Probleme beim Einloggen

Opernale e.V. - Verein zur Förderung der darstellenden Künste in M-V

Über uns

PROJEKTBESCHREIBUNG OPERNALE
Ein Fest der Künste auf Schloss Griebenow

1. Zielsetzung der OPERNALE
Ziel der OPERNALE 2013 ist es, an den Erfolg der OPERNALE 2011 anzuknüpfen und die gelegten Strukturen optimal auszubauen. Im Zentrum der OPERNALE 2013 wird wieder ein Werk des Musiktheaters stehen, dass in einer qualitativ hochwertigen Inszenierung dargeboten wird. Die „Bettler-OPER!“ nach der Idee von John Gay wird zusammen mit einem anspruchsvollen Korrespondenzprogramm auf dem Barockschloss Griebenow für jeweils ca. 400 Besucher an sechs Veranstaltungstagen zwischen dem 2. und 11. August 2013 zu erleben sein. Als ein Unterprojekt ist unter dem Titel „Oper für alle – Die 1 EURO-Vorstellung“ eine siebente Vorstellung für die einkommensschwache Bevölkerung der Region geplant (als ESF-Projekt). Nach Möglichkeit sollen Probenaufenthalt und zwei Vorstellungen auf Schloss Bröllin durchgeführt werden.
Das Projekt soll kostendeckend aus einer Mischfinanzierung realisiert werden.
Das Programm der OPERNALE wird zu erschwinglichen Eintrittspreisen angeboten, um die Hemmschwellen möglichst gering zu halten. Das Preisspektrum bewegt sich für den Besuch der Aufführung zwischen 30 € (15 € ermäßigt) und 5 € für Kinder. Die Exclusiv-Vorstellung im Rahmen „Oper für alle“ wird 1 € für einkommensschwache Menschen jeden Alters kosten. Die Begleitprogramme bewegen sich zwischen 5 und 8 €.


2. Philosophie der OPERNALE
Vorbild der OPERNALE sind die mehrtägigen Feste des Barock, die immer als Gesamtkunstwerk angelegt waren. Architektur und Parklandschaft werden durch die Schwesternkünste Musik, Gesang, Schauspiel, Literatur, Bildhauerei, Malerei und Grafik, Kostüm und Licht belebt und gehen ein unverwechselbares Zusammenspiel ein. Wie einst schenkt auch die OPERNALE der Kochkunst die berechtigte Aufmerksamkeit, und bittet mit romantischen Diners im Marmorsaal des Schlosses zu Tisch.
Die OPERNALE will nicht allein eine Inszenierung auf hohem Niveau anbieten, sondern darüber hinaus Darstellende Kunst in einem außergewöhnlichen Ambiente und in innovativer Form präsentieren, um damit neue Zugänge zu ihr zu schaffen. „Die Bettleroper“, geschrieben 1728 von John Gay und Christoph Pepusch ist dazu besonders geeignet, da sie seinerzeit gerade beim einfachen Volk reüssierte und damit dem etablierten italienischen Opernbetrieb Londons den Todesstoß versetzte. Es wurde in Landessprache gesprochen und gesungen. Der Komponist verwendete bekannte Songs aus dem Alltag der Menschen und erreichte damit ein hohes Maß an Popularität. Mit der Wahl dieses Stückes setzen wir das Konzept der OPERNALE 2011 konsequent fort, bei der wir sehr erfolgreich Mozarts „Schauspieldirektor“ für ein breites Publikum präsentierten. Sowohl Fachleute und kulturaffines Publikum, als auch Kinder und Publikum aus dem ländlichen Raum, das zuvor keine Berührung mit Theater und Oper hatte, waren gleichermaßen begeistert. Um dieses Ziel zu erreichen ist es wichtig, verständliche, unterhaltsame und dennoch anspruchsvolle Vorlagen zu wählen, die zum europäischen Kulturgut zählen. Die „Bettleroper“ gehört zweifelsohne dazu.
Darüber hinaus eröffnet die OPERNALE dem künstlerischen Nachwuchs eine faire Plattform für den Einstieg in professionelle Strukturen. Die OPERNALE versteht sich als eine praktische Fördermaßnahme für junge Talente aus unterschiedlichen Bereichen.Aus diesem Grund werden diesbezügliche Kooperationsvereinbarungen mit verschiedenen Hochschulen, vornehmlich aus Mecklenburg-Vorpommern, geschlossen.
OPERNALE sucht sich ganz bewusst Aufführungsorte in der Region, die von besonderem baudenkmalpflegerischem und kulturhistorischem Wert sind, bislang aber überregional wenig bekannt sind. Die nachhaltige Belebung des Ortes durch das OPERNALE-Event unterstützt die Bestrebungen der Akteure vor Ort, die sich um den Erhalt und die Restaurierungsmaßnahmen der Gebäude und Parkanlagen kümmern.


3. Zielgruppen der OPERNALE
Die OPERNALE ist ein Angebot an die Bewohner und Besucher der Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald. Einzugsgebiet ist das sogenannte Küstenvorland zwischen den Hansestädten Greifswald, Stralsund und Rostock und die Städte selber. Aber auch Tagesgäste aus den Kurorten der Ostseeküste, aus Berlin, Hamburg und Stettin sollen gezielt angesprochen werden und sind herzlich willkommen.
Unser Zielpublikum ist das kulturaffine Publikum der Region sowie Kultur-, Rad- und Reit-Touristen. Zudem sollen potentielle Neueinsteiger in Klassischer Musik, Theater und Gesang gewonnen werden. Die Bevölkerung vor Ort, für die ein regelmäßiger Theaterbesuch nicht an der Tagesordnung ist, mit dem kulturellen Erbe bekanntzumachen, ist eine besondere Herausforderung, welcher sich der Verein ausdrücklich stellt. „Die Bettleroper“ bietet auch für Kinder ab einem Alter von 7 Jahren eine gute Gelegenheit, das Genre Oper kennenzulernen. Deshalb lädt die OPERNALE besonders am Sonntag Familien ein, den Tag in der Schloss- und Parkanlage Griebenow zu verbringen.


4. Programm der OPERNALE
Insgesamt sechs Mal wird zwischen dem 2. und 11. August 2013 in der imposanten Turmscheune der alten Gutsanlage von Schloss Griebenow das Spiel um den Verbrecher und Frauenliebling Macheath und seinem ärgsten Widersacher, seinem Schwiegervater und Hehler Peachum gegeben. Der Erfolg der Uraufführung 1728 war überwältigend; nicht zuletzt deshalb, da nicht mehr Götter und Helden den Inhalt der Oper bestimmten, sondern Huren, Diebe und Verbrecher. Händels italienischer Opernbetrieb wurde mit Humor und Satire auf die Schippe genommen und Herrscherfiguren karikiert. Den Stoff wählten Brecht und Weill als Vorlage für seine „Dreigroschenoper“, die 200 Jahre später, 1928, ebenso erfolgreich einschlug. Darauf Bezug nehmend und die Idee radikalisierend planen wir eine zusätzliche 1 EURO-Vorstellung, sollte der ESF dieses Projekt unterstützen.
Wir wollen uns dem Sujet erneut nähern und unsere Produktionsbedingungen künstlerisch einfließen lassen. Das musikalische Neuarrangement wird klangliches Neuland betreten. Nicht nur klassische Orchesterinstrumente kommen zum Einsatz, sondern auch ein Harmonium, ein Zink, Sägen, Bleicheimer, Schrubberbürsten und etliche Gerätschaften aus dem Alltag der Bettler werden „erklingen“ und im doppelten Sinn beweisen, dass Not erfinderisch macht. Ebenso werden die Kostüme aus dem Vorjahr der OPERNALE verarbeitet und zusammen mit Versatzstücken aus dem Fundus einen phantasievollen Bettlerstil kreieren. Die Scheune als Aufführungsort ist ebenfalls Bestandteil des Konzeptes.

5. Warum OPERNALE?
Das Format der OPERNALE ist einzigartig, und es stellt durch seinen innovativen Ansatz und seinen anspruchsvollen Inhalt für die Darstellenden Künste in Mecklenburg-Vorpommern einen großen Gewinn dar. Sie spricht die Bewohner und Besucher gleichermaßen an und verbindet sie miteinander.
In einer Tourismusregion wie dem Küstenvorland ist die Realisierung hochwertiger kultureller Produktionen ein wesentlicher Standortfaktor. Ein Format wie die OPERNALE bindet Touristen an die Region und identifiziert die ansässigen Bewohner mit ihrer Heimat. Schließlich fasziniert und berührt insbesondere die Darstellende Kunst Menschen indem sie unvergleichliche Momente schafft. Jedoch sucht man im Einzugsgebiet der OPERNALE, insbesondere zur Veranstaltungszeit, vergeblich nach einem vergleichbaren Angebot. An diesem Punkt setzt die OPERNALE an.





Mehr