Die Veränderung städtischer Lebensqualität

Bereits vor 20 Jahren hatte ich (an)erkennen müssen, daß ein Leben in der Großstadt nicht mehr sinngemäß ist. Von einem kleinen Dorf stammend, hatte mich das Leben dort einst außergewöhnlich fasziniert und war auch außerordentlich erfüllend. Jedoch kam es zu dem Punkt, daß sich das dort stattfindende Lebensklima derart dramatisch veränderte, sodaß ich mich ohne Umschweife auch von dort entfernte.

Was hat es mit dieser Veränderung auf sich, war meine einstige Fragestellung, die ich nur oberflächlich aus den Erfahrungen heraus beantworten konnte, jedoch war es mir nicht gelungen, die Ursache zu ermitteln.

Der wiederkehrende Kontakt zu einer alten Freundin, die seit vielen Jahren in New York lebt und ihre Impressionen über das Leben dort, haben mich jetzt noch einmal mit diesem Sachverhalt auseinandersetzen lassen, um ihr zu erläutern, womit sie dort konfrontiert ist.

Das Resultat zu dem ich gelange ist, daß die Städte an der Repräsentanz zugrunde gehen. Der Punkt diesbezüglich ist, daß die Städte mehr und mehr nur noch als Repräsentationsstandort genutzt werden, jedoch das darüber erwirkende Kapital nicht in/durch die Stadt fließt. Und da die reinen Repräsentanten mehr und mehr Produktion, Handel und Dienstleistung 'standortmäßig' ersetzen und vertreiben und somit ein genereller Überhang sich ergibt, gerät darüber auch die finanzielle Situation der Stadt in die Schieflage. Dieser Überhang an Minderleistung wirkt sich nämlich gravierend auf Diejenigen aus, welche dem nicht angehören, denn sie müssen den erforderlichen Ersatz dafür aufbringen. Und dies erwirkt darüber auch die 'dementsprechende' Minderung der Lebensqualität.