Mindestloh - Dokumentationspflicht auch für Familienangehörige im MiniJob

Mindestlohn – Dokumentationspflicht gilt auch für die im Unternehmen beschäftigten Familienangehörigen!

In vielen GmbHs oder sonstigen Unternehmen arbeiten der Ehegatte des Inhabers oder dessen Kinder im Unternehmen mit. Vielfach handelt es sich dabei dann um Minijobber, d.h. diese Familienangehörigen werden zumeist mit 450 € oder ähnlich vergütet.

Auch die Familienangehörigen sind Arbeitnehmer im Sinne des Mindestlohngesetzes und Sie müssen für diese die Arbeitszeiten dokumentieren.

Der vereinbarte monatliche Minjoblohn muss durch die zum Ende des Monats ermittelten Arbeitsstunden einschließlich geleisteten Überstunden dividiert werden und darf 8,50 € je Stunde nicht unterschreiten.

Der Zoll, aber auch der Prüfdienst der Sozialversicherungsträger, werden die Dokumentationen noch Jahre später prüfen und auf Plausibilität hin überprüfen. Gegebenenfalls, und das steht den Ermittlungsbehörden zu, werden auch Mitarbeiter befragt, ob die Angaben in der Arbeitszeitdokumentation stichhaltig sind.

Hierbei kann dann zum Beispiel herauskommen, dass die Ehefrau des Inhabers zwar nur pauschalierte der 450 € erhält, aber den ganzen Tag im Unternehmen war. Dann kommen auf das Unternehmen ganz erhebliche Nachzahlungen wenigstens, wenn der Ehegatte auf Nachzahlung verzichtet, in Bezug auf Sozialversicherungsabgaben zu.