Mehr Wertschätzung für häusliche Pflege

Gestern fand die Anhörung im Sozialausschuss zum Antrag der Grünen-Bundestagsfraktion statt. Thema: Die Situation pflegender Angehöriger verbessern. Wen wunderts da, dass es weder einen Sachverständigen noch einen Experten gab, der keine Verbesserung der häuslichen Pflegesituation forderte. Selten gabs so viel Einigkeit. Wie der Bundesverband pflegender Angehöriger betonte, war die Situation in der häuslichen Pflege von Beginn der Pandemie an brisant, "da aufgrund des Wegbrechens von zentralen Unterstützungsleistungen die Versorgung an vielen Stellen nicht mehr gesichert war. Besonders schwerwiegend war die bundesweite Schließung der Tagespflegeinrichtungen. In der Folge mussten viele berufstätige pflegende Angehörige ihren Jahresurlaub vollständig für die Pflege und Betreuung eines Familienmitglieds einsetzen. Als Reaktion wurde mit dem zweiten Bevölkerungsschutzgesetz unter anderem das Pflegeunterstützungsgeld von 10 auf 20 Tage angehoben. Es ist sehr zu begrüßen, dass die Bundesregierung plant, die ursprüngliche Befristung dieser Regelung auf den 31. Dezember 2020 auszudehnen.

Gleichzeitig kritisiert wir pflegen e. V. die Ungleichbehandlung familialer Sorgearbeit vor und während der Pandemie." Die ganze Stellungnahme und der ganze Vorgang hier zum nachlesen:

https://www.bundestag.de/ausschuesse/a14/anhoerungen/09-09-2020-pflege-709264