Gesunder und ausreichender Schlaf verhindert Burn-Out und reduziert Stressanfälligkeit. Denn im Schlaf regeneriert sich unser Körper. Während der Tiefschlafphase entspannt sich das Gehirn und der Körper schüttet große Mengen von Wachstumshormonen aus, die er für seine Regeneration braucht. Auch das Immunsystem wird dabei aktiviert und die Abwehrzellen fahnden nach unerwünschten Eindringlingen wie Viren und Bakterien. Außerdem werden nachts viele unserer Eindrücke verarbeitet, sortiert und abgespeichert, so dass wir mit klarerem Blick am Morgen aufwachen. Auch ein kleiner Büroschlaf kann schon helfen!
Doch was ist, wenn Sie nicht einschlafen können oder nachts wach liegen und grübeln?
+Bitte bedenken Sie, dass Sie in den Stunden zwischen 2:00 und 5:00 Uhr morgens rein biologisch gesehen am ehesten zu Depressionen neigen - wenn Sie wach liegen und grübeln, werden alle kleinen Probleme zu Monsterproblemen. Sie werden in dieser Zeitspanne kaum positive Lösungen finden. Am nächsten Morgen sieht die Welt meistens wieder viel fröhlicher aus, weil Sie wieder mehr Glückshormone ausschütten. Vielleicht hilft Ihnen dieser Gedanke, zukünftig während dieser Zeitspanne weniger zu grübeln.
+Legen Sie Stift und Papier neben Ihr Bett, damit Sie sich Ideen umgehend notieren können… und Sie nicht krampfhaft versuchen müssen, sich diese bis zum nächsten Morgen zu merken. Denn das hält Sie erst recht wach.
+Stehen Sie kurz auf und trinken Sie einen Schluck Wasser. Meiden Sie Alkohol als Entspannungsmittel – er lässt Sie vielleicht besser einschlafen, doch er kann den Tiefschlaf ganz wesentlich beeinträchtigen.
+Lesen Sie ein bisschen in einem nicht allzu spannenden Buch. Machen Sie das Licht aus, sobald Sie merken, dass das Lesen schwer fällt. Aber stehen Sie wieder auf, wenn Sie innerhalb der nächsten halben Stunde nicht eingeschlafen sind.
+In besonderen Situationen können auch einige pflanzliche Wirkstoffe helfen, zu entspannen. Baldrian z.B. hilft bei Schlafproblemen, nervöser Unruhe und Stimmungsschwankungen. Ebenso Extrakte der Passionsblume: sie sorgen für mehr Gelassenheit. Gegen ein kleines (alkoholfreies) Bier lässt sich auch nichts einwenden: Hopfen ist ein anerkanntes Beruhigungsmittel.
Versuchen Sie, Ihrem Chronotyp entsprechend zu arbeiten. Denn Ihr Körper schüttet zur gewohnten „Zu-Bett-Geh-Zeit“ Melatonin aus, das die Körperfunktionen langsam auf "Sparflamme" setzt; Atmung und Puls werden langsamer, der Blutdruck sinkt, der Körper bereitet sich auf das Schlafen vor. Deswegen ist ein Arbeiten bis in die späten Nachtstunden oder entgegen Ihren Gewohnheiten nicht sehr produktiv, weil das Gehirn nur mit geringer Leistung arbeiten kann.
Herzlichst Ihre Anabel Schröder