Regierung stärkt Gründungskultur nicht nachhaltig genug

Der Deutsche Franchise-Verband (DFV) und die Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) haben vor dem Start der Gründerwoche Deutschland am kommenden Montag die Mittelstandspolitik der Großen Koalition kritisiert.

Nach gut zwei Regierungsjahren sei die anfangs angekündigte "große Reform" für das Unternehmerland Deutschland nicht erkennbar, so DFV-Geschäftsführer Torben L. Brodersen. Das nationale Reformprogramm 2014/2015 für KMU und den Mittelstand reiche nicht weit genug und verzichte auf sinnvolle Gestaltungshebel wie etwa die Verankerung des Themas in schulischen Lehrplänen oder mehr Transparenz durch Bürokratieabbau.

"Die Große Koalition hat trotz Ankündigungen der Priorisierung von KMU Politik noch keinerlei signifikante Maßnahmen eingeleitet", kritisiert auch Eckhard Döpfer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der CDH, die rund 48.000 Vertriebsunternehmer im B2B Bereich vertritt. Dabei seien Mittelständler durch ihre traditionell starke regionale Verankerung und ausgeprägte unternehmerische Verantwortungsbereitschaft eine tragende Säule der sozialen Marktwirtschaft. Der DFV vertritt seit 1978 die Interessen deutscher Franchiseunternehmen und unterstützt seine Mitglieder unter anderem bei der Gewinnung von Franchise-Partnern. (c) www.franchiseportal.de