert wird und somit darin maßgeblich ist, daß eben nicht der Geist dies in seinen Händen hält, sondern man einzig verstandesmäßig (de-)regulierend darauf einwirken kann. Das bezieht sich auch auf das Ich-Selbst. Insofern man sich selbst nicht achtet/respektiert, verschließt sich darüber das Unterbewußtsein dem Überbewußtsein (warum die meisten auch keinen Zugang dazu haben). Auch positioniere ich mich regelrecht 'auch' zwischen mich und meinem Gegenüber, worüber man auf besondere Weise eine objektive Sichtweise zu beiden Seiten erhält (Erste-, Zweite,- UND Dritte-Person-Perspektive).