Gundl Kutschera hat ein neues Buch geschrieben - Interview mit der Autorin & Verlosung

Endlich wieder ein Buch von Gundl Kutschera:

„Das Jahrhundert des Bewusstwerdens – Geheimnis Resonanz“

Das Werk wirkt auf mich wie die Zusammenfassung der wichtigsten Arbeit ihres Lebenswerkes, der Kreation der „Resonanz Methode“.

Nach einer kleinen Vorstellung der Autorin liest Du ein Interview mit ihr über ihre Kernthemen. Danach verlosen wir 10 Exemplare des neuen Buches.

Wie Gundl zum NLP und das NLP zu uns kam …

Zum Ende der 1970er Jahre macht in europäischen Fachkreisen das Gerücht über eine Gruppe „durchgeknallter Amis“ die Runde, die merkwürdige Therapien ausprobieren und damit gigantische Erfolge erzielen würde. Die Österreicherin Gundl Kutschera, damals Lehrtrainerin für Familientherapie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, erinnert sich (in einem Gespräch mit dem Autor):

„Ich wollte einfach eine gute Therapeutin sein. Deshalb musste ich diese Leute unbedingt kennenlernen.“ Sie bleibt für einige Jahre in Kalifornien, lernt NLP bei Richard Bandler und John Grinder, belegt Seminare in systemischen Theorien bei Virginia Satir, in Hypnotherapie bei Milton Erickson und studiert Kommunikationstheorie bei Paul Watzlawik. Ab 1982 arbeitet sie als NLP-Lehrtrainerin am Institut von John Grinder, jettet zwischen den USA und Österreich hin und her und gründet gleichzeitig in ihrer Heimat ihr eigenes Institut: Damit ist Gundl Kutschera die erste Frau, die NLP im deutschsprachigen Raum einführt (in Hamburg etwa zur gleichen Zeit: Thies Stahl): „Resonanz-NLP“ nennt sie ihr Konzept, welches durch ihre intensive Verbundenheit mit Virginia Satir geprägt ist.

Viele, viele Trainer*innen, Coaches und Therapeuten in ganz Europa haben sich von Gundl und ihrer „Resonanz-Methode“ inspirieren lassen. Auch ich hatte, zusammen mit meiner Frau, das Glück, einige Jahre bei der Grande Dame des NLP zu studieren. Sie hat, möchte ich sagen, dem frühen NLP, das eher technisch, funktional und kognitiv ausgerichtet war, Herz, Seele und Spiritualität hinzugefügt. Davon zeugt auch Gundls neues Buch, welches sie selbst als eine „Schatzsuche in Sachen Menschlichkeit“ bezeichnet.

Details:

Das Jahrhundert des Bewusstwerdens: Geheimnis Resonanz

Morawa Lesezirkel, 2019

Als Taschenbuch (22,50 €) oder Kindl-Ausgabe (9,99 €) erhältlich hier: https://www.amazon.de/Das-Jahrhundert-Bewusstwerdens-Geheimnis-Resonanz-ebook/dp/B07WRLHBC4/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1570336208&sr=1-1

Foto unten: Das Buchcover

Interview mit Gundl Kutschera zu ihrem Buch „Das Zeitalter des Bewusstwerdens“, aufgeschrieben in Wien am 30.9.2019 * Was ist eine Kernaussage Deines Buches? * Gundl: Wir lernen so viel, aber sehr wenig über Beziehung und Kinderziehung. Unsere gegenwertigen Probleme liegen auf Beziehungsebene – Beziehung zu uns selbst und zu anderen. Wir sind hilflos, sehnen uns nach einem Miteinander und verletzen uns gleichzeitig immer wieder, obwohl wir es nicht wollen. Jeder kennt das Phänomen: Es gibt Tage, an denen uns trotz Schwierigkeiten alles leicht von der Hand geht, und andere Tage, an denen scheinbar gar nichts funktioniert. Tage an denen man vergisst, dass es auch anders gehen kann. Mein Buch zeigt, was die guten von den schlechten Tagen unterscheidet. Verstehen wir das Mindset der guten Tage, dann können wir schlechte Tage zu guten Tagen machen. * Worum geht es in dem Buch? * Gundl: Unsere Erde stöhnt unter der Belastung und die meisten Menschen ebenso. Die Folgen sind Überforderung, Orientierungslosigkeit und Unsicherheit des Einzelnen. Das Buch ist eine Schatzsuche in Sachen Menschlichkeit. Diese kann nur gelingen, wenn wir lernen ganzheitlich zu denken, zu lehren und zu lernen. * Was heißt „Bewusstwerden“? * Gundl: Unsere größte Chance ist, die volle Kapazität unseres Gehirns bewusst zu gebrauchen und in Resonanz mit uns selbst und unserer Umwelt zu leben. Nur so können wir eine hoffnungsvolle und lebenswerte Zukunft gestalten. Die Wissenschaft sagt, dass wir nur wenige Prozente unseres Gehirns bewusst verwenden – der restliche Teil verhält sich sozusagen selbstständig. Das heißt, innere Vorgänge wie Emotionen oder Verhaltensweisen passieren unbewusst. Wir können aber diese unbewussten Vorgänge bewusst machen und so die Kluft schließen zwischen dem, was wir sind, und dem was wir sein können. Dazu müssen wir lernen, die gesamte Kapazität unseres Gehirns bewusst und vor allem ganzheitlich zu gebrauchen. Dann haben wir die Chance, einen völlig neuen Weg zu gehen und eine Zukunft zu gestalten, die wieder Hoffnung, Vertrauen und Sinn gibt. Mein Buch darf als Schritt in Richtung Umsetzung verstanden werden. * Was heißt „Geheimnis Resonanz“? * Gundl: Resonanz ist ein Begriff aus der Physik und besagt, wie örtlich getrennte Gegenstände gemeinsam schwingen können. Wie in einem Orchester spielen unterschiedliche Instrumente in ihrer ureigenen Schwingung und finden gleichzeitig zu einem harmonisch Ganzen. Resonanz heißt mit sich und seinem Umfeld in Einklang sein, so dass gleichwertiges Miteinander möglich wird. Die emotionale Intelligenz wird mit der Ratio verbunden. Dadurch werden riesige unbewusst gebrauchte Kapazitäten des Gehirns bewusst nutzbar gemacht. * Danke, liebe Gundl, für dieses Gespräch. * Foto: Die Grande Dame des NLP - Gundl Kutschera (https://www.kutschera.org/de/)
Wir verlosen 10 Exemplare des Buches „Das Zeitalter des Bewusstwerdens – Geheimnis Resonanz“ von Gundl Kutschera. Du möchtest ein Exemplar gewinnen? Dann schreibe bitte einige Zeilen darüber, * wie du persönlich Resonanz zwischen den Menschen in die Welt trägst und / oder * wie wir, wie Gundl im Interview sagt, schlechte Tage zu guten machen können. Lass uns darüber eine kleine Diskussion hier im Forum „Die Welt des Neurolinguistischen Programmierens“ führen – denn das ist eines unserer wirklich wichtigen Kernthemen. Die Verlosung beginnt heute, Montag, den 7. Oktober, und endet am Sonntag, den 13. Oktober um Mitternacht. Das ist der Einsendeschluss für Beiträge, die in der Verlosung berücksichtigt werden sollen; selbstverständlich kann die Diskussion auch hinterher weitergeführt werden. Die Gewinner*innen werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt und am Montag, 14. Oktober, voraussichtlich am späten Nachmittag bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Be. Just be. Just be me.
Ich erlebe Resonanz weniger durch mich in die Welt getragen, als vielmehr ständig stattfindend. Voraussetzung ist die Offenheit für sein(e) Gegenüber. Menschen oder Systeme. Was Fluch und Segen zugleich sein kann... - womit ich auch zum zweiten Punkt komme: Denn so wenig wie Resonanz (für mich) steuerbar ist, so braucht es Momente von Kontemplation und Fokussierung auf mein Selbst, wenn ich durch Resonanz mit Menschen (oder Systemen) aus der Balance gerate und ein Tag zu einem „schlechten“ werden könnte - weil das, was gerade bei mir ist, eigentlich gar nicht meins ist... - „schlechte Tage“ gibt es für mich daher auch nicht. Nur Tage, deren Lern- und Wachstumsauftrag ich gerade nicht verstehe... 😉
> Endlich wieder ein Buch von Gundl Kutschera: Erstmal herzlichen Dank für die Info, toll! Bin sehr neugierig, weil bereits ihr erstes Buch IMHO ja "ein wirklich tolles und wegweisendes Werk" war! > ... Damit ist Gundl Kutschera die erste Frau, die NLP im deutschsprachigen Raum einführt ... Ich finde es bemerkenswert, dass nach dem ersten "Startschuß des NLP" wichtige neue Signal oft von weiblicher Seite kamen (in Europa von Gundl Kutschera - in den US von Judith de Lozier (die oft ein bisschen im Schatten von Robert Dilts stand/steht). Und so erlebe ich (einen Aspekt von) Resonanz auch: Als (gleichberechtigte) Schwingung zwischen weiblichen und männlichen Anteilen und Qualitäten! > Du möchtest ein Exemplar gewinnen? Dann schreibe bitte einige Zeilen darüber, ... Na auf jeden Fall - und da schreibe ich doch gern was zu ;-) : > * wie wir, wie Gundl im Interview sagt, schlechte Tage zu guten machen können. Für viele Menschen "ein scheinbar echt schwerer Stein" - ich finde, genau hier liegt die Essenz des "NLP easy": a) Ganz sicher hat das etwas mit "dem (/ meinem) Fokus" zu tun; wenn ich meinen Fokus shifte auf das, was selbst an einem schlechten Tag noch (objektiv ganz unzweifelbar) gut ist (und seien es 'banale' Dinge), dann habe ich IMHO genau damit schon den Grundstein gelegt, für eine Wahrnehmungs- und nachfolgend Verhaltensänderung. Das ist NICHT die pauschalisierte 'rosarote Brille', sondern das Wahrnehmen und Anerkennen des unzweifelbar vorhandenen Guten ... des Lichtblicks auch an dunklen Tagen. Das kennzeichnet für mich einen weiteren Aspekt von Resonanz: In Resonanz gehen, mit dem was ist - und das nicht allein passiv, sondern eben aktiv (hier i.S.v. lösungsorientiert)!