Hallo zusammen, ich bin derzeit bei der Erstellung meines Mustergutachtens zum Sachverständigen Schimmelschäden (TÜV). Eine der Forderungen welche im Mustergutachten erfüllt werden muss, ist die R-Wert-Berechnung. Als Gebäude bei welchem von einem fiktiven Schimmelschaden ausgegangen wird, ist das Fertighaus meiner Eltern. Lt. Bauakte beinhaltet der Wandaufbau der Außenwand 100mm Holzrahmenfachwerk, ausgefacht mit 100mm Mineralfaserdämmstoff. Als Lambda Wert für den Dämmstoff habe ich 0,04 herangezogen. Bei diesem Wert und der genannten Dicke des Materials erhalte ich jedoch bereits hier einen R-Wert von 2,5 (0,100m / 0,04). R-Gesamt würde bei 2,8 liegen. Das Haus wurde 1983 erstellt. Zu dieser Zeit musste ein R-Wert von 0,3-0,55 eingehalten werden. Seit 2001 sind es gem. DIN 4108-2 mind. 1,2. Ich gehen nicht davon aus das mein Elternhaus bereits damals den heutigen Mindest R-Wert überschritten hat. Hat hier jemand eine Erklärung hierfür?
Eine weitere Frage welche in diesem Zusammenhang auftritt, ist inwiefern denn ein R-Wert überhaupt für eine Holzrahmenkonstruktion mit Mineralfaserdämmstoff errechnet wird. Mir ist ja i.d.R. nicht bekannt wieviel % der Holzanteil ausmacht und wieviel der Dämmstoffanteil. Diese zwei Werte müssten ja -wenn man es genau berechnen möchte- miteinander verrechnet werden. Oder etwa nicht?
Vielen Dank vorab, eventuiell kann mir ja hierzu jemand weiterhelfen. Würde mich freuen.
Viele Grüße
Sven Hoffmann