Wie definieren wir die Qualität unseres Lebens? Über Geld? Über Glücksmomente?
Liebe Community,
wenn die Beschleunigung, die Komplexität, die Ungewissheit und die Vieldeutigkeit unseres Alltags das Problem sind, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung. Dies ist – auf die kürzestmögliche Formel gebracht – die Kernthese des neuen Buches von Hartmut Rosa. Suhrkamp, die das Buch verlegen, bezeichnen das neueste Werk des Soziologen als "das Gründungsdokument einer 'Soziologie des guten Lebens'”.
An den Anfang stellt Rosa die Ausgangsthese, dass sich die Qualität eines menschlichen Lebens eben nicht in der Währung von Ressourcen, Optionen und Glück angeben lässt. Soweit so einig. Doch was ist die Alternative? Prof. Rosa empfiehlt stattdessen, unseren Blick auf die Beziehung zur Welt zu richten, die dieses Leben prägt. Sind diese Beziehungen intakt und damit Ausdruck stabiler Resonanz-Verhältnisse, kommen wir einem sinnstiftenden Leben nahe.
Sicher kein fluffig zu lesendes Buch, und eine Reihe der bisherigen Rezensenten empfehlen eher seine Vorträge zu hören, doch darf es nicht in unserer EnjoyWork LeseLust fehlen:
https://arbeitswelten-lebenswelten.com/informieren-inspirieren/leselust-buecher/wirtschaft-gesellschaft/resonanz-eine-soziologie-der-weltbeziehung
Freue mich auf Eure Gedanken dazu! Den Auftakt macht Dr. Karin Thier, mit der ich mich über Resonanz-Narrative (eine Weiterentwicklung von ihr aufbauend auf der Theorie Rosas) unterhalte. Nächste Woche geht unser Gespräch online. ;-)
Bleibt neugierig,
Franziska