Zwei aktuelle neurobiologische Studien finde ich interessant für die Betrachtung der Wirkung des Teilbereichs Trance / Hypnose im NLP. Es geht um die Wirkung von Alkohol und Cannabis.
Vorweg: Nach einer gut gelungenen NLP-Ausbildung können Absolventen sich selbst eine Ressourcen-Trance setzen. Sie können sich, einfacher ausgedrückt, stets in einen guten Zustand bringen und in einem „Moment of Excellence“ die Herausforderungen des Alltags meistern. Später kommt dies als Coaching-Methode hinzu, das heißt: Es gehört zu den Grundfertigkeiten des NLP-Coaches, diesen ressourcenvollen Zustand auch bei anderen Menschen zu induzieren, meistens im Auftrag (etwa in einem Coachingprozess), manchmal im Vorübergehen (was zum Beispiel ein guter Lehrer oder ein Klinikclown bei verunsicherten Kindern macht: ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern).
Aus dem Bereich der Suchttherapie wissen wir überdies, dass einige NLP-kundige Therapeuten schon lange mit substanzunabhängigen guten Zuständen experimentieren. Dabei geht es darum, den vom Patienten ersehnten und bisher vom Suchtmittel hergestellten Zustand ohne das gefährliche Suchtmittel zu erleben: „Rausch“ und Ekstase rein mental. Und es funktioniert bei einigen Patienten.
Vor diesem Hintergrund finde ich zwei aktuelle Studien hoch interessant, die als Bestätigung der Vorannahmen im NLP herangezogen werden könnten. Über beide berichtete das „Hamburger Abendblatt“ in der Ausgabe vom 30. Oktober auf Seite 26, Ressort „Wissen“:
Nummer 1: „Wer kifft, hat mehr Sex“
Urologen der Universität Stanford (Kaliforniern) haben dieser Meldung zufolge festgestellt, dass Cannabis-Konsumenten häufiger und intensiver Sex haben. Frauen 7,1 Mal, Männer 6,9 Mal. Die Studie ist im „Journal of Sexual Medicine“ veröffentlicht, schreibt das Abendblatt.
Nummer 2: Mit einem Schwips akzentfreier eine Fremdsprache sprechen
Untersucht wurden 50 deutsche Muttersprachler, die zuvor Niederländisch gelernt hatten. Alle Probanden tranken vor einem Sprachtest entweder Vodka mit Bitter Lemon oder Wasser. Danach kommunizierten sie in der erlernten Fremdsprache, während niederländische Muttersprachler die Qualität der Gespräche untersuchten.
Ergebnis: Alle beschwipsten Studienteilnehmer (sie hatten etwa 0,4 Promille im Blut) waren besser in Aussprache, Grammatik, Vokabular und Logik der Argumentation als diejenigen, die Wasser getrunken hatten!
Diese Studie wurde an der Universität Maastricht durchgeführt und im „Journal of Psychopharmacology“ veröffentlicht, gibt das Abendblatt die Quelle an.
Was lernen wir daraus:
Bitte jetzt nicht mehr Alkohol trinken oder Drogen konsumieren! Mit unserer guten alten VAKOG+-Trance oder dem Moment of Excellence erzielen wir die gleiche Wirkung! In einem guten Zustand ist der Mensch lernfähiger, flexibler und wirkungsmächtiger. Ganz sicher!
Allerdings will es gut trainiert sein, sich um seinen guten Zustand zu kümmern, bevor wir uns einer Herausforderung stellen. Nicht nur deshalb lohnt sich eine gute NLP-Ausbildung.
Herzliche Grüße
Ralf Dannemeyer