Sichere Sachwerte? So einfach werden Aktien entwertet!

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder der GEOPOLITICAL.BIZ Community,

wir leben in einem Geld- und Finanzsystem, das überwiegend auf ungedeckten Schulden und Zahlungsversprechen basiert. Gleichzeit leben wir in einer Welt künstlich verzerrter Märkte, allen voran durch die Geldpolitik der Notenbanken. Zinsen werden künstlich niedrig gehalten durch die Festlegung von Referenzzinssätzen, die gegen Null tendieren, oder sich gar im negativen Bereich bewegen. Derartiges gab es noch nie in der Geschichte. Erfahrungswerte sind somit nicht vorhanden und die derzeitigen Entwicklungen sind staatspolitische wie notenbankpolitische Experimente mit einem absolut ungewissen Ausgang.

Aktien sind Sachwerte die rechtlich vermehrbar und belastbar sind!

Aufgrund dieser Entwicklungen macht es unbestritten Sinn, auch auf Aktien zu setzen. Keine Frage. Neben den Marktrisiken an den Börsen gibt es hier aber weitere Gefahren, die vielen Aktionären gar nicht bewusst sind. Aktiengesellschaften können beispielsweise mit Schulden seitens des Staates belastet werden.

Darüber hinaus können die AGs selbst neue Aktien emittieren, was dem Effekt des Gelddruckens gleichkommt, weil dadurch die bestehenden Aktien schlicht verwässert und weniger wert werden. Für beide Fälle gibt mit der RWE AG und der Commerzbank AG zwei sehr prominente Beispiele aus dem DAX, die Sie als Warnung, zumindest aber als Sensibilisierung betrachten sollten, für die rechtliche Sachwertfunktion der Aktie.

BLOG von Markus Miller - Sichere Sachwerte? So einfach werden Aktien entwertet! http://blog.geopolitical.biz/?p=578

Herzliche Grüße

Markus Miller

Geschäftsführer

GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

http://www.geopolitical.biz

Es ist 10 Jahre her, wo ich mich mit der immer wiederkehrenden Aussage anderer auseinanderzusetzen begann, daß doch der Staat bankrott sei und ich mir ein Verhältnis darüber verschaffen wollte, wie es sich denn nun konkret damit verhält. Die kursierende Aussage ''eigentlich schon, aber er ist immer noch liquide'' ist nach meinen umfangreichen Auseinandersetzungen damit exakt der Sachverhalt, um den es sich dreht. Tatsächlich ist nämlich der Staat, bezogen auf seine eigene Staatssubstanz in Differenz zum Bürger, schon lange nicht mehr in der Lage, die Mittel aufzubringen, welche dieser umsetzt, aber trotzdem tut er dies und das wie ist aufgrund der Größenordnungen unübersehbar. Helmut Schmidt sagte vor 10 Jahren in einem öffentlichen Interview, daß die Renten nur noch zu 60% aus der Rentenkasse bezahlt werden, was nach meinem Erachten in etwa das generelle Relationsverhältnis aufzeigt. Ergo .... Ich möchte an diesem Punkt einmal auf unser Bürgerliches Gesetzbuch verweisen und meine einstige Faszination darüber, daß man darin eine klare Spezifikation der Differenzierung von Besitz und Eigentum erhält. Zwar ist dem Bürger nämlich bekannt, daß er Eigentümer seines Grund und Bodens ist, aber nicht bewußt, daß der Besitzer dessen der Staat ist. DARAUF basiert die 'darüber hinausgehende' Liquidität des Staates.
Nun denn, bei einer Zuwanderung von 800.000 bis vielleicht über 1 Mio Personen im Jahr braucht Deutschland ca. 300.000 Wohnungen pro Jahr mehr. Außerdem werden die vorhandenen Wohnungen stärker nachgefragt und daher dürften die Mieten wohl eher nicht fallen. Zudem kommt das Geld vom Amt sicher; wer also an Flüchtlinge / Asylbewerber / anerkannte Asylanten vermietet, der hat keinen Leerstand und bekommt immer pünktlich sein Geld. Das soehr hohe Aufkommen an Flüchtligen dürfte für Vermieter als ein wahres Geschenk des Himmels sein. Auf der Seite des Risikos steht dann allerdings die Gegenfinanzierung. Der Staat muss das ganze Geld ja schließlich von irgendwoher nehmen, die Gemeinden über eine evtl. höhere Grundsteuer, die Länder über die Grunderwerbsteuer und die Erbschaftssteuer, der Bund vielleicht über eine Vermögensabgabe, veränderte Abschreibungen oder höhere ESt. Am Ende dürfte für Betongold-Invstoren dennoch ein Plus stehen.
Sorry, 'Investoren' ist die richtige Schreibweise. .
Verstehe den Beitrag nicht so ganz: > Neben den Marktrisiken an den Börsen gibt es hier aber weitere Gefahren, die vielen Aktionären gar nicht bewusst sind. Aktiengesellschaften können beispielsweise mit Schulden seitens des Staates belastet werden. Gewiss, es sind dieselben Belastungen, die der Fiskus jedem Steuerpflichtigen auferlegen würde, etwa Zwangshypotheken auf Grundstücke - Privatpersonen wie auch Unternehmen. > Darüber hinaus können die AGs selbst neue Aktien emittieren, was dem Effekt des Gelddruckens gleichkommt, weil dadurch die bestehenden Aktien schlicht verwässert und weniger wert werden. Damit fließen einem Unternehmen zunächst neue Mittel zu; weiteren Aktien stehen so zunächst flüssige Mittel gegenüber. Es wird doch erst ein Problem mit den Ausgaben, für die die Mittel verwendet werden - künftige oder schon in der Vergangenheit erfolgt Ausgaben.
>> Nun denn, bei einer Zuwanderung von 800.000 bis vielleicht über 1 Mio Personen im Jahr braucht Deutschland ca. 300.000 Wohnungen pro Jahr mehr. Herr Potsch, Ihre Rechnung ist da etwas zu oberflächlich. Die Rechnung geht nicht auf, denn Amt differenziert sich einmal in Sozialgeld (nicht arbeitsfähig, Rentner etc.) und Jobcenter (arbeitsfähig). Bezüglich Letzterem (Harz IV) gilt zu bedenken, daß da differenzierte Zahlungen laufen, nämlich den vom (Bundes-)Steuerzahler geleisteten Grundbetrag und separat dazukommenden Miet- und Nebenkosten, welche von den Kommunen getragen werden. Im letzten Jahr wurde letztere Leistung eingeschränkt, sodaß neben der festgelegten Mietzahlung nun auch die Mietnebenkosten festgesetzt sind und weit unter dem tatsächlichen Verbrauch liegen. D.h. daß dort längst nicht mehr gesichert ist, daß 'das Amt' sämtliche Kosten übernimmt. Bei den zusätzlichen Anforderungen in dieser Größenordnung wird sich das noch entsprechend weiter verändern. Und noch etwas: auch wenn das Geld vom Amt sicher ist, ist es nicht unbedingt im Bezug auf das Verhältnis mit solchen Mietern, warum diese auch die extremsten Probleme haben, außer an Sozialwohnungen an reguläre dran zu kommen.