Konzentrationsbestimmung bei Reiniger-Lösungen
Reiniger-Lösungen können nur dann ihre optimale Wirkung entfalten, wenn gewisse Anwendungsbedingungen eingehalten werden. Neben Temperatur, Kontaktzeit mit dem Werkstück und Spritzdruck ist dabei auch die Konzentration der Badlösung von ausschlaggebender Bedeutung.
Vor jeder Konzentrationsbestimmung muss die Arbeitslösung auf normalen Badspiegel aufgefüllt und gut durchmischt werden. Dann entnimmt man 1 Liter Badlösung und lässt abkühlen.
Um die Konzentration schnell zu ermitteln, genügt eine einfache Titration. Die Titrationsbedingungen für das jeweilige Reinigungsmittel sind aus der Arbeitsanleitung zu ersehen. Im Allgemeinen wird mit 1n- oder 0,1n-Lösungen und Phenolphthalein bzw. Methylorange als Indikator gearbeitet.
Der bei der Titration ermittelte Säure- bzw. Lauge-Verbrauch wird mit dem produktspezifischen Faktor, der in der Arbeitsanleitung angegeben ist, multipliziert. Das Ergebnis ist die Badkonzentration:
Verbrauch (ml) x Faktor = Konzentration (g/l)
Bei sehr geringem Säure- bzw. Lauge-Verbrauch (etwa bei der Titration eines Neutralreinigers) kann die Titration zu falschen Ergebnissen führen, wenn das für die Lösung verwendete Wasser nicht ganz neutral ist – als selbst etwas Säure bzw. Lauge verbraucht. Hier sollte man den ermittelten Verbrauch mit dem Wasserwert korrigieren. Zu diesem Zweck titriert man das Ansatzwasser in der gleichen Weise und unter denselben Bedingungen wie bei der Badlösung. Den tatsächlichen Verbrauch durch das Reinigungsprodukt ermittelt man anschließend durch Subtraktion:
Vp = Verbrauch durch Produkt
VL = Verbrauch der Lösung
Vw = Verbrauch des Wassers
Die genaue Badkonzentration ergibt sich, wenn man Vp mit dem Faktor des Produktes multipliziert.
Der durch Titration ermittelte Wirkstoffgehalt einer Badlösung wird mit der Ansatzkonzentration verglichen. Aus der Differenz erkennt man, wieviel von dem Produkt verbraucht worden ist.