Die ersten Fuhren Mutterboden hat Henri Wortmann von der gleichnamigen Spedition bereits auf dem ehemaligen Sportplatzgelände zwischen Breslauer Straße und Außenstelle der Grundschule Sulingen im Bürgerpark abgeliefert. Auf dem Gelände entsteht ein Wasserspielplatz. Ideengeber und Projektleiter ist der Sulinger Matthias Wendland.
Bei einem Besuch des Wassererlebnisspielplatzes in Bruchhausen-Vilsen war Wendland auf den Geschmack gekommen. "Das ist was, was uns in Sulingen noch fehlt." Größere Überzeugungsarbeit in den politischen Gremien, etwa in der CDU-Ratsfraktion oder im Verwaltungsausschuss, waren laut Wendland nicht von Nöten. Erst recht nicht, als der Kommunalpolitiker Bereitschaft signalisierte, selbst die Projektleitung und einen Großteil der Finanzierung sicherzustellen. Wendland wörtlich: "Bürgermeister Harald Knoop war begeistert von der Idee und hat seine Unterstützung zugesagt."
Obwohl die ersten Arbeiten auf dem städtischen Gelände begonnen haben, befindet sich der Familienvater nach wie vor auf der Suche nach Sponsoren und helfenden Händen: "Bei der derzeitigen Haushaltslage ist ein solches Projekt mit öffentlichen Mitteln nicht zu finanzieren", sagt er.
Neben der Spedition Wortmann habe bisher ein knappes Dutzend Sponsoren zugesagt, das Projekt finanziell oder durch Sach- und Arbeitsleistungen zu finanzieren.
Geplant ist ein etwa 50 Meter langer und vier Meter hoher Erdhügel, der von der einen Seite im Winter als Rodelberg genutzt werden kann. "Die Pläne sehen auf der Westseite einen BMX-Fahrradparcours mit Berg- und Talpisten vor", erklärt der Projektleiter. "An der Südseite des Erdhügels soll ein Wasserspielplatz entstehen, wo Wasser aus einer Handschwengelpumpe gepumpt wird und über diverse Rinnen und Schleusen zum Spielen einlädt."
Für die Finanzierung einer Pumpanlage aus Edelstahl, einer Edelstahlrutsche, eines Sandbaggers sowie von Sitzbänken und Matschrinnen hat Matthias Wendland bereits Partner gefunden. "Wir benötigen noch Grünpflanzen und Grassamen", sagt er. "Wer also schon immer einen eigenen Baum Pflanzen wollte, hat hier Gelegenheit." Des Weiteren benötige man noch weitere Bänke und Tische, Mülleimer und "natürlich das Wichtigste: viele fleißige Hände, die bei der Installation helfen."
Nach Fertigstellung soll die Spielanlage der Stadt Sulingen übergeben werden. Wann das sein wird, da will sich Matthias Wendland noch nicht festlegen: "Das hängt nicht zuletzt davon ab, wann und aus welcher Baumaßnahme wir Mutterboden bekommen können." Henri Wortmann gibt sich zuversichtlich: "Das geht manchmal schneller, als man denkt..." Für weitere Ideen und Anregungen, aber auch Meldungen von freiwilligen Helfern zeigt sich Wendland offen.
Quelle: Kreiszeitung Sulingen