Heute Abend werde ich mit dem Nachtbus Richtung Salzburg unterwegs sein. Die Robert-Jungk-Bibliothek feiert dort am Montag 13. Juni 2016 ab 17:00 Uhr ihr dreißigjähriges Bestehen - wenn auch nicht mehr am selben Ort, an dem sie 1986 gegründet wurde.
Das Haus, wo wir anlässlich des Jahrestreffens ZW2013 http://www.zwnetz.de/pages/ablauf13.html ins sogenannte "Bergwerk" stiegen - in die ehemaligen Arbeitsräume von Robert Jungk (1913-1994) unterm Dach - gibt es so nicht mehr, denn ein Aufzug für gehbehinderte Menschen ließ sich dort nicht einbauen. Die neuen Räume der Bibliothek liegen näher am Zentrum - auf der anderen Seite der Salzach - im 2. Stock der Strubergasse 18, unweit der S-Bahnstation Salzburg Mülln-Altstadt. http://www.jungk-bibliothek.at
Ein Teil des Buchbestandes aus Robert Jungks "Bergwerk" ist inzwischen Richtung Ostsee nach Greifswald "gewandert". Die "Straze" ist ein Kultur- und Initiativenhaus in der Tradition der Gesellschafts- und Kulturhäuser des 19. Jahrhunderts - mit aktuellem gesellschaftspolitischen Ansprüchen, dort generationenübergreifend Gemeinschaft und Auseinandersetzung mit Zukunftsfragen zu ermöglichen. Noch befindet sich das Haus im Umbau, aber wie ich mich im November 2015 bei persönlicher Besichtigung in Greifswald überzeugen konnte, ist dort ein Raum von 33 Quadratmeter Größe als zweite Robert-Jungk-Bibliothek vorgesehen. http://www.straze.de
Zum Hintergrund der Bibliotheksgründung in Salzburg zitiere ich aus der Robert-Jungk-Ausstellung, die 2013 in Salzburg, 2014 in Wien und Bonn, 2015 in Greifswald zu sehen war: http://www.xing.com/communities/posts/2-punkt-20-punkt-11-punkt-15-greifswald-zukunft-ist-kein-schicksal-robert-jungk-ausstellung-1010325648

>>Im Haus Corso in der Imbergstraße erhielt Robert Jungk Arbeitsräume, in die er sich zum Schreiben und Recherchieren zurückziehen konnte. 1986 wurde in diesem Gebäude an der Salzach eine Bibliothek für Zukunftsfragen eingerichtet.
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>>Ein zu seinem 70. Geburtstag geäußerter Wunsch ging in Erfüllung: Mit Unterstützung von Stadt und Land Salzburg sowie dem Österreichischen Bundeskanzleramt konnte Jungks umfangreiche Büchersammlung öffentlich zugänglichgemacht werden. Die Bibliothek sollte ein Ort des Dialogs und des Austauschs über die Zukunft werden, an dem Publikationen über zukunftsrelevante Themen gesammelt werden.
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>>Jungks Zukunftsbibliothek gilt bis heute als unkonventionelle Einrichtung, in der über Zukunft geforscht und diskutiert wird. Es geht um Themen wie nachhaltige Entwicklung, neue Wohlstandsmodelle, emanzipatorische Schulen oder Zukunft der Arbeit. Ein Lesecafé lädt zum Verweilen und Stöbern in den mittlerweile an die 15.000 gesammelten Publikationen über die Zukunft ein.
Nachfolgendes Bild zeigt den Plan der "Straze" in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) mit der zweiten, in Bau befindlichen Robert-Jungk-Bibliothek.