In dieser kleinen Beitragsreihe betrachte ich als Branchenfremder Gründe die dagegensprechen, dass Stadtwerke die Transformation zum Utility 4.0 meistern können. Sicherlich treffen die Punkte nicht auf jedes Stadtwerk zu und einige Aussagen sind provokant. Ich würde mich freuen, wenn hieran eine Diskussion entsteht. Denn ich bemerke einen großen Unterschied zwischen den Themen und Vorträgen auf Branchentreffen und der Realität.
Inhalte der Beitragsreihe:
1. Zitate
2. Rückblick
3. Strukturen
4. Behäbigkeit
5. Marketing / Vertrieb
6. Gefahr, die Welle rollt
7. Lösungsansätze
8. Fazit
Zitate:
Im ersten Teil der Beitragsreihe möchte ich nur ein paar Zitate erwähnen die ich so im letzten Jahr in Stadtwerken gehört habe. Sie verdeutlichen wo Probleme bei der Transformation liegen. Ich würde mich freuen, wenn in den Kommentaren weitere Zitate beigesteuert werden.
a) Geschäftsführer größeres Stadtwerk: „Online Marketing, das traue ich meiner Marketingabteilung nicht zu…“
b) Referent des Vorstandes: „Wir haben ganz viele Daten über unsere Kunden. Wissen damit aber nichts anzufangen.“
c) Geschäftsführerin kleineres Stadtwerk mit 70% Marktanteil auf meine Frage, ob es für Sie interessant wäre neue Vorgehensweisen im Bereich der Kundenbindung kennenzulernen: „Kundenbindung? Wir betreiben schon Kundenbindung, da brauchen wir uns nicht drum zu kümmern.“
d) Geschäftsführer Stadtwerk: „Nee, wir wollen nicht mehr über unsere Kunden erfahren (sie besser kennenlernen), nachher werden wir noch als Datenkrake wahrgenommen.
e) Vertriebsleiter Stadtwerk: „Wir haben schon einige neue Produkte aufwändig entwickelt, aber die konnten alle nicht unser bisheriges Geschäftsmodell ersetzen. Der Vertrieb war viel aufwändiger.“