VfL präsentiert zehn Zugänge
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Bewegte Wochen haben die Verantwortlichen der Damenmannschaft des VfL Bad Schwartau hinter sich. War man einen Tag vor Ablauf der Meldefrist zur Regionalliga aufgrund der geringen Spielerinnenanzahl noch im Zweifel, ob überhaupt gemeldet werden sollte, steht mittlerweile ein 15-köpfiger Kader zur Verfügung, der in der Lage sein sollte, das Minimalziel des neunten Tabellenplatzes und die damit verbundene Qualifikation zur neu strukturierten Regionalliga 2010/2011 zu erreichen.
Nachdem beim letzten Heimspiel der abgelaufenen Saison bereits Alexandra Teske (Karriereende), Svenja Kranich (wegen des Studiums in Hamburg zum Ahrensburger TSV), Kristin Schröder (Auslandsjahr in Australien), Laura Hirt (Auslandsjahr in Australien), Katharina Kumpf (zurück nach Kiel) und Co-Trainerin Sabine Wackernagel (Handballpause) verabschiedet worden waren, gesellten sich überraschender Weise noch Kathrin Kröncke (TSV Travemünde), Nina Schilk (Ahrensburger TSV) und Theresa Engelke (Handballpause) den Abgängen hinzu. Somit standen Trainer Jörg Engelhardt Mitte Mai nur fünf Spielerinnen aus der Vorsaison zur Verfügung: Mareike Vogel, Claudia Brandt, Jenny Stapelfeldt, Mona Röwe und Anita Ewert.
Nach intensiven Bemühungen konnten Team-Manager Ulf Hansen und Trainer Jörg Engelhardt dann aber innerhalb weniger Wochen erfreulicherweise zehn Zugänge präsentieren:
Lenonie Wulf (19 Jahre) hatte als A-Jugendliche schon in der abgelaufenen Saison viele Spielanteile bei den Frauen in der Regionalliga. Sie wird als Allrounderin vor allem im Rückraum eingesetzt werden, konnte aber auch schon auf der linken Außenbahn überzeugen. Trainer Jörg Engelhardt hält „Leo“ für ein großes Talent die durch Schnelligkeit, Deckungsstärke und gute Technik - vor allem im Zweikampfverhalten - auffällt.
Johanna Pallocks (17) wird in der A-Jugend nur noch aushelfen, wenn die dortige Personalsituation dies erfordert. Sie soll behutsam an die Regionalliga herangeführt werden und helfen, den Abgang von Kristin Schröder Linksaußen zu kompensieren. „Jojo“ besticht durch enorme Sprungkraft und einen guten Wurf.
Frauke Staaß (27) spielte bereits in der A-Jugend bei VfL, ehe sie nach einem Abstecher zum TSV Ratekau im letzten Jahr wieder zurück kehrte und zunächst in der zweiten Frauenmannschaft zum Einsatz kam. Aufgrund von Verletzungen in der ersten Mannschaft konnte sie in der letzten Spielzeit schon in der Regionalliga durch ihr herausragendes Stellungsspiel positive Akzente im Tor setzen.
Janine Kühl (30) zog es aufgrund beruflicher Veränderungen aus Hamburg an die Ostsee und handballerisch zum VfL. Sie trainiert seit Mai mit den VfL-Frauen, ist für die Außenpositionen vorgesehen und überzeugte durch ihre Schnelligkeit. Obwohl sie eine der erfahreneren Spielerinnen ist, wird sie sich an die Regionalliga erst noch gewöhnen müssen.
Karen Wessoly (22) verbrachte ihre Jugend bei der HSG Henstedt-Ulzburg und kommt nun von der SG Hamburg Nord zum VfL. Sie ist im Rückraum vielseitig einsetzbar, wo Trainer Jörg Engelhardt vor allem auf Karens Dynamik sowie ihren harten Wurf baut.
Birte Pfeffer (27) spielte zuletzt für den TuS Lübeck 93. Sie ist sowohl auf den Außenpositionen als auch am Kreis einsetzbar, zurzeit aber noch durch einen Bänderriss gehandicapt. Birte zeichnen vor allem ihre Kämpferqualitäten aus, sie wird sich aber trotz ihrer Erfahrung auch noch an die Regionalliga gewöhnen müssen.
Katarina Wilcken (21) gehörte in den letzten beiden Jahren dem Bundesligakader des Buxtehuder SV an, machte aber vor allem im Rückraum des Regionalligateams auf sich aufmerksam. Zuvor war sie für die Rostocker HC aktiv, mit dem sie unter anderem zweimal deutscher Jugendmeister wurde. „Kata“ ist technisch sehr gut ausgebildet und verfügt über eine hohe Spielfähigkeit, an welcher der VfL noch viel Freude haben wird.
Caroline Griese (20) stammt ebenfalls aus der erfolgreichen Rostocker Jugend, spielte in der abgelaufenen Saison dann in der zweiten Bundesliga und ist als Linkshänderin sowohl Rechtsaußen als auch im Rückraum einsetzbar. „Caro“ zeigte als pfeilschnelle Außen bereits sehr gute Wurfvariationen und fällt durch ihre technischen als auch taktischen Fähigkeiten auf.
Wiebke Nadolni (18) und Angelina Gravile (18) gehören zum Perspektivkader. Sie sollen auf den Außenpositionen langsam an die Frauen-Regionalliga herangeführt werden.
Auch im Umfeld tut sich etwas
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Der Trainerstab wurde nach dem Abgang von Sabine Wackernagel durch Dr. Katharina Oelert ergänzt, die als Athletik-Trainerin fungiert und für die trainingsfreie Zeit bereits individuelle Trainingspläne an alle Spielerinnen ausgeteilt hat.
Im Umfeld des Managements kam Klaus Ewert hinzu. In sein Aufgabengebiet fallen vor allem Sponsorenakquise und -betreuung.
„Unser Kader hat an Quantität und vor allem auch an Qualität gewonnen, so dass wir optimistisch in die Saison gehen.“, so Team-Manager Ulf Hansen. „Auch im Management können wir die Last auf mehrere Schultern verteilen, so dass wir auch hier eine Weiterentwicklung vorantreiben. Ulf Hansen, Peter Brandt, Klaus Ewert, Dennis Struppek, Jörg Engelhardt und ich sind unermüdlich für unsere Damen im Einsatz, um ein Wohlfühlen auch außerhalb der Sporthalle sicherzustellen.“, ist Finanz-Manager Andre Hoener positiv gestimmt. „Im VfL Bad Schwartau Damen-Handball sind wir ein Team, und dazu gehören die Mannschaft wie auch das Umfeld.“.