Digitale Transformation braucht mehr Diversität.

„Digitale Transformation hat nur bedingt etwas mit IT zu tun. Es geht vielmehr darum, dass Technologien und Tech-Strategien das Business ´enablen´. Dafür müssen Sie anders denken und mehr Klarheit in Business-Entscheidungen bringen.“

Dieses Zitat von Dr. Hanna Huber Leiterin Technologie-Strategie bei otto.de habe ich auf dem Deutschen IT-Leiter-Kongress 2021 aufgesammelt.. Hanna Huber hat hier sehr stark die Methodenkompetenz im Gegensatz zur technischen Kompetenz in den Vordergrund gestellt. Und diese Methodenkompetenz ist ein stärkerer Wertreiber für Tech-Entwicklungen, als die reine technische Fähigkeit. Damit sind natürlich Frauen prädestiniert, in diesem Kontext neue, führende Rollen einzunehmen). Stimme Sie dem zu? Wollen Sie mitdiskutieren, dann lade ich Sie herzlich gerne ein. Schauen Sie mal in den Marktplatz...

Danke für diesen spannenden Impuls. Der o. g. These stimme ich voll zu. Ich habe mehrere Jahre in einem IT-Beratungsunternehmen, u. a. im Innovation Board, gearbeitet und habe die Erfahrung gemacht, dass heterogene Teams (verschiedene Geschlechter, Qualifikationen, Generationen, Expert*innen aus unterschiedlichen Branchen) die besten Ergebnisse in Projekten erzielt haben. Inbesondere bei Themen wie Kundenorientierung und Usability, aber auch im Change Management bei der Einführung von neuen IT-Systemen und der Prozessoptimierung haben Frauen sehr oft gepunktet. Ich bin der Ansicht, dass Frauen nach wie vor in Projekten rund um IT und Digitalisierung noch sehr unterrepräsentiert sind, obwohl sie aufgrund ihrer Fähigkeiten wichtige Impulse geben und Rollen einnehmen könnten. Damit sich dies ändert, müssen aber sowohl die betreffenden Unternehmen als auch die Frauen ihren Teil dazu beitragen.
Ja, da stimme ich auch zu verehrte Sonja. Stellt sich wie immer die Frage der Umsetzung. Ich denke, hier kommt es auf Expertenwissen und Durchsetzungsvermögen an... Und beides lässt sich trainieren :-)
Liebe Sonja, das ganz große Problem an dieser Stelle ist das Ungleichgewicht beim Arbeitskräfteangebot. Obwohl Frauen bei Akademikern deutlich in der Überzahl und offensichtlich besser gebildet sind, meiden sie die IT-Branche wie Männer den Fußpilz. Bei einem führenden Kongress mit 800 Teilnehmern zu den wichtigsten IT-Themen waren neulich vielleicht ein Dutzend Frauen. Das ist so schade. Wir haben immerhin 25% Frauen in der Belegschaft, sind aber auch in Indien aktiv - dort arbeiten viel mehr Frauen in der IT.