Mit ausleuchtendem Blick

Nach längerem Suchen bin ich nun auch auf diese Gruppe gestoßen und möchte mich einmal einbringen in meinen Aktivitäten informeller Aufklärung und einen damit verbundenen Dialog des Miteinander.

In den vielen Jahren der ausgiebigen Beschäftigung mit dem Selbst-Sein und dem Sein an sich, ging es mir grundlegend darum, verstandesmäßig nachvollziehen zu können, wie dies alles funktioniert. Es waren gravierende Mißverhältnisse, die sich als unerfüllbare Widerspüchlichkeiten aufwiesen, die mich einst dazu trieben, die Verhältnismäßigkeiten gemäß der Funktionalität zu ergründen.

In der Natur des Seins gibt es keine Widersprüche, war die erste Erkenntnis, worüber ich mir den Weg bereitete, die vielfältigen illusionären Verhältnisse (in denen einzig Widersprüchlichkeiten eine Gegebenheit sind!) auszusondieren und begründete darüber einen Werdegang, meine pragmatischen Erfahrungen Schritt für Schritt auszuweiten. Einerseits im Bezug auf das Ergründen meiner Selbst und andererseits dem Sein da draußen.

Und so beschreite ich heute auch den Weg, meine Erkenntnisses daraus anderen zu vermitteln, damit auch sie ersehen können, was sich aus meinem Verstehen dessen gebildet hat (ersehen -> verstehen). Grundlegende Erkenntnis wurde mir nämlich letztendlich, daß das Grundübel des Menschen (und somit auch einst das Meinige) auf der Unkenntnis, dem Unbewußtsein und der Unbedachtsamkeit besteht. Und wie ich ja auch selbst erfahre, so ist man es zumeist noch nicht einmal selbst, warum man sich in einer solchen Situation befindet, sondern es besteht weiträumig aufgrund kultureller Mißverhältnisse.

Grundlage des Ganzen ist mir somit auch primär die Vermittlung der Wahrnehmung gegenüber der geistig projizierten Vorstellung, denn die Wahrnehmung vermittelt den Direktbezug zum Sein und nicht die Vorstellung. Hierzu bringe ich zunächst einmal ein Schaubild ein, damit man sich einmal die Gegebenheit ersichtlich vor Augen führen kann. Hierbei handelt es sich um die Darlegung der Funktionalität, welche man darin antrifft. Was völlig unbekannt ist, ist die Gegebenheit des Bewußtsinns, obwohl wir diesen doch über die Bewußtwerdung, was dieser zustande bringt, erleben. Die Gegebenheiten sind somit keineswegs derart unbewußt, wie man behauptet. Vielmehr erhalten sie nur nicht die notwendige Aufmerksamkeit.

Das misere Verhältnis besteht darin, daß insofern keine Vorstellung existiert über diese Differenzierung der Bewußtwerdung, dies auch nicht der Erforderung entsprechend in Erscheinung tritt. Erst darüber werden nämlich erst die 'relevanten' Gegebenheiten bestehender Widersprüche ersichtlich. Und es ist gar das Verstandeswesen, welches daraufhin eingerichtet ist, sich spezifisch damit auseinander zu setzen. Insofern man somit einzig die Vorstellung in Betracht zieht, sieht man auch nicht, was die Wahrnehmung einem vermittelt. Wie es sich über die zentrale Differenzierung von Wahrnehmung und Vorstellung detailliert verhält, zeige ich hier einmal in der nachfolgenden Verbildlichung auf.

Über diese Verbildlichung gilt es mir das funktionale Konstrukt zu veranschaulichen. In der Bewußtwerdung treten nämlich vier verschiedene Konstrukte kombiniert miteinander in Erscheinung, deren Trennung es bedingt, aufgrund deren Differenziertheit und Herkunft. Es handelt sich um die Reflektion der Sinne von Empfindung und Wahrnehmung, die geistige Projektion der Vorstellung und die Verbal- und Schriftsprache. Maßgeblich ist hierin, daß einzig über die Sinne ein direkter Bezug zum Sein besteht und auch einzig darüber Empfindungen und Gefühle reflektiert hervortreten. Hierin bedingt es somit darin auch der Unterscheidung von Empfinden/Fühlen und Wahrnehmen. Über die geistige Vorstellung treten dem gegenüber einzig Projektionen an Ver(sinn)bildlichungen hervor und differenzieren sich somit grundlegend gegenüber der Reflektion. Der Sprache hingegen bedingt es überhaupt erst einmal der geistigen Entfaltung, bevor diese überhaupt inhaltlich in Erscheinung treten kann. Einerseits ist hierin somit zu trennen, gleichzeitig jedoch auch zu erachten, in welchem Bezug das Jeweilige seine Anwendungen findet. Nur so kann das Instrumentarium des Verstandeswesens überhaupt sein eigentliches Wirkwesen vollziehen, die Verhältnisse zum Sein zu beurteilen und gemäß dem auf das Konstrukt regulierend einzuwirken.

P.S.: ich habe 30 Jahre benötigt, um über den Einblick in mir selbst zu dieser Klarheit zu gelangen. Es ist somit auch nicht leicht, dies dem gemäß nachzuvollziehen. Es geht jedoch 'an sich' einzig darum, das Unbewußte ersichtlich werden zu lassen, zu dem man gelangt, indem man das Dunkle schrittweise ausweitende ausleuchtet.

Ich sende somit auch meine erleuchtenden Grüße aus Limburg

und freue mich auf einen Dialog im Miteinander

Jörg Lenau

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