ROG – 3. Februar 2009 – Er berichtete über sportliche Ereignisse genauso wie über Politik und das Organisierte Verbrechen: Der mexikanische Journalist Emilio Gutiérrez Soto. Der Korrespondent der Zeitung El Dario del Noroeste aus dem nördlichen Bundesstaat Chihuahua erhielt schon vor einigen Jahren Todesdrohungen, die vermutlich aus Armeekreisen kamen.
Im Mai 2008 durchsuchten 50 bewaffnete Soldaten sein Haus im nördlichen Bundesstaat Chihuahua. Als Gutiérrez zudem den Hinweis erhielt, er solle ermordet werden, ergriff er im Juni die Flucht. Mit seinem Sohn überquerte er die Grenze nach Texas, wo er von Beamten der US-amerikanischen Einwanderungsbehörde verhaftet wurde.
Am 29. Januar entließen die Behörden den 46-Jährigen aus dem Gefangenenlager von El Paso. Ein Vertreter von Reporter ohne Grenzen (ROG) hat Gutiérrez am 30. Januar zu seiner Flucht und seinen Erfahrungen als Journalist im Norden Mexikos interviewt. „Ich wäre jetzt tot, wenn ich nicht in die USA geflohen wäre“, sagte der Journalist gegenüber ROG. Nicht nur die Drogenkartelle würden Journalisten bedrohen und unter Druck setzen, sondern auch die staatlichen Behörden.
„Gutiérrez’ Erfahrungen sind typisch und zeigen die fatale Situation, die mexikanische Journalisten in der Grenzregion erleben – in ihrer Heimat, wo der Drogenkrieg herrscht und ebenso nach einer Flucht in die USA“, so Reporter ohne Grenzen. Mexikanische und US-amerikanische Behörden müssten dringend für einen besseren Schutz für Journalisten sorgen.
Lesen Sie hier das Interview mit dem mexikanischen Journalisten Emilio Gutiérrez Soto (in englischer Sprache):
https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=18030272;articleid=18030272#18030272
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Anja Viohl
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