Ethik und Akzeptanz - Notizen zum Fachgespräch am 25. Februar 2021

Jeder technische Fortschritt – nicht nur in der Informatik – bringt notwendigerweise

die Frage nach der Akzeptanz der entwickelten Technologien, Systeme

und Verfahren mit sich. Ohne eine Akzeptanz der angebotenen Produkte und

Dienstleistungen läuft der technische Fortschritt ins Leere und erbringt keinen

gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen.

Aktive Akzeptanz ist der Erwerb und die Nutzung eines bestimmten Produkts

und die Bereitschaft, auch den entsprechenden Preis zu zahlen. Passive Akzeptanz

hingegen bedeutet eine Toleranz oder Duldung der aktiven Akzeptanz

anderer, eventuell gegen eine entsprechende Entschädigung für die Duldung.

Die Nutzung wird durch unbeteiligte Dritte, wie Regierung und Verwaltung, Verbände,

Verbraucherschützer, toleriert. In der gesellschaftspolitischen Debatte

hat die passive Akzeptanz einen sehr hohen Stellenwert.

Im Fachgespräch wurde gefragt, welche spezifischen Akzeptanz-Aspekte Ethik

heute bereits aufgreifen kann. Wo und wie werden einst nur „Soft Factors“

der Ethik nun auch ökonomisch relevant? Wo wird die abstrakte Diskussion

um „Vertrauen“, „Verantwortung“, „Nachhaltigkeit“, „soziales Verhalten“, etc.

ökonomisch konkret, wenn es um die Akzeptanz von Technologien, Produkten

und Dienstleistungen geht? Lassen sich Handlungslinien zur Verbesserung der

Akzeptanz identifizieren?

Hierzu wurden vier Perspektiven in Impulsvorträgen ausgeleuchtet, ein textlicher

Zwischenruf eingebunden und in einer abschließenden Podiumsdiskussion

verknüpft.

Zum Download der Publikation: https://www.imi.bayern/publikationen/2021/