Eine kritische Analyse zum Bonitätsrisiko von Lehman Brothers Inc.

Susanne Benöhr-Laqueur*

http://www.sblq.de/benohr-laqueur.html

Lehman Brothers: Wann verwirklichte sich im Jahre 2008 das Bonitätsrisiko? Eine kritische Analyse

I. Fragestellung

Deutsche Banken haben bis Anfang September 2008 Lehman-Zertifikate an Privatkunden verkauft bzw. verkaufswillige Kunden von einer Veräußerung abgehalten. Diese Geschädigten verfügen über eine andere Ausgangsposition als derjenige, in dessen Portfolio seit dem Jahre 2006 Lehman-Zertifikate lagerten. Die entscheidende Frage lautet somit: Ab welchem Zeitpunkt im Jahre 2008 hätten die Bankangestellten den Kunden gem. § 31 ff WpHG über das Bonitätsrisiko von Lehman Brothers aufklären müssen, um ihrer gesetzlichen Sorgfaltspflicht Genüge zu tun? Rechtsprechung und Literatur sind in dieser Frage gespalten.

II. Rechtsprechung und Literatur

Rechtsprechung

Die Rechtsprechung zu dem Thema, ob bzw. wann sich das Bonitätsrisiko für Lehman Brothers im Jahre 2008 verwirklichte, ist uneinheitlich. Weder lässt sich eine eindeutige Nord-Süd-, eine Ost-West- noch eine Unter-Obergerichtliche Tendenz ermitteln.

So verwarf der 5. Zivilsenat des Schleswig-Holsteinischen OLG am 6.9.2010 per Beschluss eine Berufung u.a. mit der Begründung, dass am 25.3.2008 – also nach dem Beinahe-Bankrott von Bear Stearns – eine Aufklärung über ein erkennbares spezifisches Risiko einer Insolvenz von Lehman Brothers nicht habe zu erfolgen brauchen.1 Zudem sei Lehman Brothers auch „too big to fail“ gewesen, denn noch in den Monaten vor der Insolvenzbeantragung im September 2008, hatten die amerikanische Zentralbank und das amerikanische Finanzministerium mehrfach Maßnahmen ergriffen, um die finanzielle Schieflage anderer Finanzinstitute und von Versicherungen zu beseitigen. Gemäß der Rechtsprechung des OLG habe es sogar keine konkreten Anzeichen gegeben, dass der Lehman Brothers Gesellschaft irgendetwas drohte, zumal diese als Investmentbank jedenfalls nicht unmittelbar als Hypothekenbank von der Krise auf dem Immobilienmarkt betroffen sein musste.2

Demgegenüber ließ das OLG Hamburg in einer mündlichen Verhandlung deutlich durchblicken, dass es am 21.8.2008 einer dezidierten Aufklärung bedurft hätte und bestätigte damit die Rechtsprechung des LG Hamburg.3 Da die beklagte Bank die Berufung zwei Tage vor der Urteilsverkündung zurückzog, erlangte das klagestattgebende Urteil des LG Hamburg Rechtskraft.

Dies beurteilte das LG Mainz in einer Entscheidung aus dem Jahre 2009 völlig anders.4 Dort war man der Ansicht, dass zur einer Verkaufsempfehlung bzw. einer Beratung mit Verkaufstendenz im August/ September 2008 kein objektiver Anlass bestanden hätte – lediglich ein Hinweis auf das erhöhte Bonitätsrisiko und die grundsätzliche Verkaufsmöglichkeit hätte genügt. Selbst Pressemitteilungen sei im Sommer 2008 kein hinreichender Anhaltspunkt für eine drohende Insolvenz der Emittentin zu entnehmen gewesen. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall gewesen. In dieser Zeit seien verschiedene Großbanken in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, welche durch den Staat gerettet wurden. So sei Bear Stearns geholfen worden, sowie Fannie Mae und Freddie Mac „und sogar ein großer Versicherungskonzern wie die AUG“5 sei durch die US-Regierung gerettet worden. Folglich sei zu diesem Zeitpunkt objektiv nicht damit zur rechnen gewesen, dass ausgerechnet Lehman Brothers keine Unterstützung durch den Staat erfahren würde.6 Nunmehr meint das LG Mainz sicherlich den Versicherungskonzern AIG (American International Group, Inc ), was bedeutet, dass es sich lediglich um einen marginalen Tippfehler handelt. Hingegen gibt die Urteilsbegründung in doppelter Hinsicht Anlass zu Zweifeln. Zum einen hat die AIG am Abend des 14.9.2008 und sodann am 15.9.2008 die FED um Hilfe gebeten – anders ausgedrückt: Als am Montagmorgen, den 15.9.2008, Lehman Brothers seinen Insolvenzantrag stellte und kurz darauf die Märkte kollabierten, erkannte die US-Regierung ihren Fehler und musste der AIG helfen. Der drohende Bankrott der AIG erfolgte mithin zeitlich nach der Insolvenz von Lehman Brothers und nicht davor.

Wesentlich präziser argumentierte das LG Hamburg, als es im November 2010 folgerte, dass man bereits am 20.5.2008 die Empfehlung zum Zertifikatekauf als nicht mehr anlegergerecht bezeichnen könne.7 Denn im Mai 2008 waren bereits mehrere Banken sowohl in Europa als auch in Amerika in finanzielle Schwierigkeiten geraten (Bear Stearns, IKB, Northern Rock). Hierüber wurde in der Fachpresse umfangreich berichtet. In der Wirtschaftspresse sei bereits seit einiger Zeit darüber berichtet worden, dass in den USA Immobilienkredite an Schuldner mit mit geringer Solvenz vergeben worden waren und es deshalb zu einer Spekulationsblase im amerikanischen Immobilienmarkt gekommen war. Auch dem Kurseinbruch der Aktie der Holding-Gesellschaft Lehman Brothers Holding Inc. im dem März 2008 käme insofern ein alarmierender Signalcharakter zu. In dieser Phase entsprach es daher nach der Auffassung des Gerichts keiner anlegergerechten und objektgerechten Beratung, ausgerechnet ein Zertifikat einer amerikanischen Bank zum Kauf zu empfehlen.8

Das LG Berlin und das KG Berlin beurteilte die Situation völlig anders. Zwar verdichteten sich im Mai 2008 die Anzeichen für das Herannahen einer Wirtschaftskrise, jedoch sei gerichtsbekannt, dass in den Monaten vor der Insolvenzbeantragung, also auch und gerade im Mai 2008, die amerikanische Zentralbank und das amerikanische Finanzministerium mehrfach Maßnahmen ergriffen hatten, um die finanziellen Schieflagen anderer Bankhäuser und Versicherungen zu beseitigen.9 Im übrigen sei die Insolvenz von Lehman Brothers auch für Fachleute völlig überraschend gekommen.10

Ähnlich argumentiert auch das OLG Köln, als es urteilte, dass Anfang April 2008 keine spezifischen Hinweise für eine Zahlungsschwierigkeit von Lehman Brothers vorlagen.11 Die vorgelegten drei Presseartikel aus dem März 2008 konnten das Gericht nicht überzeugen – von einer Häufung könne keine Rede sein.12 Zur gleichen Ansicht gelangte das OLG Düsseldorf in zwei Fällen, als es für den Erwerbszeitpunkt 4.4.2008 und 10.4.2008 eine Schadensersatzpflicht verneinte: Im normalen Wirtschaftsleben sei es im Zweifel nicht ungewöhnlich und daher auch für sich noch keine zwingend beunruhigende Tatsache, dass die Aktienkurse von Lehman Brothers auch schon in der ersten Jahreshälfte 2008 merklich zu fallen begonnen haben und sich die CDS-Spreads zur Absicherung des Bonitätsrisikos der Bank zeitgleich entsprechend erhöhten. Entscheidend sei vielmehr, dass das Rating der drei maßgeblichen Ratingagenturen selbst noch bis zum Tage der Insolvenzantragstellung sich im Bereich des sog. „Investment Grade“ befunden habe und das bei einem Investment in Lehman-Papiere von einer spekulativen Anlage insoweit in der ersten Jahreshälfte 2008 noch keine Rede sein konnte. Darüber hinaus bemüht auch das OLG Düsseldorf das Argument des „too big to fail“ und bemerkt, dass in den USA auch aus politischen Gründen eine Insolvenz dieser Bank praktisch noch bis unmittelbar zur Stellung des Insolvenzantrages sich ernstlich niemand vorstellen konnte.13

Das LG Potsdam wiederum verneinte einen Schadensersatzanspruch für den Erwerbszeitpunkt 7.3.2008 - also vor dem Beinahe Bankrott von Bear Stearns – ließ aber offen, ob das in englischer Sprache am 21.3.2008 von Standard & Poors´s verfasste Statement, welches negative Aussichten für Lehman Brothers Papiere enthalten soll, überhaupt herangezogen werden könne.14

Dies entsprach jedenfalls für die Erwerbsmonate Juli/ August 2008 nicht der Auffassung des LG Hamburg. Es gelangte im Frühjahr 2010 in zwei Fällen zu der Überzeugung, dass ein Zertifikateverkauf im Sommer 2008 als nicht anlegergerecht zu bewerten sei.15

Zu einem anderen Resultat gelangte das LG Tübingen bei einem Zertifikatekauf am 1.9.2008. Die Klägerin könne sich auf die negative Finanzpresse nicht mehr berufen, da die Finanzmarktkrise in den USA zu diesem Zeitpunkt bereits ein in Thema in den Massenmedien gewesen sei. Folglich durfte der Bankberater davon ausgehen, dass die allgemeine Wirtschaftssituation auch der Anlegerin bekannt gewesen sei.16

Diese Liste ließe sich beliebig verlängern – Fakt ist: Selbst die Oberlandesgerichte sind sich nicht einig, ab wann das Bonitätsrisiko von Lehman Brothers im Jahre 2008 zutage trat und einer dezidierten Aufklärungspflicht bedurfte. Ein ähnliches Bild vermittelt die Literaturanalyse.

2. Literatur

In der Literatur existieren - soweit ersichtlich - drei Positionen. Witte und Mehrbrey sind der Ansicht, der Konkurs von Lehman Brothers habe die Fachwelt und die Öffentlichkeit völlig überraschend getroffen.17

Demgegenüber vertritt die Nieding die Ansicht, dass die Banken den rasanten Anstieg der CDS im Zeitraum vom Juli 2007 bis zum März 2008 gekannt hatten, dieser Umstand einen Eingang in das Beratungsgespräch hätte finden und außerdem die Subprime-Krise in der Beratung hätte thematisiert werden müssen. Nieding benennt den März 2008 als Zeitpunkt, an dem aufgrund regelmäßiger Berichte in der einschlägigen Fachpresse, auf die Risiken bei Lehman Brothers im Speziellen hätte hingewiesen werden müssen.18

Auch Späth tendiert dazu den Beinahe-Bankrott von Bear Stearns im März 2008 als einschneidendes Ereignis anzusehen und erwartet eine Vorverlagerung der Hinweispflicht auf einen Zeitpunkt ab März/ April 2008.19 Brinckmann20 und Veil21 verlagern die Insolvenzgefahr eher in den Juni 2008, wobei aber Brinckmann durchaus zu bedenken gibt, dass sich „aber schon mindestens seit 2007 ein erhöhtes Insolvenzrisiko in der Bonität von Lehman Brothers wider(spiegelte), da sich die Bank Geld am Kapitalmarkt nur mit einem erhöhten Sicherheitsabschlag beschaffen konnte.“22 Veil, der für die HASPA (Hamburgische Sparkasse) gutachterlich in dem sog. „Krupsky-Verfahren“ vor dem OLG Hamburg tätig wurde,23 vertritt darüber hinaus die Auffassung, es habe auch keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass der US-amerikanische Staat dieses hoch systemrelevante Institut im Falle einer Schieflage nicht stützen würde.24

Podewils und Reisich25 legen sich in ihrem Artikel nicht eindeutig fest, Märker26 referiert die Rechtsprechung und von Randenborgh27 verfolgt eine völlig andere Fragestellung.

Als Aufklärungszeitpunkte bezüglich der Bonität von Lehman Brothers schlägt die Literatur demnach vor: März 2008 (Nieding), März/ April 2008 (Späth) und Juni 2008 (Brinckmann und Veil). Witte und Mehrbrey vertreten hingegen die Auffassung, einer Aufklärung habe es bis zum Insolvenzzeitpunkt nicht bedurft. Welcher Ansicht ist der Vorzug zu geben?

III. Zeitpunkt

1. ‚Too big to fail’

Quasi alle beklagten Kreditinstituten wenden ein, dass Lehman Brothers ‚too big to fail’ gewesen sei und man folglich bis zuletzt keine Hinweispflicht bezüglich des Bonitätsrisikos gehabt habe. Im übrigen sei das Rating von Standard & Poor´s betreffend Lehman-Brothers im Sommer 2008 mit einem „A“ als hervorragend zu qualifizieren. Selbst die wesentlichen Großbanken in Europa hätten zu diesem Zeitpunkt über kein besseres Rating verfügt und auch im Monat August 2008 hätten keine begründeten Zweifel an der dauerhaften Zahlungsunfähigkeit existiert. Dies sei bis zuletzt auch von dem Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) so gesehen worden. Gerne wird sodann auf den öffentliche Äußerung der Direktorin der Bankenaufsicht bei der BaFin, Sabine Lautenschläger, hingewiesen, die in einem Interview gegenüber dem Handelsblatt am 16.12.2008 erklärte, dass man seitens der BaFin nicht geglaubt habe, dass man Lehman fallen lassen werde.28 Gleichfalls sind die Bekundungen des Vorstandsvorsitzende der größten deutschen Bank, Dr. Josef Ackermann, immer ein Zitat wert, um zu belegen, dass die Finanzwelt damit rechnete, dass die USA in der letzten Minute das Bankhaus retten werden, um „Verwerfungen an den Märkten“ zu verhindern.29 Dem Argument des „too big to fail“ wollten sich schließlich auch Witte und Mehrbrey30 in ihrem vielzitierten Artikel nicht verschließen. Sie sind der Ansicht, der Konkurs von Lehman Brothers habe die Fachwelt und die Öffentlichkeit völlig überraschend getroffen. Lehman habe bis zum Insolvenzantrag durchweg gute Bonitätsbewertungen erzielt, auf die sich die Banken verlassen konnten, denn es sei gerade die in der Wirtschafts- und Finanzwelt den Rating-Agenturen zugeschriebene Aufgabe, die Bonität von Unternehmen einzuschätzen. Das Rating ist ein objektives und aktuelles Urteil über die Bonität des Unternehmens. Im übrigen – selbst wenn es vereinzelte kritische Stimmen im Hinblick auf eine bevorstehende Insolvenz von Lehman Brothers in der Fachpresse gegeben hätte, hätten sich die Banken nach alledem zunächst noch auf das Rating – als verlässliche Quelle – verlassen können.31

Kurzum: Weder eine Lehman-Liquiditätskrise noch ein Lehman-Bankrott sei im Jahre 2008 wirklich vorhersehbar gewesen und aufgrund dessen, habe keinesfalls eine Aufklärungspflicht bestanden. Diese Argumentation erweist sich jedoch mehrfacher Hinsicht als höchst fragwürdig, wie die folgende Analyse der Zusammenhänge zeigt.

2. Bear Stearns

Im März 2008 drohte der fünftgrößte US-Investmentbank, Bear Stearns, der Bankrott. Die Bank hatte sich im Zuge der US-Hypothekenkrise mit Ramschhypotheken und Risiko-Krediten verspekuliert. Da sie über keine ausreichende Eigenkapitaldecke verfügte, drohte sie Mitte März 2008 zu kollabieren. De facto in letzter Minute wurde sie von der US-Bank JPMorgan Chase übernommen, wobei die US-Notenbank, kurz FED, wiederum JPMorgan Chase durch Aktienkäufe massiv stützen musste. Bear Stearns massive Finanzprobleme infolge der Subprime-Krise waren seit Juni 2007 bekannt. Zwei bankeneigene Hedgefonds, die auf dem Markt für Hypotheken-Kredite mit mittelmäßiger und schlechter Bonität spekuliert hatten, dem sogenannten Sektor des „subprime lending“, waren wertlos und mussten geschlossen werden. Nach dem ersten Quartalsverlust in ihrer Bankgeschichte, nahm die Ratingagentur Standard & Poor´s im November 2007 ein Downgrade von „A+“ nach „A“ vor und erklärte zu Lasten von Bear Stearns: „The outlook is negative“.32 In den folgenden Monaten verschärfte sich die Krise. Obwohl im Januar 2008 ein Wechsel an der Spitze des Bankunternehmens erfolgte, musste das Institut im gleichen Monat seinen dritten Hedgefonds schließen, um zeitgleich in Ostasien Investoren anzuwerben. Gerüchten über Liquiditätsengpässe wurde noch am 13.3.2008 – also zwei Tage vor dem drohenden Untergang – entgegengehalten, im ersten Quartal des Jahres 2008 werde man Gewinne erwirtschaften. De facto hatte Bear Stearns - zuletzt mit einer neuen Führungsspitze - bis zuletzt versucht, seine Finanzprobleme zu verbergen. Es war lediglich glücklichen Umständen zu verdanken, dass JPMorgan Chase und die FED in letzter Minute reagierten. Spätestens seit Bear Stearns war die Finanzwelt gewarnt.

Am erstaunlichsten ist, dass der sukzessive Abstieg von Lehman Brothers vom Frühling bis Frühherbst 2008 der gleichen „Choreographie“ folgte und auch in diesem Sinne in der nationalen und internationalen Finanzpresse publiziert wurde. Während Bear Stearns im Juni 2007 eingestehen musste, dass die beiden Hedgefonds keinen Wert mehr hätten, wurden im Juli 2007 Gerüchte laut, dass auch die Hedgefonds von Lehman Brothers in Schwierigkeiten geraten seien.33 Bereits im August 2007 verkündete Lehman Brothers, die Schließung der Hypothekenfondstochter BNC Mortgage. Branchenexperten werteten die Schließung der kalifornischen Tochter als Signal, dass die Bank eine baldige Erholung im Bereich der zweitklassigen US-Hypotheken ausschließe.34 Im Januar 2008 trennte sich Lehman Brothers von seiner Tochter Aurora Loan Service, die spezialisiert war auf den Ankauf und die Verbriefung von minderklassigen Subprime-Hypotheken.35 Nur einen Monat später, im Februar 2008, war bekannt geworden, dass Lehman Brothers im ersten Quartal des Jahre 2008 einen Verlust von ca. 1,3 Mrd. Dollar verbuchen würde.36 In der Tat waren es 1,8 Mrd. Dollar37 und der Monat März 2008 kam - überschattete durch den Fall Bear Stearns – für Lehman Brothers einer Achterbahnfahrt gleich, denn die Gerüchte über Liquiditätsprobleme wollten partout nicht verstummen, da weiterhin über drohende Rückzüge von Kunden und Geschäftspartnern spekuliert wurde, die Lehman ähnlich wie Bear Stearns zu Fall bringen könnten.38 In Anbetracht dessen, benötigte Lehman Brothers Kapital, so dass bereits im April 2008 eine Kapitalerhöhung im Wert von 4 Mrd. Dollar vorgenommen wurde.39 Nur zwei Wochen später nahm Lehman Brothers ein Sonderprogramm der FED zur Umwandlung von schwer verkäuflichen Kredite in Bargeld in Anspruch – der Wert der Transaktion betrug 2,8 Mrd. Dollar.40 Damit jedoch nicht genug, trotz Kapitalerhöhung und Auslagerung musste Lehman Brothers im Juni 2008 vermelden, dass auch im zweiten Quartal 2008 Verluste in Höhe von 2,8 Mrd. Dollar zu verzeichnen seien.41 Die Reaktion der Ratingagentur Standard & Poor´s folgte unverzüglich. Wie bereits bei Bear Stearns wurde Lehman Brothers von einem „A+“ auf ein „A“ heruntergestuft und wie im Falle Bear Stearns lautete die Prognose: „The outlook is negative“. Dem schwindenden Vertrauen versuchte Lehman Brothers – wie bereits im April 2008 – mit einer erneuten Kapitalerhöhung in Höhe von abermals 4 Mrd. Dollar zu begegnen.42 Gleich Bear Stearns wurde es in dieser Phase für nötig befunden, den Führungsstab auszutauschen und Kontakt zu Ostasiatischen Finanziers aufzunehmen.43 Als am 11. September 2008 erneut Abschreibungen in Höhe von 3,9 Mrd. Dollar verkündet wurden, befand sich die Bank im ‚freien Fall’.

3. Fannie Mae und Freddie Mac

Am 11.7.2008 erklärte der frühere Chef der FED von St. Louis gegenüber dem Investitionsportal Bloomberg, dass die beiden führenden US-Hypothekenbanken, Fannie Mae und Freddie Mac, praktisch zahlungsunfähig seien.44 Fannie Mae und Freddie Mac galten bis zu diesem Zeitpunkt als die wesentlichen Stützpfeiler des US-Hypothekenmarktes, da sie rund die Hälfte des 12 Billionen Dollar schweren US-Hypothekenmarktes garantieren oder in ihren eigenen Büchern verbrieften. Anfangs zögerlich, sodann jedoch angesichts der dramatischen Lage äußerst eilig, zahlte die US-Regierung 50 Mrd. Dollar an die beiden Institute und stellte Garantien in Höhe von 300 Mrd. Dollar in Aussicht.45 Ironie der Geschichte: Ausgerechnet ein Analyst von Lehman Brothers hatte auf das Finanzdefizit von Fannie Mae und Freddie Mac aufmerksam gemacht,46 und somit unfreiwillig wieder den Focus auf Lehman Brothers gelenkt. Denn die Schieflage der beiden Hypothekenfinanzierer führte zu neuen Gerüchten hinsichtlich der Liquiditätsengpässe von Lehman Brothers.47 Im August 2008 wurden daher in der deutschen Finanzpresse Stimmen laut, die das Diktum des „too big to fail“ angesichts der Milliardenlasten, die der amerikanische Steuerzahler aufzubringen habe, kritisch beleuchteten und prophezeiten, dass die US-Regierung zu der Entscheidung gelangen könnte, dass es einfach zu teuer ist, alle großen Banken zu stützen.48

4. Negative Presse/ Deutschland

Gemäß der jüngsten Rechtsprechung des BGH49 muss sich ein Anlageberater über die Anlageprodukte, die sie empfehlen möchten, aktuelle Informationen verschaffen. Dazu gehört auch die Auswertung vorhandener Berichte in der Wirtschaftspresse. Bezüglich privater Anleihen muss die Bank den Anleger über gehäufte negative Berichte in der Börsenzeitung, der Financial Times Deutschland, dem Handelsblatt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung informieren.50 Drei Faktoren sind demnach entscheidend: Die Berichte müssen 'gehäuft' auftreten und zudem 'negativ' sein. Darüber hinaus müssen sie in den vier Publikationsorganen erscheinen.

Die beklagten Banken entgegnen nunmehr quasi unisono, dass die Presseberichterstattungen zum maßgeblichen Anlagezeitpunkt - und dieser umfasst nach Überzeugung der Banken jeden erdenklichen Zeitpunkt vor dem Insolvenzantrag - überaus uneinheitlich gewesen seien und allenfalls vage Gerüchte verbreitet hätten, die am Markt stets in Hülle und Fülle auftreten würden. Eine Untersuchung der Pressemitteilungen ergibt freilich ein anderes Bild.

4.1. März 2008

Interessanterweise begannen die negativen Pressemitteilungen bezüglich Lehman Brothers bereits vor dem Beinahe-Bankrott von Bear Stearns. Am 10.3.2008 meldete das Handelsblatt, dass Lehman Brothers erneut 1.400 Stellen streichen würde, wobei bereits im Zuge der US-Hypothekenkrise im Jahre 2007 mehrere tausend Mitarbeiter entlassen worden seien.51 Am 14.3.2008 - also zwei Tage vor Bear Stearns – publizierte die Börsen-Zeitung einen Artikel mit dem Titel „Investmentbanken im Rückwärtsgang“.52 Demnach habe Lehman Brothers einen starken Ertragsrückgang zu verzeichnen.53 Im Zuge der Bear Stearns Krise im März 2008 benannten alle vier Publikationsorgane Lehman Brothers mehrfach als ein Institut in Schieflage.54 Dieser ersten gehäuften negativen Publikationswelle im März 2008 folgte eine zweite im April 2008.

4.2. April/ Mai 2008

Lehman Brothers benötigte dringend frisches Kapital. In dieser Situation erfolgte eine Kapitalerhöhung um 4 Mrd. Dollar.55 Dies war ein Drittel mehr als angekündigt. Zwar haussierten daraufhin die Aktien der Bank um 14 %, dennoch blieben Zweifel.56 Nach Angaben von Bernstein Research lägen in der Bilanz von Lehman Brothers noch 87 Milliarden Dollar an problematischen Vermögenswerten57, was die Börsen-Zeitung auf Seite 1 dazu veranlasste die Bank auch weiterhin als „Wackelkandidaten, ähnlich wie Bear Stearns“58 zu bezeichnen. Mitte April 2008 verkündete das Bankhaus, es habe drei Investmentfonds liquidieren müssen und dabei Assets in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar in die Bilanz genommen, wobei Verluste in Höhe von 300 Millionen Dollar zu verzeichnen waren.59 Obwohl Lehman Brothers betonte, dass diese Abschreibungen bereits in der Märzbilanz Berücksichtigung gefunden habe, stufte die Ratingagentur Fitch den Ausblick für Lehman Brothers von „stabil“ auf „negativ“ herunter.60 Das gab neuen Gerüchten Nahrung, so dass wiederum die Börsen-Zeitung von den anhaltenden Spekulationen berichtete, da Lehman Brothers genau wie Bear Stearns im Geschäft mit der Verbriefung von Schuldverschreibungen stark engagiert sei.61 Die Lehman-Aktie war seit Jahresbeginn um 42 Prozent gefallen62, konzernweit sanken die Einnahmen der Bank binnen Jahresfrist um 31 % auf 3,5 Milliarden Dollar und der Nettogewinn brach um 57 % auf 489 Mill. Dollar ein.63 Hinzu kam, dass Lehman Brothers das Sonderprogramm der US-Notenbank in 2,8 Mrd. Dollar Anspruch nahm und schwer verkäufliche Kredite in Bargeld umwandelte. Das Paket bestand vor allem aus Schuldverschreibungen, die Lehman Brothers nicht am Markt platzieren konnte.64

Der Monat Mai 2008 wurde beherrscht durch ein Interview der Top-Manager von Lehman Brothers in Deutschland. In diesem Interview erklärten drei Mitglieder des German Executive Comitees gegenüber der Börsen-Zeitung: „...die schlimmsten durch die Subprime-Krise ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten liegen hinter uns“65, wenngleich die Gefahr bestünde, dass die Krise weiterschwele.66 Hingegen meldete das Handelsblatt nur sechs Tage später, dass Lehman Brothers erneut weitere Arbeitsplätze abbauen werde, wegen der „anhaltend schwierige(n) Marktbedingungen“.67 Am Ende des Monats publizierte die Börsen-Zeitung, dass der Markt Lehman Brothers verdächtige, abermals Abschreibungen in Milliardenhöhe anzeigen zu müssen.68 Diese Vermutung sollte sich als richtig erweisen.

4.3. Juni/ Juli 2008

Anfang Juni 2008 musste Lehman Brothers wiederum Abschreibungen in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar bekannt geben. Dies Ereignis führten in der deutschen Wirtschaftspresse zu einem wahrhaft rasanten Anstieg der Negativberichte wie etwa: „Lehman Brothers: Wieder schwankt der Boden“69, „Lehman Brothers: Eine zweite Bear Stearns?“70, „Lehman Brothers in Erklärungsnot“71, „Lehman lechzt nach Kapital“72 oder etwa „Lehman schmort in der Gerüchteküche“73. Vermehrt wurden nunmehr Parallelen zu Bear Stearns gezogen und von anhaltenden Insolvenzgerüchten berichtet. Erst Ende des Monats beruhigte sich die Lage, um sich sodann im Zuge der Fannie Mae und Freddie Mac – Krise ab Mitte Juli 2008 mit einer neuen Intensität zuzuspitzen.74

4.4. August/ September 2008

Im Monat August 2008 publizierte die Finanzpresse nahezu täglich neue Meldungen.75

Gerne wenden die beklagten Banken sodann ein, dass der Bankberater keinen Grund gehabt habe, an der Bonität von Lehman Brothers zu zweifeln, da schließlich zu diesem Zeitpunkt (im August 2008) ein möglicher Verkauf der Lehman Tochter Neuberger Berman, deren Wert immerhin auf 8 Mrd. Dollar geschätzt wurde, anstand. In Anbetracht dieses beabsichtigten Kapitalzuflusses sei daher an eine Insolvenz von Lehman Brothers überhaupt nicht zu denken gewesen.

In diesem Kontext ist folgendes zu bemerken: Lehman Brothers war am Rande der Zahlungsunfähigkeit. In dieser Situation ergriff das amerikanische Bankhaus das letzte aller möglichen Mittel: Es streute Gerüchte über den Verkauf seiner profitablen Tochter Neuberger Berman, während die Unternehmenssprecherin gleichzeitig ein Statement ablehnte.76 Zu diesem Zeitpunkt bewegten sich die Kreditrisiken bei Lehman Brothers auf einem Rekordniveau.77 In den verbleibenden drei Wochen gelang es der Bank nicht, ihre Finanzprobleme in den Griff zu bekommen. Die Fama um den Verkauf von Neuberger Berman, der im übrigen vor der Insolvenz nicht stattgefunden hat, war mithin ein Finte, um den besorgten Markt zu beruhigen. Darüber hinaus ist es aber nicht nachvollziehbar, dass die Vielzahl der Negativmeldung bewusst ignoriert wurden, um sich sodann selektiv auf den beabsichtigten Neuberger Berman Verkauf zu kaprizieren, ohne den Bankkunden über die Presseberichterstattungen aufzuklären.

5. Negative Presse/ USA

Der BGH hat in seiner BOND I-Entscheidung78 festgelegt, dass die Anforderungen an die Prüfungspflicht der Bank nicht deshalb geringer seien, weil es sich bei der empfohlenen Anlage um eine Auslandsanleihe handelt. Bei einer solchen Anleihe ist der Beratungsbedarf des Kunden wegen der erschwerten Zugänglichkeit der Quellen eher höher. Wenn eine Bank den mit der Informationsbeschaffung im Ausland verbundenen gesteigerten Aufwand und die Gefahren einer lückenhaften Unterrichtung scheut, muss sie auf eine Empfehlung verzichten und entsprechende Fragen des Kunden nach dieser Anleihe mit dem Hinweis auf das Risiko der von ihr nicht einzuschätzenden Bonität des Emittenten beantworten. Sie kann die Folgen ihrer eigenen Versäumnisse nicht auf den Kunden abwälzen, der auf ihre Beratung vertraut.79

Vorliegend hatte sowohl die Emittentin (Lehman Brothers Treasury Co. B.V.) als auch die Garantin (Lehman Brothers Holdings Inc.) ihren Sitz im Ausland. Erstere in den Niederlanden und der Mutterkonzern in den USA. Die Emittentin verfügte über kein eigenes Rating80 und war lediglich gegründet worden, um für den Mutterkonzern Geldmittel auf dem europäischen Kontinent zu generieren.81 Gemäß der BOND I-Entscheidung hätte somit die Verpflichtung bestanden, sich in den USA Informationen über die Bonität des Mutterkonzerns zu beschaffen. Diesen Grundsatz hat der BGH bereits im Jahre 1993 aufgestellt, zu einer Zeit also, in der die Möglichkeiten der modernen IT-Gesellschaft noch gar nicht existierten. Heutzutage ist ein leichtes, die Online-Ausgabe der amerikanischen Finanzpresse in „Ist-Zeit“ zu beziehen und die jeweiligen weltweiten Börsenentwicklungen sekundenschnell nachzuvollziehen. Der Gedanke des BGH entfaltet für die Lehman-Fälle somit eine ungeahnte Aktualität.

Die vom BGH geforderte Informationsbeschaffung dürfte sich zumindestens auf die amerikanische Finanzpresse erstrecken und hier in jedem Falle auf die beiden großen Zeitungen The Wall Street Journal und die Financial Times/ USA. Beide Zeitungen verfügen neben der Printausgabe über gut strukturierte Internetseiten, wobei das Wall Street Journal seinerseits wiederum diverse Internetdienste wie etwa Barron´s, MarketWatch oder Financial News unterhält.82

Eine Analyse zeigt, dass in den USA ab März 2008 Lehman Brothers als potentiell nächster Insolvenzkandidat gehandelt wurde.83 Zwar ebbten die Berichterstattungen in den Frühlingsmonaten zwischenzeitlich ein wenig ab, spätestens mit dem Downgrade von Standard & Poor´s im Juni 2008 und dem Unvermögen des Lehman Managements die prekäre Finanzlage in den Griff zu bekommen, waren mehrmalige tägliche Berichte ab Mitte Juli 2008 jedoch an der Tagesordnung. Dies nicht zuletzt auch deswegen, weil Lehman Brothers in den Focus von David Einhorn geraten war. Einhorn ist Eigentümer des Hedgefonds Greenlight Capital. Im April und Mai 2008 präsentierte er vor einem ausgesuchten Publikum seine Analyse der Bilanzen von Lehman Brothers.84 Danach habe die Bank, so Einhorn, mit geschickter List einen Großteil der Abschreibungen aus der aktuellen Bilanz entfernt und sei zudem unterkapitalisiert. In der Folgezeit gelang es dem Management von Lehman Brothers nicht, die von Einhorn kolportierten Zweifel an der Solidität des Bankhauses zu entkräften.85 Die gesamte US-amerikanische Berichterstattung ist daher immer auch vor dem Hintergrund des Einhorn-Statements aus dem Frühling 2008 zu betrachten.

6. Credit Default Swaps

Bei Lehman Brothers waren die sog. “Credit Default Swaps”-Spreads (CDS) vor dem Bankrott deutlich erhöht. CDS sind eine Art Kreditausfallversicherung. Der Gläubiger einer Kreditforderung erklärt sich bereit, für die Absicherung eines Kredits gegen im Einzelnen zu bezeichnende Risiken eine Prämie zu zahlen. Ein Dritter ist bereits, als Gegenleistung für diese Prämie eine bestimmte Zahlung im Falle des Eintritts des Risikos zu leisten. Das wiederum bedeutet, je höher der Markt das Risiko eines Ausfalls einschätzt, um so teurer ist die Ausfallversicherung. Dieses Risiko wird in einem Punktesystem dargestellt. Der Durchschnitt von Emittenten liegt normalerweise zwischen 10 und 20 Punkten. Bereits im März 2008 – also nach dem Beinahe-Bankrott von Bear Stearns – war der Wert der Credit Default Swaps für Lehman Brothers auf 300 Punkte gestiegen86, sodann hatte sich die Situation beruhigt, um im Sommer 2008 auf den alarmierenden Wert von 400 Punkten anzusteigen.87 Die mangelnde Kreditwürdigkeit von Lehman Brothers in Verbindung mit den kursierenden Insolvenzgerüchten, führten zu der Situation, dass Lehman Brothers sich kaum mehr Kapital auf dem Markt beschaffen konnte – und wenn, dann zu extremen Bedingungen während zeitgleich der Wert der Lehman Aktie abstürzte.

Gerne wird eingewendet, dass der CDS-Index – wenn überhaupt – erst nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers in den Vereinigten Staaten ein Instrument der Industrie etabliert worden und zum anderen die Verschlechterung des Index zum damaligen Zeitpunkt Ausdruck der allgemeinen Marktlage gewesen sei und keinesfalls alleine Lehman Brothers betraf.

Diese Sichtweise greift zu kurz. Zum einen, fand der Verkauf der streitbefangenen Zertifikate in Deutschland statt und nicht in den USA. In Deutschland sind dem Anleger gem. § 31 WpHG von dem Bankberater alle zweckdienlichen Informationen vor der Anlageentscheidung mitzuteilen. Zu diesen Informationen gehört u.a. auch eine signifikante Steigerung des Index, mit dem sich die Investmentbank ihrerseits gegen eine Zahlungsunfähigkeit absichert. Hinzu kommt, dass in der Tat auch andere Banken, wie etwa Goldmann Sachs oder JP Morgan Chase einen Anstieg der CDS-Index zu verzeichnen hatten, aber längst nicht in dem gleichen Ausmaß wie Lehman Brothers. In Anbetracht dieses Krisenszenarios mahnte die Börsen-Zeitung im Juli 2008, dass die Krise nach Bear Stearns sowie Fannie Mae und Freddie Mac noch lange nicht vorbei sei und gerade Zertifiakteinhaber das Emittentenrisiko, d.h. Im 'Worst-Case-Fall' ein Totalverlustrisiko zu tragen hätten: „Die täglichen Hiobsbotschaften und die rapide ausgeweiteten Credit-Spreads bei sehr vielen Banktiteln mahnen den Anleger, dass die Gefahr weiterer Zusammenbrüche groß ist. So ist es in den vergangenen Tagen am Credit-Markt zu einer unterschiedlich starken Ausweitung der Spreads vor allem bei den US-Banken gekommen. Wegen der jüngsten Gerüchte und Spekulationen um Liquiditätsprobleme ist es beispielsweise bei Lehman Brothers bei den einjährigen CDS (Credit Default Swaps) innerhalb von fünf Tagen zu einer Ausweitung von 475 auf 716 Basispunkte gekommen. Die Krise mahnt Investoren, dass sie vor dem Kauf eines Zertifikats einen Blick sowohl auf die Ratings als auch die Credit-Spreads der Emissionshäuser von Zertifikaten und Hebelprodukten werfen sollten. Anlage-Zertifikate werden von der jeweils begebenden Bank als Inhaberschuldverschreibungen aufgelegt. Im Falle einer Insolvenz des begebenden Instituts trägt der Anleger daher grundsätzlich ein Gläubigerrisiko.“88

IV. Fazit

Wann verwirklichte sich das Bonitätsrisiko von Lehman Brothers im Jahre 2008? Ab welchem Zeitpunkt hätte der Erwerb von Lehman-Zertifikaten mit einem deutlichen Warnhinweis erfolgen müssen?

Die sechstgrößte Sparkasse der Republik hat diese Frage für sich beantworten können. Sie hat nach eigenen Angaben Lehman-Zertifikate im Umfang von 30 Millionen Euro verkauft. Für vor dem 16. März 2008 erworbene Papiere gibt es 50 Prozent zurück, für später gekaufte 75 Prozent. Begründung für diese Differenzierung: Am 16. März kam es zum Fastzusammenbruch der US-Investmentbank Bear Stearns. Damit wurde offensichtlich, dass auch große Wallstreet-Adressen in ernsthafte Schwierigkeiten geraten können, wie es dann später bei Lehman der Fall war.89

Diese Entscheidung entspricht den dargelegten Fakten. Im März 2008 traf der Beinahe-Bankrott eine Investmentbank, der Standard & Poor´s immer noch ein Rating von „A“ zugestand. Spätestens zu diesem Zeitpunkt musste klar sein, dass dem Rating nur noch eine marginale Bedeutung zukam. Auf den Umstand, dass das Rating zudem immer nur eine „ex ante“ Betrachtung sein kann, verweist im übrigen sogar Lehman Brothers in seinem Basisprospekt. Dort steht in deutscher Übersetzung zu lesen: „Ratinginformationen sind für Anleger lediglich eine Entscheidungshilfe und ersetzen nicht die eigene Urteilsbildung eines Anlegers hinsichtlich der Geeignetheit einer Anlage und sind nicht als Kauf- oder Verkaufsempfehlung für bestimmte Schuldverschreibungen zu verstehen. Das Rating soll lediglich bei einer Anlageentscheidung unterstützen und ist nur ein Faktor in der Beurteilung, der neben anderen gesehen und gewichtet werden muss. Da das Rating oft erst dann geändert wird, wenn sich die Bonität eines Emittenten bereits verändert hat, müssen Anleger sich trotz vorhandenen Ratings ein eigenes Urteil bilden.“90

Das Rating ist mithin nur ein Faktor und dieses Kriterium musste, nach dem Fall Bear Stearns einer kritischen Überprüfung unterzogen werden, wenn ein Institut mit einem Rating von „A“ kurz vor dem Bankrott stand. Die fortdauernden Hinweise in der Rechtsprechung und der Literatur auf das „gute Rating“ von Lehman Brothers verkennen mithin die Gegebenheiten des Frühjahrs 2008. Da das Rating keinesfalls mehr alleine eine Anlageentscheidung begründen durfte, mussten andere Faktoren hinzutreten.

Dies waren die negativen Presseberichte und die CDS-Spreads. In diesem Zusammenhang entfaltet der vielzitierten Artikel von Witte und Mehrbrey91 eine fatale Wirkung. Beide Autoren unterstellen nämlich, dass es eigentlich gar keine kritischen Stimmen in der Finanzpresse bezüglich einer drohenden Insolvenz gegeben habe.92 Das Gegenteil ist der Fall – ab Baer Stearns Beinahe-Bankrott war Lehman Brothers fortwährend mit Negativberichten in der deutschen Finanzpresse zu finden. Dies nicht ohne Grund: Ein Artikel kann nur geschrieben werden, wenn es etwas Neues zu vermelden gibt und im Falle Lehman Brothers reihten sich ab dem 16.3.2008 die Negativmeldungen aneinander wie Perlen einer Kette. Lehman Brothers und die Subprime Krise war in den Focus der internationalen Finanzpresse gerückt, die Bank stand unter ständiger Beobachtung und in diesem Zusammenhang geizte die Fachpresse nicht mit deutlichen Einschätzungen wie „Wackelkandidat“93, „Angeschlagene Investmentbank“94 oder „Krisengeschüttelte US-Investmentbank“95.

Hinzu kommt, dass im Zuge der globalen Finanzmärkte eine Beobachtungspflicht bezüglich der amerikanischen Finanzpresse bestand. Der BGH hat dies in seiner BOND I - Entscheidung deutlich formuliert. Außerdem war den Banken der rapide Anstieg der CDS-Spreads von Lehman Brothers nicht entgangen. Es konnte daher nur eine Frage der Zeit sein, wann Lehman Brothers kollabieren würde. Sodann glaubte der Markt der US-Regierung die Pflicht auferlegen zu können, eine weitere Bank zu retten. Die Analyse des Falls Fannie Mae und Freddie Mac zeigt jedoch, dass die US-Regierung bereits im Juli 2008 nur äußerst zögernd reagierte.

In Anbetracht dessen müssen sich Teile der Rechtsprechung und der Literatur die kritische Frage stellen: Was wollte der Gesetzgeber mit der Normierung von § 31 WpHG bezwecken? Es sollte erreicht werden, dass der Anleger – der, sobald er die Anlage getätigt hat, das volle Risiko trägt – vor seiner Anlageentscheidung umfassend über die Risiken des Produkts und über die emittierende Bank aufgeklärt wird. Einer nicht erfolgte Aufklärung ab März 2008 mit dem Argument zu begegnen, dass die US-Regierung bisher immer eingesprungen sei und es daher keiner dezidierten Aufklärung über die Zustände auf dem amerikanischen Finanzmarkt im allgemeinen und der Lage von Lehman Brothers im besonderen bedurft habe, negiert die Umstände und die Akteure. Es stimmt bedenklich, wenn ein OLG zwei Jahre nach dem Konkurs von Lehman Brothers zu der Erkenntnis gelangt, dass die Investmentbank von der Subprime-Krise eigentlich überhaupt nicht betroffen gewesen sei. Auch die in diversen Urteilen zu lesende einseitige Fokossierung auf die zu erwartende Hilfe der US-Regierung verkennt das Marktgeschehen. Im Falle von Bear Stearns hatten die FED und die Investmentbank JP Morgan Chase gemeinsam gehandelt. Bei Lehman Brothers waren weder die FED, noch die nationalen und internationalen Banken bereit, das Risiko zu übernehmen.96 Zu groß waren die wirtschaftlichen Probleme der Bank, zulange hatten die Negativberichte die nationale und internationale Finanzpresse beherrscht und bewahrheiteten sich im Zuge einer externen Buchprüfung am Wochenende des 13.9.2008/14.9.2008.97

Letztenendes ist daher der Schlußfolgerung des US-Kongresses zur Finanzkrise aus dem Januar 2011 in seiner philosophischen Weitsichtigkeit bedingslos zuzustimmen: „Die größte Tragödie wäre es zu akzeptieren, dass niemand so etwas vorhersehen konnte. Wenn wir das tun wiederholt sich die Geschichte.“98

Dr. jur. Susanne Benöhr-Laqueur, Rechtsanwältin, Zeppelinstr.1, 27568 Bremerhaven, E-mail: dr_benoehr@web.de, Homepage: http://www.sblq.de. Lehrbeauftragte an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät II, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und an der Universität Bremen, Fachbereich Rechtswissenschaften.

1OLG Schleswig, 5 U 44/10, Beschluß vom 24.8.2010, S. 4 (Vorinstanz: LG Kiel, 5 O 97/09) – nicht veröffentlicht.

2(Fn.1).

3OLG Hamburg: Bankhaus zieht kurz vor Urteil Berufung gegen Verurteilung zu Schadensersatz wegen Lehman-Zertifikaten zurück, 13.8.2010, http://beck-online.beck.de.p-serv2.bis.uni-oldenburg.de/?vpath=bibdata\reddok\becklink\1003778.htm&pos=18&hlwords=lehman%C3%90brothers#xhlhit; Vorinstanz: LG Hamburg, Urteil, 26.11.2009, AZ: 309 O 177/09, http://www.sblq.de/urteilhh26-11-2009.htm, Geld zurück für Lehman-Opfer – neue Hoffnung für Geschädigte, Hamburger Abendblatt, 11.8.2010, http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1595601/Geld-zurueck-fuer-Lehman-Opfer-neue-Hoffnung-fuer-Geschaedigte.html (Alle abgerufen am 28.3.2011).

4LG Mainz, Urteil, 22.6.2009, AZ: 5 O 384/08, Juris – nachgehend: OLG Koblenz, Az. 1 U 930/09 – Juris.

5(Fn. 4).

6(Fn. 4).

7LG Hamburg, Urteil, 18.11.2010, AZ: 334 O 95/09, S. 11, nicht rechtskräftig – Juris.

8(Fn. 7).

9LG Berlin, Urteil, 4.6.2009, AZ: 37 O 33/09, Rn. 60, Juris, rechtskräftig, nachgehend KG Berlin, Az: 24 U 118/09 – Berufung am 8.3.2010 durch Beschluss zurückgewiesen.

10(Fn. 9).

11OLG Köln, Urteil, 23.6.2010, AZ: 13 U 222/09, Rn. 30, http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/koeln/j2010/13_U_222_09urteil20100623.html, Vorinstanz: LG Köln, 15 O 167/09 (Abgerufen am 28.3.2011).

12(Fn. 11).

13(Fn. 11).

14LG Potsdam, Urteil, 29.7.2008, Az: 8 O 427/08, http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/?quelle=jlink&docid=KORE522142009&psml=sammlung.psml&max=true&bs=10 (Abgerufen am 28.3.2011).

15LG Hamburg, Urteil, 11.3.2010, AZ: 313 0 95/09, nicht rechtskräftig – http://www.diekmann-rechtsanwaelte.de/news/news_LG_Hamburg:_Zu_den_Aufklaerungpflichten_einer_Bank_%28Delbrueck%29_beim_Verkauf_von_Lehman-Zertifikaten..html und LG Hamburg, Urteil, 22.4.2010, AZ: 328 O 302/09, nicht rechtskräftig, http://www.rws-verlag.de/hauptnavigation/aktuell/news-detail/article/57/Lehman-Zertifikate-Hahn-Rechtsanwaelte-erstreiten-erstes-positives-Urteil-wegen-negativer-Presse.html (Alle abgerufen am 28.3.2011).

16LG Tübingen, Urteil, 15.12.2009, Az: 5 O 127/09, Juris, Rn. 31.

17Jürgen Johannes Witte/ Kim Lars Mehrbrey, Haftung für den Verkauf wertlos gewordener Zertifikate – der Fall Lehman Brothers, ZIP 2009, S. 744 ff (S. 744, 747).

18Klaus Nieding, Der Fall „Lehman Brothers“, Bank- und Kapitalmarktrecht, 2/2009, juris.

19Walter Späth, Lehman Zertifikate im Fokus der Rechtsprechung der letzten 2 Jahre, VuR 12/2010, S. 451 ff (S. 456).

20Hendrik Brinckmann, Lehman-Zertifikate und die Neuregelungen bei der Anlageberatung anlässlich der Reform des SchVG – lässt sich eine vorsichtigere Beratungspraxis etablieren?, BKR 2010, S. 45 ff (S. 46).

21Rüdiger Veil, Aufklärung und Beratung über die fehlende Einlagesicherung von Lehman-Zertifikaten? Eine Analyse der zivil- und aufsichtsrechtlichen Pflichten bei der Anlageberatung, Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht, Heft 34, 2009, S. 1585 ff.

22(Fn. 21).

23 Hanseatisches OLG Hamburg (13 U 117/09 und 13 U 118/09), Zeitschrift für Bank- und Kapitalmarktrecht, 2010, S. 250 ff.

24 (Fn. 23).

25Felix Podewils/ Dennis Reisich, Haftung für „Schrott“-Zertifikate? Aufklärungs- und Beratungspflichten nach BGB und WpHG beim Erwerb von Zertifikaten, NJW 2009, S. 116 ff

26Klaus Märker, Fehlerhafte Anlageberatung beim Vertrieb von Lehman-Zertifikaten – eine Zwischenbilanz, NJOZ 2010, 524 ff

27Wolfgang van Randenborgh, „Zertifikate“ gehören nicht in die Hand privater Anleger- Zweifel an der unvoreingenommener Anlageberatung der Banken, ZRP 2010, S. 78 ff

28 Lehman auffangen, wäre billiger gekommen, in: Handelsblatt, 16.12.2008, http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/lehman-auffangen-waere-billiger-gekommen;2110072 (Abgerufen am 28.3.2008).

29 Die Krise verschärft sich: Lehman Brothers steht vor dem Fiasko, Süddeutsche Zeitung (Online), 10.9.2008, http://www.sueddeutsche.de/geld/2.220/krise-verschaerft-sich-lehman-brothers-steht-vor-fiasko-1.699233 (Abgerufen am 28.3.2011).

30Jürgen Johannes Witte/ Kim Lars Mehrbrey, Haftung für den Verkauf wertlos gewordener Zertifikate – der Fall Lehman Brothers, ZIP 2009, S. 744 ff (S. 744, 747).

31 (Fn. 30).

32 Bear downgraded in face of first loss in 83 years, 15 Nov 2007, Financial News, http://www.efinancialnews.com/story/2007-11-15/bear-downgraded-in-face-of-first-loss-in-83-years (Abgerufen am 28.3.2011).

33 Spekulation: Wie die Hedgefonds-Blase entstand – und platzte, Spiegel-Online, 21.7.2007, http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-495508,00.html (Abgerufen am 28.1.2011).

34 US-Banken greifen zur Notbremse, Handelsblatt, 24.8.2007, S. 21.

35 Lehman Brothers kappt Hypothekenaktivitäten Investmentbank baut weitere 1 300 Stellen ab, Börsen-Zeitung, 19.1.2008, S. 5.

36 Lehman Brothers vor Abschreibungen, Börsen-Zeitung, 20.2.2008, S. 35.

37 Scharfer Gewinneinbruch bei US-Investmentbanken Trotzdem überraschen Goldman Sachs und Lehman Brothers positiv - Aktienkurse deutlich im Plus, Börsen-Zeitung, 19.3.2008, S. 1.

38 Schlechte Konjunkturdaten drücken auf die Stimmung der Anleger Wenig zuversichtlicher Ausblick auf das zweite Quartal - Gerüchte um Lehman Brothers, Börsen-Zeitung, 29.3.2008, S. 19.

39 Lehman Brothers nimmt 4 Mrd. Dollar auf US-Investmentbank tritt Leerverkäufen entgegen, Börsen-Zeitung, 2.4.2008, S. 5.

40 Lehman Brothers wandelt Problem-Kredite in Bargeld, Börsen-Zeitung, 14.4.2008, S. 27.

41 Lehman Brothers in Erklärungsnot, Börsen-Zeitung, 10.6.2008, S. 8.

42 Lehman Brothers Wieder schwankt der Boden, Handelsblatt, 4.6.2008, S. 12.

43 Lehman setzt Finanzvorstand Callan nach sieben Monaten ab, Börsen-Zeitung, 13.6.2008, S. 7 und Presse: Lehman Brothers könnte sich in Korea Kapital beschaffen, 11.6.2008, http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Presse-Lehman-Brothers-koennte-sich-in-Korea-Kapital-beschaffen-339955 (Abgerufen am 28.3.2011).

44Credits schlagen Aktienmärkte. Fannie Mae und Freddie Mac gelten als „too big to fail“ - Inflationsdaten im Blick, Börsen-Zeitung, 12.7.2008, S. 17

45Bush unterzeichnet Rettungsplan. Aktionäre von Fannie Mae und Freddie Mac erfreut, Börsen-Zeitung, 31.7.2008, S. 5.

46Freddie Mac und Fannie Mae Plunge on Capital Concerns, Bloomberg, 7.7.2008, http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=newsarchive&sid=asb4r81Ls6kE (Abgerufen am 28.3.2011); Fannie and Freddie slide. Financial Times 8 July 2008, S. 28; Mortgage regulator tries to ease fears, Financial Times 9 July 2008, S. 9.

47Letztes Mittel gegen das Monster, Handelsblatt, 15.7.2008, S. 21; Credits schlagen Aktienmärkte. Fannie Mae und Freddie Mac gelten als „too big to fail“ - Inflationsdaten im Blick, Börsen-Zeitung, 12.7.2008, S. 17.

48Fannie Mae: Wenn der Staat nein sagt, Handelsblatt, 12.8.2008, S. 12.

49BGH, NJW 2008, S. 3700 ff (S. 3702).

50BGH, NJW 2008, S. 3700 ff (S. 3702).

51Lehman Brothers streicht 1.400 Stellen, Handelsblatt, 11.03.08, S. 23

52Investmentbanken im Rückwärtsgang, Börsen-Zeitung, 14.03.2008, S. 20.

53(Fn. 52).

54 Lehman erneut in der Gerüchteküche, Börsen-Zeitung, 28.03.2008, S. 18;

Im Zentrum des Sturms, Handelsblatt, 19.03.08, S. 22; Beruhigungspille, FAZ, 19.3.2008, S. 18,

Garantie für wenig Geld, FTD.de, 19.3.2008, http://www.ftd.de/finanzen/derivate/:portfolio-garantie-fuer-wenig-geld/332892.html (Abgerufen am 28.3.2011)

55Lehman Brothers nimmt 4 Mrd. Dollar auf – US-Investmentbank tritt Leerverkäufen entgegen, Börsen-Zeitung, 2.4.2008, S. 5.

56(Fn. 55).

57(Fn. 55).

58UBS schreibt mehr als 12 Mrd. Euro ab, Börsen-Zeitung, 2.4.2008, S. 1.

59Lehman verschreckt Anleger – Liquidation von Fonds – Bank wehrt sich gegen Zweifel an der Stabilität, Börsen-Zeitung, 11.4.2008, S. 3.

60Fitch stuft Ausblick von Lehman herunter, Börsen-Zeitung, 3.4.2008, S. 5.

61(Fn. 59).

62Neue Abschreibungswelle rollt auf US-Banken zu, Handelsblatt, 2.4.2008, S. 29.

63(Fn. 62).

64Lehman Brothers wandelt Problem-Kredite in Bargeld, Handelsblatt, 14.4.2008, S. 27 sowie US-Banken können kaum mehr enttäuschen – Analysten stellen sich auf Gewinneinbruch im Startquartal ein, Börsen-Zeitung, 11.4.2008, S. 19; Lehman Brothers nimmt 4 Mrd. Dollar auf – US-Investmentbank tritt Leerverkäufen entgegen, Börsen-Zeitung, 2.4.2008, S. 5; Lehman liquidiert drei Fonds, Börsen-Zeitung, 11.4.2008, S.1; Freund oder Feind?, Handelsblatt, 4.4.2008, S. 24; Merill-Anleihen sinken im Wert, Handelsblatt, 15.4.2008, S. 27; In Feierlaune, Börsen-Zeitung, 2.4.2008, S. 1; Europäische und amerikanische Börsen, FAZ, 11.4.2008, S. 26; Renten- und Devisenmarktbericht, FAZ, 11.4.20008, S. 29; Die Behörden untersuchen bewusst gestreute Gerüchte. Fonds sollen auf dem Höhepunkt der Bankenkrise den Markt manipuliert haben, FAZ, 29.4.2008, S. 25; Aufmacher Finanzmarkt, FAZ, 11.4.2008, S. 23; Die Prognosen für die Berichte zum ersten Quartal fallen, FAZ, 8.4.2008, S. 23; Unternehmen, 2.4.2008, FAZ, S. 14; Die Schweizer UBS muss noch einmal 12 Milliarden abschreiben, die Deutsche Bank 2,5 Milliarden Euro. Doch die Börsen haussieren, FAZ, 2.4.2008, S. 11; Deutsche Bank erwartet weitere Milliarden-Belastung, FAZ (NET), 1.4.2008, http://www.fazfinance.net/Aktuell/Boerse-und-Anlage/Fruehaufsteher-Medienschau-010408-3729.html (Abgerufen am 28.3.2011).

65„Turbulenzen liegen hinter uns“ - Interview mit Lehman Brothers in Deutschland, Börsen-Zeitung, 17.5.2008, S. 1, 5.

66(Fn. 65).

67Banken planen Entlassungen, Handelsblatt, 23.5.2008, S. 30.

68Kurse stehen im Bann des Ölpreises, Börsen-Zeitung, 31.5.2008, S. 19.

69Lehman Brothers: Wieder schwankt der Boden, Handelsblatt, 4.6.2008, S. 12.

70Lehman Brothers: Eine zweite Bear Stearns?, Handelsblatt, 5.6.2008, S. 12.

71Lehman Brothers in Erklärungsnot, Börsen-Zeitung, 10.6.2008.

72Lehman lechzt nach Kapital, Financial Times Deutschland, 10.6.2008.

73Lehman schmort in der Gerüchteküche, Börsen-Zeitung, 2.7.2008, S. 5 sowie Verkaufsgerüchte um Lehman, Börsen-Zeitung, 19.6.2008; Lehman-Chef Fuld bekennt Verantwortung, Financial Times Deutschland,17.6.2008; Lehman fährt Verlust ein, Handelsblatt, 17.6.2008, S. 22; Lehman am Scheideweg, Handelsblatt, 13.6.2008, S. 22.

74Wechselbad für Lehman Aktionäre, Financial Times Deutschland (Online), 14.7.2008; Pimco muss Lehman Brothers zur Seite springen, Financial Times Deutschland, 11.7.2008, Lehman zieht Boni vor, Börsen-Zeitung, 5.7.2008, S. 5 sowie Fn. 39 und Fn. 40.

75Soros erhöht Anteil an Lehman, Börsen-Zeitung, 16.8.2008; Krise zwingt Lehman zu Notverkäufen, Financial Times Deutschland, 18.8.2008; Lehman Brothers: Willkommen auf dem Basar, Financial Times Deutschland, 18.8.2008; Das Schlimmste kommt noch, FAZ (NET), 19.8.2008, http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EDF8B4A2B99BD46C2806130201C47BCD1~ATpl~Ecommon~Scontent.html; Lehman will Vermögensverwaltung verkaufen, FAZ (NET), 19.8.2008, http://www.faz.net/s/Rub4B891837ECD14082816D9E088A2D7CB4/Doc~EBFFC1274B5954835B955EFE92E9A0830~ATpl~Ecommon~Scontent.html; Lehman erwägt Spartenverkauf, FAZ, 20.8.2008, S. 15; Kreditrisiken bei Lehman bleiben auf Rekordniveau, FAZ (NET), 21.8.2008, http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EA022331B474A49CDB91E13FDF5EE9245~ATpl~Ecommon~Sspezial.html (Alle abgerufen am 28.3.2011); Drohende Abschreibungen verunsichern Anleger. Kursverluste nach Gerüchten über Notverkäufe bei Lehman Brothers – Euro stabilisiert sich, Börsen-Zeitung, 19.8.2008, S. 1; Um Lehman ranken sich neue Gerüchte. Analysten erwarten einen weiteren Milliardenverlust nach Abschreibungen auf riskante Positionen, Börsen-Zeitung, 19.8.2008, S. 4; Die Krise ist noch nicht vorbei, Börsen-Zeitung, 19.8.2008, S. 8; Das Schlimmste kommt noch. Ex-Chefökonom des IWF sagt Kollaps einer großen Bank voraus – Hohe Abschreibung bei Lehman erwartet, Börsen-Zeitung, 20.8.2008, S. 1; Lehman Brothers: Willkommen auf dem Basar, Financial Times Deutschland, 18.8.2008, S. 27; Krise zwingt Lehman zu Notverkäufen, Financial Times Deutschland, 18.8.2008, S. 17; Lehman geht an das Tafelsilber, Financial Times Deutschland, 20.8.2008, S. 18; Lehman stürzt bei den Aktien ab, Financial Times Deutschland, 21.8.2008, S. 17; Lehman vor Verkauf von Milliardenportfolio-US-Investmenbank will offenbar Bilanz bereinigen, Handelsblatt, 18.8.2008, S. 24; Lehman drohen neue Milliardenverluste – US-Investmentbank braucht auch frisches Kapital, Handelsblatt, 19.8.2008, S. 22; Kreditkrise hält Wallstreet im Griff – Sorge um Lehman und Hypothekenfinanzierer schürt Angst vor großer Bankenpleite - Engpass bei Finanzierung, Handelsblatt, 20.8.2008, S. 1.

76http://www.boerse-go.de/nachricht/Lehman-Brothers-soll-Verkauf-von-Sparte-erwaegen,a932705.html (Abgerufen am 28.3.2011).

77Kreditrisiken bei Lehman bleiben auf Rekordniveau, FAZ (NET), 21.8.2008, http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EA022331B474A49CDB91E13FDF5EE9245~ATpl~Ecommon~Sspezial.html (Abgerufen am 28.3.2011).

78BGH, NJW 1993, S. 2433 ff, S. 2434 (Bond I).

79(Fn. 78).

80Lehman Brothers Treasury Co. B.V. Base Prospectus 28 August 2007, S. 37 http://www.bafin.de/cln_179/SharedDocs/Downloads/DE/Verbraucher/Prospekte/Lehman_20Treasury/Basisprospekt_2028082007/Basisprospekt_2028082007,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Basisprospekt%2028082007.pdf (Abgerufen am 28.3.2011).

81(Fn. 80).

82http://europe.wsj.com/home-page (Abgerufen am 28.3.2011).

83Financial Times (Print): Wall Street waits for the next domino to fall, Financial Times 17.3.2008, S. 22; Wall St braced for buy-out loans pain, Financial Times 17 Mar. 2008, S. 13.; Lehman Brothers, Financial Times 18 Mar. 2008, S. 18; The Short View, Financial Times 19 Mar. 2008, S. 13; Financial sector doubts cause further volatility, Financial Times 22 Mar. 2008, S. 34; Equity-linked bond issues drop as rumour mill spooks traders,Financial Times 1 Apr. 2008, S. 23; Lehman in Dollars 3bn share offering, Financial Times 1 Apr. 2008, S. 17; Lehman raises capital, Financial Times 1 Apr. 2008, S. 16.; Lehman pushes out short sellers, Financial Times 2 Apr. 2008, S. 41; Lehman Brothers gains after short sellers are squeezed out, Financial Times 2 Apr. 2008, S. 25.; Lehman in market abuse claim, Financial Times 2 Apr. 2008, S. 15; Lehman raises capital, S. 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Financials slide as capital-raising concerns take hold, Financial Times 4 June 2008, S. 24; Investors move back into oversold financial stocks, Financial Times 4 June 2008, S. 24; Hedging loss of up to $700m at Lehman adds to talk of stake sale, Financial Times 4 June 2008, S. 1; American Express rides to the rescue with upbeat forecast, Financial Times 5 June 2008, S. 34; Lehman works on plan to raise $6bn after suffering large loss, Financial Times 7 June 2008, S. 1; Crude retreats and dollar manages modest rally, Financial Times 10 June 2008, S. 40; Lehman shares tumble after it reveals quarterly loss of $2.8bn, Financial Times 10 June 2008, S. 1; Lehman's troubles fail to spoil party for banks, Financial Times 13 June 2008, S. 40; Financials shrug off Lehman troubles to make rare gains, Financial Times 13 June 2008, S. 24; Lehman culls top team after $3bn loss, Financial Times 13 June 2008, S. 1; Lehman Brothers rebound gives boost to sentiment, Financial Times 14 June 2008, S. 14;A fighter on the ropes; 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