In den letzten Jahren hat sich vielerorts das Stadtbild geändert.
Mittelpunkt des menschlichen Zusammentreffen waren seit je her Markt- und Handelsplätze, abgelöst von Einzelhändlern oder ganzen Einkaufszentren.
Das Forum Romanum und Märkte im Mittelalter boten früher, ebenso wie beispielsweise das „Kadewe“ in Berlin oder der Viktualienmarkt in München heute bietet, ein Einkaufserlebnis und Austauschmöglichkeiten, dem bislang kein Online Shop gleichstellen kann.
Dennoch erhalten virtuelle Einkaufsgeschäfte einen immer größeren Einzug in den Alltag.
Der moderne Mensch bestellt längst nicht mehr nur vergriffene Nischenprodukte vom globalen Onlinemarkt.
Lebensmittel, individuell gefertigte Produkte oder die neusten Modetrends, alles ist für den „Neo-Consumer“ zu jeder Zeit verfügbar und dank der Service Orientierung auch auf dem Onlinemarkt binnen kürzester Zeit geliefert.
Vorteile wie Flexibilität, Anonymität und universelle Verfügbarkeit veranlassen der Zukunft des Einzelhandels und damit des tatsächlichen Point of Sales kritisch ins Auge zu blicken.
Wenn der Konsument rein rational und wirtschaftlich denken würde, wie vom homo economicus erwartet, dann würde er in einer Vielzahl von Fällen den Onlinehandel, aus Gründen wie Flexibilität und bessere Überschaubarkeit des Preisgefüges dem stationären Handel vorziehen.
Gleichwohl bevorzugen derzeit immer noch circa zwei Drittel der Konsumbereiten ein reales Einkaufsgeschäft als im „world wide web“ einzukaufen.
Dies beweist, dass der POS und das damit verbundene Einkaufserlebnis vom Kunden immer noch höher bewertet werden, als die nüchternen Vorteile des Online-Shoppings.
Obwohl das multisensorische Marketing nicht auf den Point of Sale begrenzt ist und von seiner Systematik und seinen Inhalten teilweise auch auf den Online-Handel erstreckt werden kann, ist das gegenwärtige Kundenverhalten dennoch ein starkes Indiz für die generelle Wirksamkeit, dass multisensorische Maßnahmen in der realen Welt intensiver wahrgenommen und verarbeitet werden können, wodurch das Verhalten des Käufers positiv beeinflusst werden kann.
Das multisensuale Erlebnis am Point of Sale kann eben nicht in derselben Art und Weise auf den Online-Handel übertragen werden.