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An Tag eins, der unter dem Themenschwerpunkt „Diagnostik und Innovationen in der Klinik“ stand, überzeugte das österreichische Unternehmen surgebright mit Schrauben aus sterilisiertem humanem Knochenmaterial, die vom defekten Knochen erkannt und sofort integriert werden. Eine zweite OP zur Metallentfernung wird überflüssig. Zweiter Preisträger des Eröffnungstags war die Verapido Medical GmbH, die die intradermale Verabreichung von Medikamenten mit Hilfe eines neuen Geräts vereinfachen will. Dessen flacher Einstichwinkel führt zu einem langen Stichkanal, weniger Leckage und bis zu zehnmal größeren Injektionsvolumina.

Der Themenfokus von Tag zwei lag auf den Bereichen Produktionstechnik und Materialien. Hier punkteten die Firmen Kumovis und Munditia Technologies mit ihren Ideen und wurden zu den Start-ups des Tages gekürt. Die Tüftler von Kumovis aus München bewiesen Know-how bei additiven Fertigungstechnologien und führten einen 3D-Drucker vor, mit dem das Hochleistungspolymer PEEK in einem integrierten Reinraum gedruckt werden kann. Das Karlsruher Start-up Munditia Technologies begeisterte die Jury mit einer physikalisch wirkenden antimikrobiellen Hygienebeschichtung, die biozidfrei ist und auf beliebigen Oberflächen angewendet werden kann.

Der dritte und letzte Messetag stand ganz im Zeichen digitaler Lösungen für die Medizin. Dass die manchmal ganz simpel sein können, bewies die im Raum Karlsruhe ansässige Kamedi GmbH. Deren Gründer haben einen Stick entwickelt, der wie ein USB-Stick in das Smartphone gesteckt wird und durch Hitze Insektenstiche behandelt. Lebensnah ist auch die Entwicklung des Münchener Start-ups munevo, die in der Messehalle viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Dessen neuartige Brille – die Smartglass – ermöglicht es Rollstuhlfahrern, ihr Gefährt durch einfache Kopfbewegungen zu steuern.

„Unser Start-up Programm war ein großer Erfolg, die Resonanz sehr positiv“, resümiert Tanja Wendling, Projektleiterin der T4M. „Das bestätigt unseren Ansatz, den jungen Unternehmen einen zentralen Raum auf der T4M zu geben und sie nicht in einer Nische zu parken, wie das oft bei anderen Messen der Fall ist. Eine Branche wie die Medizintechnik braucht nicht nur Innovationen, sie braucht auch schöpferischen Nachwuchs, der gehört wird. Deshalb werden wir Start-ups auch im nächsten Jahr auf der T4M wieder die Plattform geben, die sie verdienen.“

www.t4m-expo.de