Aufgrund meiner vielfältigen Tätigkeiten treffe ich in Unternehmen auf Führungskräfte in unterschiedlichen Positionen und Funktionen. Dabei drängte sich mir in letzter Zeit der Eindruck auf, dass sich Parallelwelten entwickeln: hier das Business as usual, dort die Verantwortung.
CSR und Nachhaltigkeit haben zwar durchaus ihren Platz im Unternehmen gefunden, doch damit scheint für den Rest der Belegschaft das Thema vom Tisch. Allenfalls werden spätestens zur Berichterstattung alle vermeintlichen CSR-Bemühungen der einzelnen Abteilungen zusammengefasst und dokumentiert.
Die CSR-Szene ist hingegen eifrig dabei, immer tiefer in das Thema einzusteigen und wähnt sich naturgemäß auf der Seite der Guten. Hier wiederum gewinnt man zuweilen den Eindruck, dass einfache Sachverhalte immer komplizierter dargestellt werden. Man verliert sich in Diskussionen - meist verbunden mit wohlgemeinten Appellen für eine bessere Welt - die im Grunde niemanden sonst außerhalb des Kreises der Eingeweihten interessieren.
Ich denke, wir sollten versuchen, wieder mehr aufeinander zu zugehen und inhaltliche Brücken zwischen den Welten zu bauen. Vielleicht hilft es, das Label „Nachhaltigkeit“ oder „CSR“ zu vermeiden (und damit abzugrenzen), Komplexität zu reduzieren und an der einen oder anderen Stelle weniger zu moralisieren.
Was meinen Sie? Teilen Sie meine Beobachtungen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare und Beiträge.