Das Europäische Parlament hat am 26. März 2019 neue Richtlinien verabschiedet, die durch die nationalen Gesetzgeber nunmehr in deutsches Recht umgesetzt werden müssen.
Doch Onlinehändler müssen sich auf Änderungen einstellen. So ist z.B. vorgesehen, dass
bei Gewährleistungsfällen die Beweislastumkehr auf ein Jahr verlängert wird. Die Mit-gliedsstaaten können sogar eine Erweiterung auf zwei Jahre vornehmen.
Die Beweislastumkehr greift bei B2C-Verrägen zugunsten des Kunden und besagt, dass innerhalb dieses Zeitraumes der Verkäufer beweisen muss, dass die Ware bei Gefahr-übergang bereits einen Mangel aufweist. Aktuell beträgt diese Frist in § 477 BGB nur sechs Monate.
Hier ist also Schulungs-und Anpassungsbedarf im Umgang mit Gewährleistungsfällen erforderlich.
Weitere Änderungen betreffen ein Recht auf Updates für technische Produkte wie z.B. Smartphones.