Franchising in Deutschland hat´s nicht leicht

Gestern Abend bei Spiegel-TV: Wieder einmal sorgt ein tendenziöser Bericht im deutschen Fernsehen für eine Rufschädigung des Geschäftsmodells "Franchising" insgesamt. Und leider auch wieder unter Zuhilfenahme eines in der Branche prominenten Anwaltskollegen, dessen Schätzungen bzgl. gescheiterter Franchisenehmer, geführter Prozesse und verlorener Investitionen genauso unseriös sind, wie die "erfundenen" Umsatzprognosen einiger schwarzer Schafe unter den Franchisegebern! Die Politik mit ihren miserablen Grundvorgaben für Existenzgründer, die deutschen Medien, die den Skandal suchen, einige Franchisegeber, und einige Berater aus der Franchise-Branche arbeiten Hand in Hand, wenn es darum geht, das Franchising insgesamt zu diskreditieren. Traurig. Warum geht es in anderen Ländern eigentlich besser?

Danke für die Zusammenfassung lieber Martin, ich habe den Bericht leider nicht gesehen, habe aber hier https://www.xing.com/communities/posts/die-frankfurter-kaffeehauskette-dulce-stellt-insolvenzantrag-1009011801 am 02.12 bereits berichtet. Die Sendung mit Deinem Link wird wohl erst einige Tage später erst online gestellt. Mit ist aber berichtet worden, das Dein Kollege wieder "wilde Zahlen" genannt hat. Es ist an der Zeit - Franchise in Deutschland - in eine positive Licht zu rücken. Ich war in der vergangenen Woche geschäftlich in Afrika, viele mit denen ich gesprochen habe wußten mit Franchising sofort etwas anzufangen und war absolut positiv gestimmt. Da müssen wir auch in Deutschland hinkommen.
Der Bericht ist nun online http://www.spiegel.de/sptv/magazin/ Die Überschrift lautet "Bittere Schokolade: Mit Franchise in die Pleite" vom 14.12.2014. Meine Güte, da haben sich die Franchisenehmer Ehepaar von Dulce aber auch einen Bären aufbinden lassen und beschweren sich dann wenn´s nicht läuft. Ich kann nicht verstehen wie man so blauäugig sein sein und darauf vertraut wenn der erste Laden nicht läuft noch einen zweiten und dritten Laden aufzumachen. Natürlich trägt der Franchisegeber auch eine Mitschuld, aber vor allem die Banken müssen hier mit zur Verantwortung gezogen werden. Die Zahlen die Rechtsanwalt nennt sind absolut nicht nachvollziehbar und haben nichts mir der Realität zu tun, das sieht für mich nach billiger PR aus, wenn immer der gleiche Anwalt zu Rate gezogen wird. Wenn Sie ein empfehlenswertes System suchen, können Sie sich gerne an mich oder meine Moderationskollegen aus dem Franchise Business Club wenden.
Völlig richtig, lieber Jochen: Wieso eröffnet man immer wieder neue Läden und glaubt Versprechungen, wenn´s mehrfach nicht geklappt hat? Wieso beschwert man sich über zu schlechte Qualität der Produkte? Hatte man nicht die Chance, vorher mal etwas in einem Laden zu probieren? Wieso darf der Hersteller nicht das Haltbarkeitsdatum hinausschieben, wenn er es sowieso selbst ursprünglich festgelegt hat? Dem Fernsehzuschauer wird doch suggeriert, dass Frau Merkel persönlich die Haltbarkeit für jedes einzelnen Produkt in Deutschland unfehlbar festlegt, und niemand das dann ändern darf. Warum wird kein einziger der noch verbliebenen und möglicherweise erfolgreichen Franchisenehmer interviewt? Und die knapp 30 Franchisenehmer-Anwälte, die jährlich 150 Gerichtsverfahren (4.000 Verfahren laut RA Dr. P.) mit einem Schadensersatzvolumen von jeweils 150.000 - 250.000 € haben, möchte ich mal gerne sehen. Ich halte eher ein Zehntel davon für allenfalls realistisch ....