Durch die Digitalisierung verändern sich Marketing und Vertrieb in der Verlagsbranche rasant. Die Internetnutzung über mobile Geräte nimmt weiter zu und gerade die begehrte Zielgruppe der Millenials ist Werbung gegenüber mehr als kritisch eingestellt. „Nervig oder nützlich?“ – wird diese Frage nicht binnen Sekundenbruchteilen positiv beantwortet, werden Werbeformate geblockt oder werbelastige Seiten gleich ganz gemieden. Neue Konzepte sind gefragt, die Native Advertising und Advertorials weiterdenken. Verweildauer wird die künftige Währung zur Berechnung digitaler Werbepreise sein und den guten alten TKP, der noch aus Zeiten des Print stammt, ablösen. Und auch die Werbekunden selbst sind kritischer geworden. Budgets verlagern sich seit Jahren weg von Werbung hin zu Content Marketing. Schon 2020 werden Unternehmen mehr als doppelt so viel Geld für das Marketing mit Inhalten ausgeben wie für Paid Content, also Werbung. Wie also muss sich der Vertrieb der Verlage aufstellen, um zukunftsfähig zu sein? Interactive Advertising ist ein Ansatz, mit dem Verlage nicht nur ihren Content-Marketing-Kunden attraktive Angebote machen können, sondern neue Geschäftsfelder erschließen. Interactive Advertising zahlt dabei auf die Trends Interaktion, Personalisierung und Automatisierung ein – weg von der Zielgruppe, hin zum Individuum. „Stop Selling, start Helping“ könnte zum neuen Mantra des Vertriebs der Verlage werden – die Digitalisierung bietet hierfür schon jetzt alle Möglichkeiten.
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