Liebe Communtiy,
intuitiv spüren wir den eigenen Zeitkompass. Doch lässt sich das, was wir fühlen auch wissenschaftlich belegen und daraus ein Entscheidungsdesign für selbstgesteuerte Organisationen ableiten?
Kairos beschreibt den günstigsten Augenblick einer Entscheidung und Handelns. Im Gegensatz zu Chronos, der die Lebenszeit versinnbildlicht, steht er für das Zusammenwirken aller erfolgsbestimmenden Elemente zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Wenn wir den Moment “beim Schopf packen”, geht das auf das Epigramm von Poseidippos von Pella (griechischer Philosoph und hellenistischer Epigrammatiker, zirka 3. Jh. v. Chr) zurück. Lassen wir ihn ungenutzt verstreichen, kann sich das nachteilig auf uns auswirken.
Was wir oft intuitiv spüren, will die Kairos-Wissenschaft erklärbar machen. Im unternehmerischen Kontext unterstützt sie uns, Spannungen besser zu begreifen und aufzulösen. Verstehen wir das individuelle wie auch kollektive kairos, hilft uns dies, Job Crafting sinnvoll zu prägen. Oder in der Personal- und Organisationsentwicklung Rahmenbedingungen sinnstiftender - vor allem im Zusammenhang mit demografischen Herausforderungen - zu gestalten. Und so letztlich Unternehmen lebensphasen- und lebensereignisgerecht zu führen.
Ich unterhielt mich mit Manfred Sieg und Dr. Karl Hofmann über Lebenserfolg versus Erfolg im Leben und warum es für den Unternehmenserfolg klug ist, das im unternehmerischen Kontext ebenfalls voneinander zu unterscheiden und in Einklang zu bringen:
Wie denkt Ihr darüber?
Bleibt neugierig,
Franziska