Grenzwerte für Freiberufler und Gewerbe

An sich selbstverständlich, handelt es sich bei meiner Tätigkeit um eine Freiberufliche. 'An sich' aus dem Grund, da es sich nicht als grundsätzlich und selbstverständlich herausstellte. Aus meiner einstigen Unkenntnis gegenüber der Freiberuflichkeit war ich ursprünglich den beratenden Empfehlungen (u.a. IHK) gefolgt, zur professionellen Umsetzung meiner Tätigkeit ein Gewerbe anzumelden. Erst über meine spezifische Auseinandersetzung der Widersprüchlichkeit gelangte ich dann auch einmal zur Klarheit darüber und deregulierte diesen Mißstand.

Meine Infragestellung bezog sich darauf, inwiefern ich überhaupt der Industrie und dem Handel angehöre. Weder noch stellte sich mir als passend heraus. Und auch der Handwerkskammer war dies nicht einzuordnen. Klärung erlangte ich dann nach vielfältigen Beratungsgesprächen letztendlich über eines mit dem Finanzamt, worüber mir dargelegt wurde, daß ich weder noch angehöre, sondern einzig eine Anzeige beim Finanzamt stattfindet. Als markant stellte hierbei heraus, daß man von der jeweiligen Beratungsstelle einzig zu deren Vorteil Beratung erhält, jedoch keine neutrale Beratung und somit auch keine 'mich beratende'.

Ausnahmefall? Keineswegs! Wie sich mir aufzeigt, gerät man allzuoft in die Hände genereller Falschberatung und damit verbunden nicht nur langfristig, sondern vielmehr von Grund auf auf die schiefe Bahn, aus der man einzig herausgelangt, wenn man sich selbst fachkundlich informiert, um fälschlichen Beurteilungen und somit solchen Mißständen zu entgehen. Gravierend hierin ist, daß Beratungen mündlich stattfinden, sodaß man bezugnehmend gar nicht diejenigen in Haftung ziehen kann, welche dies praktizieren. Ein beweiskräftiges Etwas, um den entstandenen Schaden sich ersetzen zu lassen, ergibt sich in den seltensten Fällen. Gerade aus dem Grund bedingt es der äußersten Vorsicht und einer generellen Prüfung. Dem entgegenwirken kann man vor allem jedoch, indem man, wie in meinem obigem Beispiel, differenzierte Beratungsverhältnisse in Anspruch nimmt und man somit das Jeweilige gegenüberstellen und auftretende Widersprüche daraus ersichtlich werden. Vor allem gilt auch hier: trau, schau, wem - Unkenntnis schützt vor Strafe nicht.

Ich bin gerade über die Rechnung für meiner Bücher, welche ich bei einer Buchbinderei in Auftrag gegeben hatte, wieder einmal auf diese Thematik gestoßen, denn in dieser Rechnung sind 19% MwSt ausgewiesen, worüber sich etwas ganz Spezifisches aufweist, was auch das Differenzierungsverhältnis von Freiberufler und Gewerbetreibende betrifft. Hierin wird nämlich kein Produkt verkauft (Handel), gemäß dem dort nämlich nur 7% anzusetzen wären, sondern die Leistung der Herstellung der Bücher.

Hierzu auch einmal eine (zunächst) leicht verwirrend wirkende Beschreibung in dem Bezug, worüber sich jedoch mustergültig das Differenzierungsverhältnis aufweist (welches eben doch relativ ist). Wichtig vor allem auch im Bezug auf die Ermittlung ist der dort angegebene Verweis an die Zolltarifauskunft für Umsatzsteuerzwecke. Dort kann man speziell Mehrwertsteuerbemessungen anfragen (und wie man dort erfährt, sind auch deren Auskünfte 'unverbindlich'!):

https://blog.dierotationsdrucker.de/reduzierter-mehrwertsteuersatz-fuer-drucksachen/

http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steuern/Einfuhrumsatzsteuer/Zolltarifauskunft-fuer-umsatzsteuerzwecke/zolltarifauskunft_fuer_umsatzsteuerzwecke_node.html

Wie man dem entnehmen kann, gibt es mehrere Aspekt, aufgrund dessen sich für die Anwendung der Freiberuflichkeit auch eine Grenzwertigkeit ergibt, auf die speziell zu achten ist. In meinem Fall ergibt sich hierin eine Eindeutigkeit, denn ich erbringe einzig Leistungen und was mein Buch betrifft, so ist dies 'in geringem Umfang' kein Handel. Zur Konkretisierung dessen auch einmal das Verhältnis von Autoren, worüber man ganz speziell diese Abgrenzung erfährt:

http://www.selfpublisherbibel.de/autorentipp-muss-ich-als-autor-ein-gewerbe-anmelden/

Inwiefern sich der Sachverhalt einer freiberuflichen Tätigkeit als solche 'eingrenzt', verdeutlicht vor allem auch nachfolgende Erörterung der Differenzierung von Designer und Tischler:

https://www.existenzgruender.de/SharedDocs/BMWi-Expertenforum/Gruendungsplanung/Freie-Berufe/kuenstl-publ-Taetig/Moebeldesigner-inkl-Tischlerarbeiten-freiberufliche-Taetigkeit.html

Hierüber wird dann auch letztendlich klar, daß sich der Sachstand des Freiberuflers und Anhängigem maßgeblich gemäß einem 'ist nicht' spezifiziert und dem entsprechend darauf zu achten ist. Bei Beratungen und Anwendungen (so auch bei stattfindenden Überprüfungsverfahren), welche sich auf einen Ist-Sachstand beziehen, gilt es somit auch spezifisch darauf zu achten, inwiefern dies seine Berücksichtigung erfährt. Es bedingt grundsätzlich der beiderseitigen Erachtung.

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Im Kern der Sache geht es um das Verhältnis der Wahrnehmung, Herr Schwab. Mir gilt es zu vermitteln, daß es sich generell nicht anders verhält, als wenn man als Kunde einem Geschäftswesen gegenüber steht, worin das Geschäftswesen einzig sich selbst im Blick hat(!). In jeglichen Bezugsverhältnissen treffe ich das Gleiche an. Nicht nur im Geschäftswesen, sondern auch im Privaten trifft man weitläufig auf Gegebenheiten, worin man gar nicht wahrgenommen wird. Und somit auch nicht bezüglich seiner Bedürfnisse. Man gehe hierzu einmal in ein beliebiges Geschäft und erkläre den Verkäufern, was man ersucht ist, käuflich zu erwerben, dann kann man daraus herauslesen, wie einseitig das 'Umgangswesen' stattfindet. Ihre Worte vermitteln hierin ein Entgegenkommen, jedoch möchte ich dem entgegen bringen, daß man als Freiberufler erst ab einer gewissen Größenordnung professionelle Hilfe mit einbringen kann. In dem hier erwähnten Bezug befinden wir uns im Vorfeld der Konzeptionierung, in welcher es gilt, diese derart zu gestalten, sodaß sich daraus auch ein Ideal heraus gestaltet. Im Gegensatz zu anderen praktiziere ich auch hierin nicht auf der Basis geistiger Pamphlete, sondern dem Wenn-Dann-Fall und somit der stufenweisen Errichtung des eigentlichen Geschäftswesens. Somit ist in der Phase auch noch gar nicht ersichtlich, was letzendlich daraus wird. Und was den Steuerberater betrifft, so gilt es hierin zunächst die Kleinunternehmerregelung anzuwenden, worüber man sich des ansonsten notwendigen Aufwandes entledigt. Hierin gibt es nur Einnahmen und Ausgaben ohne die Steuer und somit auch ohne Steuerberater. Dieser gelangt erst in dem sich erfolgerweisenden Darübergelangen in Betracht. Diesen muß man sich nämlich erst einmal leisten können. Im Gegensatz zur weitläufigen Anwendung, worin man die Gegebenheiten gemäß der 'Vorstellung' handhabt, befasse ich mich grundlegend mit dem 'Ersehen' der sich aufweisenden Relativität. Es ist halt doch so, daß wir nicht ohne Wissen dastehen, jedoch kann einen dieses Wissen auch in die Irre leiten. So, wie ich es auch in diesem Fall erlebt habe. Das Gravierende darin ist, daß man zunächst einmal gar nicht wahrnimmt, daß man tatsächlich unwissend ist und dies zu weitläufigen Mißverhältnissen führt.
Durchaus ein difizilies Thema: 1.) die Beratungen der Kammern kann durchaus tendenziöse Züge annehmen. 2.) Die Gewerbeordnung und das Einkommenssteuergesetz sind nicht vollends kompatibel, zumindest was die Katalogberufe angeht. Für diverse Berufsgruppen ergeben sich hier Überschneidungen, Eingrenzungen und Bestimmungen, die Existenzgründern wohl kaum geläufig sind. Bekannte Grenzfälle sind z.B. Fahrschulen, Yoga-Zentren, Heilpraktiker, u.ä. Daher empfehle ich, wie mein Vorredner, entweder einen Steuerberater oder eine z.B. auf Unternehmensgründung spezialisierte Ansprechstelle aufzusuchen. Helfen kann es auch, die Gründung zusammen mit einem Unternehmensberater zu gestalten, der mit Steuerberatern und den entsprechenden Behörden zusammenarbeitet. So werden Bußgelder vermieden und das Unternehmen erfolgreich gegründet werden.
Gerade für Freiberufler gibt es die Möglichkeit 'im Kleinen' zu beginnen. Viele bleiben dabei jedoch auf der Strecke, weil sie bereits im Kleinen sich mit Inhalten überladen, welche sie durchweg aufgrund des Zugzwanges darin festhalten und weitläufig auch resignieren lassen. Hierzu werde ich die nächsten Tage noch einmal einen Beitrag bezüglich der Betriebs-/Geschäftsräume aufbringen, worin man gerade dieses Mißverhältnis von Unbedachtheit mustergültig antrifft. Wie gesagt, Herr Itzigehl, mir ergibt sich hier ein weitaus gravierender Sachverhalt, als nur ein 'tendenziöser'.
Ich freue mich auf Ihren kommenden Beitrag. Das Wort "tendenziös" wählte ich mit Bedacht. Durchaus habe ich auch schon Rückmeldungen von IHKs erhalten die sachlich fundiert und ohne Eigennutz ausgestattet waren. Die Medaille hat eben auch die zweite Seite