Wie ich ersehen konnte, hatte man sich stufenweise entwickelt im Empathiebezug. Interessanterweise wurde zunächst die Empathie anderen gegenüber - das Nachempfinden - erkannt und erst dann die Eigenempathie - das Empfinden seiner selbst.
Hierin ist überall die Rede von wahrnehmen, (nach)empfinden, erkennen, denken, verstehen, ..., aber mir fehlt da ein elementarer Bestandteil.
Man muß schon einiges lesen darüber, um überhaupt einmal zum Kernpunkt dessen zu finden, nämlich daß man sich vor allem darüber bewußt werden muß, ob es sich um ein Nachempfinden handelt oder ein eigenes Empfinden. Erst dann kann man nämlich sein Relationsverhältnis zur Sache vor Augen führen.
Ich möchte dem jedoch noch etwas elementares hinzufügen, was gänzlich unbekannt ist, nämlich daß uns sämtliches Sinnliche an einem Punkt im Bewußtsein bewußt wird, nämlich im Bewußtsinn - dem Sinn der Sinne. Einzig wenn man diesen Scheitelpunkt in den Fokus der Wahrnehmung stellt, kann man eindeutig ermitteln, woher die Sinneseindrücke stammen und somit auch, ob es sich um fremdeinwirkende oder eigene Empfindungen handelt, welche da am wirken sind.
Vor allem ist es einzig darüber möglich, eine effektive Selbstschau zu praktizieren. Hierüber sind sämtliche empfindungsmäßigen Inhalte zugänglich und somit auch das Unbewußtsein und das Unterbewußtsein, sodaß man darüber gänzlich sein Sein ergründen kann.
Und über die Empathie kann man sich dann nicht nur selbst vERStEHEN und darüber andere vERStEHEN, sondern auch über das andere vERStEHEN sich selbst vERStEHEN.
Mit freundlichen Grüßen
Jörg Lenau
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